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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Söhnen ? Sonne.
Und wiewohl er GOttes Sohn war, hat er doch an dem, daß
er litte, Gehorsam aelernet, Ebr. 5, 8. Das saget der Sohn GOttes, der Augen hat wie Feuerflammen,
Offb. 2, 19.
§. 5. Wenn der Sohn von der Zukunft des jüngsten Tages nichts weiß, Marc. 13, 32. (Siehe Matth. 24, 36.) so ist dieses von seiner menschlichen Natur zu verstehen, insofern er sich des völligen Gebrauchs seiner mitgetheilten Allwissenheit freiwillig begeben, bis zn seiner Erhöhung, Phil. 2, 7. oder es ist: des Menschen Sohn, der Messias, welcher in seinem menschlichen Lehramte diesen Tag noch nicht kannte. Der Vater aber bedeutet in der angeführten Stelle nicht die erste Person, sonst hieß es mein Vater; sondern den Vater über Alles, nämlich den dreieinigen GOtt, Eph. 3, 15. c. 4, 6.
z. 6. Joh. 5, 19. Der Sohn kaun nichts ron ihm selbst thun ;c. Das bedeutet nicht, als ob Christi Allmacht etwas an Kraft abginge, sondern es ist von der Einigkeit des Wesens, Nawr und Willens zu verstehen, und heißt: der Sohn kann nie etwas, getreunt vom Vater, ohne seine Kraft, und nie ohne des Vaters Willen thun.
Söhnen, Söhnopfer
a) Einen befriedigen; b) aussöhnen, versöhnen.
Und womit soll ich (uer-)so'hnett, daß ihr das Grbtheil des
HErrn segnet? 2 Sam. 21, 3. Und wirb ein Unfall auf dich fallen, den du nicht (uer-)föhnen
kannst, Esa. 47, 11.
Scheltworte kann man (uer-)söhnen, Sir. 27, 23. Aufhören Unrecht zu thun, das ist ein rechtes Söhnopfer, Sir.
35, 5.
Sold
Nach dem Griechischen Zugemüse, das man zum Brode ißt. I) Was den Soldaten au Geld und Speise gereicht wird, Ezech. 29, 19. 1 Cor. 9, 7. II) Arbeiterlohn, 2 Cor. 11, 8. III) Der Sünden verdienter Lohn. Zeitlich und ewig müsseu sterben, welche der Sünde dienen.
Thut Niemand Gewalt noch Unrecht, und lafset euch begnügen
an eurem Sold, Luc. 3, 14. 3) Der Tod ist der Sünden Sold, Röm. 6, 23.
Soldat
Der Soldatenstand ist ein ehrwürdiger Stand; er verleitet an und für sich nicht zu einem frechen Leben; das Sprichwort: Nulia üäss pistasyus virig, qui castra gsyuuntur, gilt auch nicht von Allen. Denn wir finden bekehrte Soldaten in heiliger Schrift aufgezeichnet: z. V. der Hauptmann zu Capernaum, Matth. 8, 5. Der Hauptmann der bei dem Kreuze Christi die Wache hatte, Matth. 27, 54. Der Hauptmann von der welschen Schaar zu Cäsarieu, Cornelius, A.G. 10, 1. Diese Beispiele hat der heilige Geist mit Fleiß in der Schrift aufzeichnen lassen, um zu zeigen, daß kein Hinderniß des Standes so groß sei, welches die Gnade nicht überwinden könne. Indessen bleibt immer die Erscheinung, daß alle weltlichen Reiche eine bewaffnete Macht für ein unentbehrliches Bedürfniß erkennen, ein trauriges Zeichen von dem sittlichen Verfall des Menschen im Einzelnen und ganzer Völker in ihrem gegenseitigen Verhältniß, welches eigentlich eben darnach zwar nicht dsiwui, aber ein immerwährender 8taw3 Kolli ist.
Söller
Oberboden, Altan, der Saal auf dem platten Dache, oder ein einzelner Raum darauf; zu Ver-
sammlungen, auch zum Gebet gebraucht, Sir. 20, 20. A.G. 1, 13. c. 9, 37. 39. c. '10, 9. c. 20, 8. 9.
Sommer, Sommerftuchte :c.
8. 1. Er hat seinen Namen von Aufmachen, weil er das, was im Winter geschlafen, gleichsam erweckt.
So lange die Erde steht, soll nicht aufhören ? Sommer und
Winter, 1 Mos. 6, 22. Deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, baß mein
Saft vertrocknete, wie es im Sommer dürre wird, Ps.
32, 4.
Sommer und Winter machst du, Ps. 74, 17. Bereitet sie (die Ameise) doch ihr Brod im Sommer, Sprw. 6, 8.
c. 30, 25.
Wer im Sommer sammelt, der ist klug, Sprw. 10, 5. Die Ernte ist dahin, der Sommer ist vergangen, Ier. 8, 20. Ss wisset, daß der Sommer nahe ist, Matth. 24, 32. Sommerfrüchte, Ier. 40, 12.
§. 2. Sommerhaus Dau. 6, 10. und Sommer-laulie, Nicht. 3, 20. 24. waren solche Oerter oder Gemächer, worin man sich zur heißen Sommerzeit abkühlen und erfrischen konnte. Sommer» und Winterhaus, Amos 3, 15. sind alle Häuser, Palläste und Lusthauser.
Sonne
§. 1. I) Der vornehmste Körper an der Feste des Himmels, welcher ein Feuer, das über und über breunt, daß es also auf Erden scheint und den Tag regiert, 1 Mos. 1, 14. 15. Ps/136, 8. Ier. 31, 35.' (Sonne und Licht, Pred. 12, 2. S. Licht
8-7.)
Mich däuchte, die Sonne und der Mond und elf Sterne neigeten
sich vor mir, 1 Mos. 3?, 9. Nimm alle Obersten des Volks, und hänge sie dem HErrn an
die Sonne, 4 Mos. 25, 4. Sondern sollt ihm seinen Lohn des Tages geben, baß die Sonne
nicht darüber untergehe, 5 Mos. 24, 15. Morgen soll euch Hülfe geschehe»:, wenn die Sonne beginnet heiß
zu scheinen, 1 Sam. 11, 9. Er spricht zur Sonne, so gehet sie nicht auf, und versiegelt die
Sterne, Hiob 9, 7. Ich gehe schwarz einher, und brennet mich doch keine Sonne
nicht, Hiob 30, 28. Man wird dich fürchten, so lange die Sonne und der Mond
währet, Ps. 72, 5. Sein Name wird ewiglich bleiben; so lange die Sonne
währet, wird sein Name auf die Nachkommen reichen, Ps.
72, 17. Du machst, daß beides Sonne und Gestirn ihren gewissen Lauf
haben, Ps. 74, 16.
Die Sonne weiß ihren Niedergang, Ps. 104, 19. Lobet ihn, Sonne und Mond, Ps. 143, 3. Die Sonne geht auf und geht unter, Pred. 1, 5. Und geschieht nichts Neues unter der Sonne, Pred. 1, 9. Der Mond wird sich schämen, und die Sonne mit Schanden bestehen, Esa. 24, 23. (S. Mond §. 5.) Daß die Sonne (der Schatten von der Sonne Laus) zehn Linien
zurück laufen soll im Zeiger, Esa. 38, 8. Sir. 48, 3l». Was ist heller, denn die Sonne? Sir. 17, 30. Wie die Sonne, wenn sie aufgegangen ist, in dem hohen Himmel
des HErrn eine Zierde ist; also ist ein tugendsameZ Weib eine
Zierde in ihrem Haufe, Sir. 26, 21. Die Sonne giebt aller Welt Licht, Sir. 42, 16. Die Sonne, wenn sie aufgeht, verkündigt sie den Tag; sie ist
ein Wunderwerk des Höchsten, Sir. 43, 2. Er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und über die
Guten, Matth. S, 45. Und sollst blind sein, und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen,
A.G. 13, 11. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat
der Mond, 1 Cor. 15, 41. Lasset die Sonne nicht über euren Zorn untergehen, Eph.
4, 26.
Die Sonne geht auf mit der Hitze, Iac. i, 11. Und die Sonne verlor ihren Schein, Luc. 23, 45. Und die Stadt bedarf leiner Sonne, Offb. 21, 23. (S. Mond s. 5.)
z. 2. Die Sonne ist ein Feuerkörper, der 1400 tausendmal größer ist als die Erde, und in 25 Tagen und 10?14 Stunden sich um ihre Are walzt. Diese erstaunliche Größe, die Schöne, worin sie sich