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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Spmbel ? Spotten.
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Rehabeam schaffte Spieße in die Städte, 2 Chr. 11, 12. Usia
für das ganze Heer, c. 26, 14. Der den Kriegen steuert ? Spieße zerbricht, Pf. 46, 10. Da werden sie ihre Spieße zu Sicheln machen, Esa. 3, 4.
(S. MgsllMr.)
8. 2. GOtt soll seine hülfreiche Hand sehen lassen, und gleichsam mit seinem Kriegsgewehr anf die seinde Davids los gehen. Zücke den Spieß und schütze mich wider meine Verfolger, Ps.
35, 3.
z. 3. Damit werden die Zähne der Feinde Davids, Ps. 57, 5. und ein falscher Zenge verglichen.*
Die Worte der Weisen sind Spieße, Pred. 12, 11. oder Stacheln, weil sie in dem Herzen haften und einen so tiefen und bleibenden Eindruck selbst anch anf träge und vergeßliche Gemüther machen, daß man ihrer nicht los werden kann, und dadurch empfindlich an seine Schuld und Pflicht erinnert wird.
*Wer wider seinen Nächsien falsches Zeugniß redet, der ist ein Spieß, Sprw. 35, lg.
Spindel
Ihre (des tugendsümen Weibes) Finger fassen die Spindel, Sprw. 31, 19.
Spinne
Er (der Heuchler) bauet ein Haus wie eine Spinne, Hiob
27, 18.
Die Spinne wirkt mit ihren Händen (5Ußeu), und ist in der Könige Schlössern, Sprw. 30, »3.
Spinnen
Tobias Hausfrau ernährete ihn mit Spinnen, Tob. 2, 19. Sie (die Lilien) arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht, Matth. S, 29.
Spinnwebe
Mit dem Gcspinnst einer Spinne wird verglichen a) die Hoffnung des Heuchlers, l,) die Werkheiligkeit der boshaften und giftigen Pharisäer, Esa. 59, 5. 6.
Seine Zuversicht vergehet, und seine Hoffnung ist eine Spinn-webe, Hiob 8, 14.
Spitze
a) Der Verge Hügel, 1 Mos. 8, 5. 2 Mos. 17, 9. b) eines Thurms, 1 Mos. 11, 4. c) Leiter, 1 Mos. 28, 12. d) Stabes, Nicht. 6, 21. Ebr. 11, 21. e) von einem Haufen Volks, welches in Schlachtordnung gestellt, 5 Mos. 20, 9. Hiob 1,17. e) Siehe, mit uns ist an der Spitze GOtt und seine Priester,
8 Chr. 13, 1s.
Splitter
Kleine Fehler und Schwachheiten.
Wa5 siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge? «uc. s, 41. Matth. 7, 3.
Sponde
Spanbette. Gleichnißweise: Götzenaltar oder Tempel, worin man geistliche Hurerei, d. i. Abgötterei treibt, AmoS 3, 12.
Spott
8. 1. Schimpf. Höhnisches Gelächter, wenn man einen muthwillig durchzieht und hochmüthig verachtet.
5 Mos. 28, 37. 1 Sam. 31, 4. Ps. 123, 4. Esa. 45, 17. Laß mich nicht den (wie die) Narren (Gottlosen) ein Spott
werden, Ps. 39, 9. Du machst un5 zur Schmach unsern Nachbarn; zum Spott
und Hohn denen, die um uns her sind, Ps. 44, 14. Pf.
79, 4.
Die Stolzen haben ihren Spott an mir, Ps. 119, Si.
Ein Narr treibet Muthwillen, und hat noch dazu seinen Spott,
Sprw. 10, 23. Siehe, sie sollen zu Spott und zu Schanden werden Alle, die
dir gram sind, Efa. 41, 11. Denn du (Kirche) sollst nicht zu Spott werden, Esa. 54, 4.
(Es soll die Ausbreitung unter den Heide» Mlklich von
Statten gehen.) Der unrechtes Gut sammelt ? muß doch zuletzt Spott dazu
haben (au seinem Ende hiilt ihn Jedermann für einen Narren),
Ier. 17, 11. Jerusalem will GOtt zum Spott machen, Ier. 19, S. c. 22,
22. c. 25, 9. 13. Ezech. 22, 4. c. 23, 32. Moab, Ier.
48, 39. Babel, c. 60, 12.
Ich bin ein Spott allem meinem Volk, Klaget. 3, 14. Das ist der, welchen wir etwa (weiland) für einen Spott hatten,
und für ein höhnisches Beispiel, Wei5h. b, 3. Wo du deinen bösen Lüsten folgest. so wirst du dich deinen
Feinden selbst zum Spott machen, Sir. 13, 31. c. 23, 3.
8. 2. Von Christo, welcher auf alle Art und Weise verspottet worden, damit uns nicht, wegen unsrer Sünden, im Reiche der Finsterniß ewige Verspottung träfe. Seine Glieder werden ihm hierin ähnlich.'* Ruchlose Gemüther, welche sich von GOtt und seiner Furcht los gesagt, treiben mit dem Wort der Wahrheit ein Gespött, A.G. 2, 13. Ebr. 6, 6.**
Ich bin ein Wurm>und kein Mensch, ein Spott der Leute, und
Verachtung des Volks, Ps. 82, 7. Er ist seinen Nachbarn ein Spott geworden, Pf. 89, 42. Ich muß ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, schütteln sie
ihren Kopf, Pf. 109, 2S.
* Etliche haben Spott und Geißeln erlitten, Ebr. 11, 36.
** Siehe, sie halten des HGrrn Wort für einen Spott, und
wollen seiner nicht, Ier. s, 10. Da sie höreten die Auferstehung der Todten, da hatten es Etliche
ihren Spott, A.G. 17, 22. vergl. 1 Cor. 1, 23.
Spotten
z. 1. I) Von Menschen, a) Einen mit Worten verlachen, b) anf eine kindische, muthwillige, Hochmuth ige und schimpfliche Art mit etwas umgehen, und es verächtlich verlachen, welches auch unserm Heilande widerfahren.*
a) Elias die Baalspfaffen, 1 Kön. 18, 27.
b) Die zu Succoth den Gideon, Richt. 8, 16. 42. Knaben den Elifa, 2 Kön. 2, 33. das Volt die Propheten GOttes, 2 Chr. 26, is.
Tobias und Saneballat den Nehemia, Neh. 2, 19. c. 4, l.
Unsere Feinde spotten unserer, Ps. so, 7.
Täglich schmähen mich meine Feinde; und die mich spotten (ganz rasend auf mich losgehen), schwören bei mir, Pf. 102, 3.
Wer des Dürftigen spottet, der höhnet desselben Schöpfer, Sprw. 17, 5.
Ein loser Zeuge spottet des Rechts, Sprw. 19, 29.
So laßt nun euer Spotten, Esa. 23, 22.
Das Spotten (das Gtmurmel) der Lästerer wird «icht verborgen bleiben, Weish. 1, 10.
Spotte deines Vaters Gebrechen nicht, Sir. 3, 13. des Betrübten nicht, c. 7, 12.
Die Hosfärtigen höhnen und spotten; aber die Rache lauert auf sie, wie ein Löwe, Sir. 27, 31.
"Von den Kriegsknechten, Matth. 27, 29. von den Hohenpriestern, v. 41. von den Pharisäern, Luc. 16, 14. von den Obersten und dem Volk, Luc. 23, 35.
Alle, die mich sehen, spotten meiner, Pf. 22, 8.
Und (ob) ich (gleich) weine und faste bitterlich ; und man spottet meiner dazu, Pf. 69, 11.
8. 2. II) GOtt spotten geschieht entweder mit Worten, wenn man unehrerbietig, verächtlich über GOtt selbst, über GOttes Wort und über göttliche Dinge redet; oder mit der That, wenn man sich frech über seine Gebote wegsetzt, seine Drohungen für leere Worte hält, und so sich benimmt, als ob Einem GOtt gar nichts gälte. GOtt laßt fich nicht spotten;* er duldet dies nicht, sondern zieht die Gottlosen zu gerechter Strafe, und läßt, sowie sie ihn verachten, sie selbst in Spott und Verachtung, za ins Verderben gerathen, in das sie sich selbst gestürzt haben. (S. Lachen z. 3.)**
* Irret euch nicht, GOtt läßt sich nicht spotten, Gal. s, 7.