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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Schrift.
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Wirst du sie (die Wittwen) beleidigen: so werden sie zu mir
schreien, und ich werde ihr Schreien erhören, 3 Mos.
22, 23. Und der HErr erhörete unser Schreien, und sahe an unser
Elend, Angst und Noth, 9 Mos. 26, ?. Meinest du, daß GOtt sein Schreien (des Heuchlers) hören wird,
wenn die Angst über ihn kommt? Hiob 27, 9. Daß das Schreien der Armen mußte vor ihn kommen, und er
das Schreien der Elenden hörete, Hiob 34, 28. Vernimm mein Schreien, mein König und mein GOtt, Ps.
5, 2.
Er vergißt nicht das Schreien der Armen, Ps. 9, 13. Seine Ohren merken auf ihr (der Gerechten) Schreien, Ps.
34, 16. Höre mein Gebet, HErr, und vernimm mein Schreien, und
schweige nicht über meinen Thränen, Pf. 39, 13. Pf. 40, 2. Er thut, was die Gottesfürchtigen begehren, und höret ihr
Schreien, und hilft ihnen, Ps. 145, 19. Laß dein Schreien und Weinen, und die Thränen deiner Augen,
Ier. 31, 16. Verbirg deine Ohren nicht vor meinem Seufzen und Schreien
(mir Luft zn machen, meun ich schreie), Klagel. 3, 56.
Schrift
z. 1. Das, was geschrieben, 2 Mos. 32, 16. eingegraben worden, 2 Mos. 39, 30. Esr. 4, 7. (Von dem Schreiben Was, 2 Chr. 21, 12. S. Elias
z.2.)
§. 2. Die Schrift an der Wand in des nicht vollwichtigen (s. Leicht §. 1.) Vclsazers Saale war wohl nicht mit gar nnbekannten Bnchstaben geschrieben, sondern vermuthlich so in einander gezogen, daß sie Niemand zusammen bringen konnte, Dan. 5, 7. 8. 25. Die Morgenländer hatten dergleichen im Gebrauch, wie man noch auf türkischen Münzen sehen kann.
z. 3. Die heilige Schrift ist das von den Propheten und Aposteln durch Trieb des heiligen Geistes aufgezeichnete Wort Gottes, welches die Menschen von dem Wesen, Willen und Werken GOttes unterrichtet. (S. Oibel.) Wie möget ihr doch sagen: Wir wissen, waZ recht ist, und haben
die heilige Schrift vor uns? Ier. 8, 8. Wer die Schrift lernen soll, der kann keiner andern Arbeit warten, Sir. 36, 25. Sie (die Handwerksleute) können den Verstand nicht haben, die
Schrift zu lehren, ib. v. 36. Ihr irret und wisset die Schrift nicht, noch die Kraft GOttes,
Matth. 22, 29. Wie würde aber die Schrift erfüllet? Es muß also gehen,
Matth. 26, 54.
Heute ist die Schrift erfüllet vor euren Ohren, Luc. 4, 21. Und (er) fing an von Mose und allen Propheten, und legte
ihnen alle Schriften aus, die von ihm gesagt waren, Luc. 24,
27. 32. 4b.
Die Jünger glaubten der Schrift, Joh. 2, 22.
Suchet in der Schrift, Joh. V, 39. (S. Meinen §. 2.)
Wie kann dieser die Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat?
Joh. 7, 15. Wer an mich glaubet, wie die Schrift (Cft. 2, 1.) saget, von
deß Leibe 2c., Joh. 7, 38. Die Schrift lann nicht gebrochen (als irrig angegeben) weiden,
Joh. 10, 35. Die Thessalonicher forschten täglich in der Schrift, A.G.
17, 11.
Apollo, mächtig in der Schrift, A.G. 18, 24. Paulns erwies öffentlich durch die Schrift, daß IEfuZ der Christ
sei, A.G. 18, 29. Auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung
haben, Nöm, 15, 4. Daß Christus gestorben sel für unsere Sünde nach der Schrift,
1 Cor. 15, 3.
Und daß er begraben fei, und daß er auferstanden sei am dritten Tage nach der Schrift, ib. v. 4. Die Schrift hat es Alles beschlossen unter die Sünde, Gal. 2,
22. (S. Geschließm §. 3.) Weil du von Kindheit auf die heilige Schrift weißt, kann dich
diefelbe unterweisen zur Seligkeit; denn alle Schrift, von
GOtt eingegeben zc., 2 Tim. 3, 15. 16. Und die Todten wurden gerichtet nach der Schrift in den
Büchern nach ihren Werken, Offb. 20, 12.
§.4. Die apocryphischen Bücher werden zwar zur Erbauung gelesen, aber die Lehre zu beweisen, sind sie uicht gültig, weil ihnen die Bestätigung als
göttlicher Bücher durch Christi und der Apostel Erklärung fehlt; sie daher auch nicht, wie die kanonischen Bücher, im N. T. angeführt werden. Die kanonischen^ welche a) in Ansehung der Zeit in's Alte und Neue Testament, und b) in Ansehung der Materie in Gesetz, Propheten und Evaugelium eingetheilt werden, sind die einzige Regel, Gal. 1, 8. wonach alle anderen Bücher und Lehren zu beurtheilen sind, Gal. 6, 16. Phil. 3, 16. Denn sie haben ihren Ursprung von GOtt, 2 Tim. 3, 16. 2 Petr. 1, 21. A.G. 1, 16. und GOtt selbst hat durch die Verfasser des N. T., um das göttliche Ansehn zu bezeugen, sich auf das A. T. berufen lassen.
z. 5. Es ist zwar ein Werk außer GOtt, das allen drei Personen zukommt, dem Vater und Sohne, Ebr. 2, 4. doch wird es dem heiligen Geist besonders zugeschrieben, 2 Sam. 23. 2. dessen Triebe die heiligen Männer so unterworfen waren, daß sie nichts Anders schreiben konnten, als was er ihnen eingab.
§. 6. Den göttlichen Ursprung beweist a) das innerliche Zeugniß des heiligen Geistes, 1 Joh. 5, 6. b) das Zeugniß der Kirche, worin es lange Zeit mit Blut versiegelt wurde, Joh. 21, 24. Offb. 22, 17. c) die Wahrheit, d> die Heiligkeit, e) Hinlänglichkeit der Lehre zur Seligkeit, f) die majestätische Schreibart, g) das Alterthum, h) die Treue der Verfasser, i) die Wunder, k) die wundervolle Erhaltung bei dem Haß des Teufels und der Welt, vergl. z. 8.
8- 7. Das alte und neue Testament sind die beiden Mutterbrüste, woraus GOtt liebende Seelen den himmlischen Trost saugen und damit die Seelen erquicken; die Grundsäule unserer Hoffnung, und ein heller Strahl von uuserer ewigeu Seligkeit.
z. 8. Außer daß dieses Wort der Wahrheit, Joh. 17, 17. gewiß, Ps. 19, 8. und durchdringend, Joh. 6, 63. ist es auch I) deutlich, vornehmlich in den Stellen, welche vom Glauben unserer Rechtfertigung und der ewigen Seligkeit handeln, Ps. 119, 105. 2 Petr. 1, 19. 2 Cor. 4, 4. II) vollkommen und hinlänglich, im Glauben und Leben zu uuterrichten, 5 Mos. 4, 2. Offb. 22,18. Gal. 1, 8. a) weil es von GOtt eingegeben, 2 Tim. 3, 16. 17. b) weil es den Menschen durch den Geist GOttes vollkommen machen kann und zu allen guten Werken geschickt, 2 Tim. 3, 16. 17. 2 Petr. 1, 19. c) weil es den Menschen in Allem, was, um durch den Glauben die Seligkeit zu erlangen, nöthig ist, unterweiset, 2 Tim. 3,17. Röm. 1, 16. und also d) höchst nützlich, 2 Tim. 3,16.17. So wenig der Mensch der Speise entbehren kann zu des natürlichen Lebens Erhaltung, so wenig kann die Seele dieser geistlichen Speise entrathen. Es sind die Worte des Lebens, Joh. 6, 68. c.17,3.
§. 9. Die Schrift muß demnach von allen Menschen gelesen werden, a) weil alle Menschen natürlich verpflichtet, sich eine heilsame Erkenntniß zu erwerben; b) weil im A. T. Allen die Schrift zu lesen anbefohlen, 5 Mos. 6, 6. 7. c. 31, 11. "12. Esa. 34, 16. Joh. 5, 39. A.G. 17, 11. c) weil Christen das, was ihnen vorgesagt wird, steißig untersuchen sollen, damit sie nicht mit Scheinwahrheiten hintergangen werden, Matth. 7,15. 1 Joh. 4, 1. 1 Thess. 5, 21. d) GOtt hat aller Menschen Wohlfahrt damit berathen wollen, daher auch die Apostel an ganze Kirchen und alle Glieder derselben ihre Briefe geschrieben, und es ist demnach ganz un-