Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

Diese Seite ist noch nicht korrigiert worden und enthält Fehler.

Schade ? Schaf.
853
15, 19. Joh. 18, 8. 12. ist es «nc^oc, eine römische Cohorte, 500 bis 600 Mann stark; A.G. 10,1. oie welsche oder italische; indem eine solche namentlich zur Passahzeit, zur Erhaltung der Ruhe und Ordnung, in Jerusalem war, die Burg Antonia besetzt hielt, und aus italischen Soldaten bestand; ihr Hauptquartier war in Cäsarea, A.G. 27, 1.
Der HErr giebt das Wort mit großen Schaaren Evangelisten (wird Viele geben, die sein Evnnaelinm verkündigen), Pf. 63, 12.
Schade (der)
z. 1. I) Neberhaupt zeigt es eine Veränderung einer Sache an, wodurch sie entweder gänzlich zernichtet, oder wenigstens verdorben wird.
Schade um Schade, 3 Mos. 24, 20. (S. Oeule.)
Sie freuen sich über meinen Schaden und rotten sich, Ps.
35, 15.
Deine Znnge trachtet nach Schaden, Pf. 52, 4. Wer fiir einen Andern Bürge wird, der wird Schaden haben,
Sprw. ii, 15. Denn ihr (der bösen Leute) Herz trachtet nach Schaden, Sprw.
24, 2.
Der Geizigen Regieren ist eitel Schaden, Efa. 32, 7.
Ihr Weg ist eitel Verderben und Schaden, Gfa. 59, ?.
(Vie Liebe) trachtet nicht nach Schaden, 1 Cor. 13, 5. (Griech.:
sie rechnet das erlittene Uedel dem Ändern nicht an, ft daß sie
es ihm nachträgt und auf Kache denkt.) Ich achte es Alles für Schaden gegen der überfchwä'nglichen
Erkenntniß Christi IEfu, Phil. 3, 8. 7.
z. 2. II) Ein recht elender Zustand im Geistlichen und Leiblichen, Esa. 30, 26. c. 60, 18. Ier. 8, 15. Hos. 12, 2. Wir hofften, wir sollten heil werden, aber siehe, fo ist mehr
Schadens da, Ier. 14, 19.
Dein Schade ist verzweifelt Höfe, und deine Wunden sind unheilbar, Ier. 30, 12. 15. Dein Schade ist groß, wie ein Meer; wer kann dich heilen?
Klaget. 2, 13. Und bekümmert euch nichts um den Schaben Iofephs, Amos
6, S. (S. Joseph §. 2.)
Niemand wird um deinen Schaden trauern, Nah. 3, 19. (S. Kränken.)
z. 3. III) Der Abgang der Juden, wodurch sie in der Kirche eine leere Lücke gemacht; oder ihr Verlust, Einbuße, die sie durch Verstoßung des Evangeliums erlitten, Röm. 11, 12.
§. 4. a) Schaden bringen, b) leiden, c) nehmen, Sprw. 26, 6. d) thun, Ps. 35, 20.
a) Großer Grimm bringet Schaden. Sprw. 19, 19.
Der Gottlose bringet seinen Bürgen in Schaden, Sir.
29, 22.
b) Die Albernen gehen durch, und leiden Schaden, Sprw.
27, 12.
c) WaZ hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne, und nähme doch Schaden (Verlust) an seiner ^>eele, Matth.
16, 26.
d) Die mir übel wollen, reden, wie sie Schaden thun wollen, Pf. 38, 13.
Was trotzest du denn, du Tyrann, daß du kannst Schaden thun?
Pf. 52, 3.
Und war mächtig Schaden zu thun, ib. v. 9. (Er wollte durch
fein gestiftetes Unglück mächtig werden.) Er ließ'keinen Menschen ihnen Schaden thun, Ps. 105, 14. Sie (dir Hottlosen) ruhen nicht, sie haben denn Schaden gethan,
Spr.^. * ^6.
Füße, die behende sind Schaden zu thun, Sprw. 6, 18. Des Gottlosen Lust ist Schaden zu thun, Sprw. 12, 12. Ein bitterer Menfch trachtet Schaden zu thun, ib. c. 17, 11. Wer schnell ist mit Füßen, der thut Schaden (sündiget), ib. c.
19, 2.
Die Gottlosen denken nur Schaden zu thun, ib. c. 21, 12. Wehe denen, die Schaden zu thun trachten, Mich. 2, 1. Die Ohrenbläser thun ihnen selbst Schaden, Sir. 21, 32. Wohl dem ? wer mit seinen Reden leinen Schaden thut, ib. c.
25, 11.
Schädelstätte
Der Berg bei Golgatha, war vermuthlich die ordentliche Gerichtsstätte, wo die Uebelthäter abgethan wnrden; außerhalb Jerusalem, nordwestlich davon gelegen, und von den da liegenden Schädeln so benannt, Matth. 27, 33. Luc. 23, 33.
Schaden (Verbum)
Der Mund des Narren schadet ihm selbst, Sprw. 16, ?. vergl.
2 Sam. i, 16. Wenn ein Gottloser fromm wird, so soll es ihm nicht schaden,
daß er gottlos gewefen ist, Ezech. 33, 12. Schweigen schadet dir nicht, Sir. 19, 6. So sie etwas Tö'dtliches trinken, wird es ihnen nicht schaden,
Marc. 16, 18. Wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommt?
i Petr. 3, 13.
Schädlich
I) Das Schaden, Verderben, Unglück verursacht. II) Erfinder böser Tücke, Röm. 1, 30.
Schädliche Pestilenz, Ps. 91, 3.
Du wirst ja nimmermehr eins mit dem schädlichen Stuhl, Pf.
94, 20.
Gin lofer Mensch, ein schädlicher Mann, Sprw. 6, 12.
Ein Falscher gehorchet gerne schädlichen (die Ungltlck anstiften)
Zungen, Sprw. ^.7, 4. O weh ? der schädlichen Kinder, Gsa. i, 4. Paulus wurde als ein schädlicher Mann (wie eine Pest) verklagt,
A.G. 24, 5.
Schaf
Schädel
Hirnschale, Nicht. 9, 53. 2 Kön. 9, 35. 1 Chr. 10, 10.
z. 1. Ein reines, zum Opfer gebrauchtes und sonst nützliches Thier. (S. Hirte und Heerde.)
Schafe hatte Abraham, i Mos. 12, 16. c. 24, 35. Lot, c. 13,
5. Jacob, c. 30, 43. Nabal, i Sam. 25, 2. Hiob, c. 1, 3
c. 42, 12. Salomo, Pred. 2, ?. Rahel hütete ihres Vaters Schafe, 1 Mos. 29, 6. Moses des
Iethro, 2 Mos. 3, i. David seines Vaters, i Sam. 16, ii.
19. Pf. 78, 71. Von den Midianitern machte Israel Beute sechsmal hundert
taufend und 75000 Schafe, 4 Mos. 31, 32. Die Anger sind voll Schafe, Pf. 65, 14. Daß unsere Schafe tragen 1000 und 100000 auf unsern Dörfern,
Pf. 144, 13.
Auf deine Schafe habe Acht und nimm dich deiner Heerde an, Sprw. 27, 23.
Welcher ist unter euch, so er ein Schaf hat, das ihm am Sabbath in eine Grube fällt, der es nicht ergreife und aufhebe? Matth. 12, ii. 12.
Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe hätte, und Eins unter denfelben sich uerirrete 2c., Matth. 16, 12. Luc. 15, 4. (Le-zieht sich auf bußfertige Sünder.)
GOtt wird ihm ersehen ein Schaf zum Brandopfer, 1 Mos. 22, 8
Wer ein Schaf opfert, ist, als der einem Hunde den Hals bräche (d. i. sonst, wenn er okne die u. 2 geforderte wahre Vemnth und Ouße opfert, ist sein Opfer unrein), Esa. 66, 3.
Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern, den HGrrn zu suchen, aber nicht finden, Hss. 5, e.
Opferte Adonia, i Kön. i, 9. Salomo 120000, i Kön. 8 63. Assa 7000, 2 Chr. 15, ii :c.
z. 2. Sie sind ein Bild überhaupt a) der Men-schen. Diese sind von Natur einfältig, 1 Cor. 2, 14. trag, Luc. 24, 25. gerathen ohne GOttes Führung in die Irre, und in Gefahr, dem höllischen Wolf in die Klauen zu kommen, werden aber, wenn sie Buße thun, von Christo, dem ErzHirten, gesucht und aus aller Gefahr und Verderben errettet, b) Der Frommen und Glaubigen. Diese sind rein, Eph. 5, 26. geduldig, Röm. 12, 12. sanftmüthig, Röm. 12, 18. 19. genügsam, 1 Tim. 6, 6. gehorsam, Joh. 10, 27. mit dem Zeichen des Kreuzes bezeichnet, Matth. 10, 38. und werden endlich zur ewigen Ruhe gebracht. Israel war GOttes Eigenthum, und die Schafe seiner Weide, Ps. 74, 1. Ps. 79, 13. Eine kindliche Seele kennt und begehrt keine größere Seligkeit, als ein Schä'flem Christi zu sein.
Und nahm das Schaf des armen Mannes (Urias liebreichen Ehe-aalten), 2 Sam. 12, 4.