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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Säumig ? Schaar.
thun wolle, 1 Mos. 45, 9. c) aufgeschoben werden,
Esa. 13, 22. c. 46, 13.
n) Ich eile und säume mich nicht, zu hatten deine Gebote, Pf.
119, 60.
Gedenke, daß der Tod nicht säumet, Sir. 14, 12.
8- 2. d) Von GOtt: aus Langmuth an sich und zurück halten, 5 Mos. 7, 10. Ezech. 24, 14.
Säumig
Von welchen das Urtheil von lange her nicht säumig ist (es ist schon im Anbrnch) und ihre Verdammniß schläft nicht, 2 Petr.
2, 3.
Sauer
§. 1. Beschwerlich, verdrießlich, was einem hart zu thun oder zu leiden ankommt. Aus Sauer süß und aus Süß sauer machen, heißt aus Wahrheit Lügen, aus GOttes Wort Menschensatzungen machen; moralischer Indifferentismus, der auf eine verderbliche Weise den Unterschied zwischen Gut und Böse aufhebt. Eigendünkel.*
" Wehe denen, die aus Sauer füß, und aus Süß sauer machen,
Efa. 5, 20.
Rahel ward es sauer in der Geburt, i Mos. 35, 17. Und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit, 2 Mos.
1, 14.
Der Faule verbirgt seine Hand in dem Topfe; und wird ihm
sauer, daß er sie zum Munde bringe, Sprw. 26, 15. Die Arbeit der Narren wird ihnen sauer; weil man nicht weiß
in die Stadt (GOtteZ) zu gehen, Pred. 10, 15. Ob dir es sauer wird mit deiner Nahrung und Ackerwerk, das
laß dich nicht verdrießen, Sir. 7, io. Ehre deinen Vater von ganzen« Herzen, und vergiß nicht, wie
sauer du deiner Mutter geworden bist, Sir. 7, 29. Mancher läßt es ihm sauer werden, und eilet zum Reichthum,
und hindert sich nur selber damit, Sir. n, 11.
§. 2. Sauer sehen, ein runzlichtes, d. i. verdrießliches Gesicht machen.
Eli sah nicht einmal sauer zu seiner Söhne Bosheit, 1 Sam.
3, 13.
Saul sahe David sauer an (wnrd sein Feind), i Sam.
18, 9. Wenn ihr fastet, sollt ihr nicht fauer sehen (nicht Ernst und
Traurigkeit nffectiren, als wäre die Andacht ewns Düsteres)
wie die Heuchler, Matth. s, 16.
Sauerteig
.§. 1. I) Der Teig, welcher mit seiner Säure das Mehl, worunter er vermengt wird, durchsäuert, gährend und das daraus gebackeue Brod dem Geschmack angenehm macht, 2 Mos. 23, 18. Mußte am Rüsttag des Osterfestes ausgefegt werden, 2 Mos.
13, 3. 7.
Wollte GOtt bei den Opfern nicht haben, 3 Mos. 2, n. c. 6, 17.
z. 2. II) Figürlich a) im guten Verstande die wundersame Kraft und Gewalt des Reiches GOttes und des Evangeliums anzuzeigen, welches gleichsam im Verborgenen die Herzen der Menschen durch-dringt, sie verändert, erneuert und durch den Glauben vor GOtt angenehm macht.
Das Himmelreich ist einem Sauerteig gleich, Matth. 13, 33. Luc. 13, 21.
z. 3. III) b) Im bösen Verstande. Die Gewalt gottloser, verkehrter Lehre, Irrthümer und bösen Lebens. Diese durchdrmgen, gähren, verkehren und verderben die menschlichen Gemüther, daß, wo nicht in der Zeit Widerstand geschieht, der ganze Körper der Kirche augesteckt wird.
Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteige der Pharisäer und Saddücäer, Matth. 16, 6. 12. Herodis, Marc. 8, 15. (S. Herode« tz. 3.)
Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig (dergleichen das durch den Blutschänder gegebene öffentliche Aergerniß in enrer Gemeine ist) den ganzen Teig versauert? 1 Cor. 5, 6.
Lasset uns Ostern halten nicht im alten Sauerteige, auch nicht im Sauerteige der Bosheit (nller Untugend und Sünde) und Schalkheit (Tiicke. Mnke), sondern in dem Süßteige der Lau-
terkeit und Wahrheit (nngeheuchelter Herzen»- und birchenreimg-keit), id. v. 8.
Gin wenig Sauerteig (falscher Lehre) versäuert den ganzen Teig, Gal. 5, 9.
Sausa
Eitler Erheber. Ein Schreiber des Königs David, 1 Chr. 19, 16.
Sausen
Nachdem GOtt den flüchtigen Elias geschreckt, kam er in einem sanften und stillen Sausen, 1 Kon. 19, 12. Das ist der Proceß in Bekehrung der Menschen. Das Gesetz wirft die Berge der Hoffart nieder, zerbricht die Felseuherzen, erschüttert die steinernen, verzehrt als ein Feuer den Leichtsinn, und läutert die Menschen als Gold, daruach kommt erst das scmfterquickende Evangelium; Wink, daß allein der Geist der Sanftmuth und Liebe göttlicher Art ist und mehr und tiefer wirkt als der strenge Geist der Zucht und des Zwanges.
Der Wind bläset, wo er will, und du hörest sein Sausen wohl lc., Joh. 3, 8. (S. Geboren §. 2.)
Scepter
z. 1. I) Das Zeichen der Gewalt und Herrschaft, welches die Könige und Regenten führen, Esth. 4, 11. c. 5, 2. c. 8, 4. Amos 1, 5.
z. 2. II) Königliche Würde, Negimeut, Herrschaft, da mau Andere uuter seiner Gewalt hat und über sie herrscht, Zach. 10, 11.
Es wird das Scepter von Iuda nicht entwendet werden ic., 1 Mos. 49, 10. (S. Meister §. 4.)
Es wird ein Stern (Christns) <ms Jacob aufgehen, und ein Scepter (Regiment) aus Israel aufkommen, und wird zerschmettern die Fürsten der Moabiter, und verstören alle Kinder Seth, 4 Mos. 24, 17. (Nicht Seths, 1 Mos. 4, 25. sondern die Kinder, die «ou Saufen herkommen, oder Kinder des Trunkenen, des Lot, nlso Manb und Ammon, ueryl. 1 Mos. 19, 31 ff. von »°lI1V? saufen. So Hiller. A.: er wird nlle von Keth Abstammenden, die Mensche» lieherrschen, A.: versnmmeln; am richtigsten G e fen i ns : die Aindcr des KriegsgMmmels, d. i. die kriegerischen Feinde Israels, vergl. Ier. 48, 45.)
Der Gottlosen Scepter wird nicht bleiben über dem Häuflein der Gerechten, Ps. 125, 3.
z. 3. III) a) Christi unüberwindliche Macht, vermöge dereu er seine und der Kirche Feinde zerschmettert, b) Sein seligmachendes Wort, womit er sein Reich und seine Kirche regiert.
Du sollst mit einem eisernen Scepter zerschlagen ic., Ps. 2, ».
(Entweder mit der Kraft seines Worts; oder die Widerspenstigen
mit wohlverdienter Strafe, Ossb. 2, 27.) OOtt, dein Stuhl bleibet immer und ewig; das Scepter deines
Reichs ist ein gerades (gerechtes und billiges) Scepter, Ps. 45,
7. Ebr. 1, 8. Der HErr wird das Scepter deines Reichs senden aus Zion,
Ps/110, 2. vergl. Esa. 2, 3.
§. 4. Herrenscepter sind mächtige Könige, Ezech.
19, 11. 14. Hab. 3, 14.
z. 5. IV) Ein Stab, Ebr. 11, 21. (S. Haupt 8. 6.)
Sceva
Bereiter. Ein Hoherpriester zu Paulus Zeit, dessen Söhne Teufel auszutreibcn sich unterstanden, A.G. 19, 14. Beispiel, wie wer in sich noch nicht selbst den bösen Geist überwältigt hat, vergebens ihn in Andern bekämpft, ja dabei schimpflich überwunden wird.
Schaar
Eine Menge, 0/^5, A.G. 1, 15. Ofsb. 7, 9. Soldaten, 4 Mos. 1, 52. Matth. 26, 47. 55. Marc. 14, 43. aber Matth. 27, 27. Marc.