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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Stteitgenosse ? Stroh.
Streitgettosse
Einer, der nebst den Aposteln um des Evangeliums willen kämpft und siegt. Philein, v. 2.
Strenge
Schärfe, eine sclavische Behandlung, 3 Mos. 25, 43. 46. da man keine Liebe, Treue und Seelsorge snr die Heerde beweift, Gzcch. 34,4.
Streu
Stroh, das man dem Vieh unterstrent; Andere verstehen den Sattel, 1 Mos. 31, 34.
Streuen, s. Ausstreuen
a) Zerstreuen in alle Welt, 3 Mos. 26, 33. Ps. 106, 27. b) Aussäen, Esa. 28, 25. Matth. 25, 24. 26. c) Hervorbringen, c) Der Weisen Mund streuet guten Nath, Sprw. 15, 7.
Strick, s. Netz
§. 1. I) Mit Stricken pflegt man zu binden ?c. auch die Gefangenen, Ezech. 3, 25. II) Seile (Tauwerk), diese sind nach Esa. 33, 23. schon herunter gelassen, und wird also der Feinde Arbeit, die Kirche anzugreifen, vergeblich sciu, v. 21. III) Netz. Simson war mit zwei neuen Stricken gebunden, Richt. 15,
13. 14. c. 16, 11. 12.
Ieremias wird mit Stricken aus der Grube gezogen, Ier. 28. 13.
Unsere Seele ist entronnen, wie ein Vogel dem Strick des Voglers, Ps. 124, 7.
Wie ein Vogel zum Strick eilet, und weiß nicht, daß es ihm daZ Leben gilt, Sprw. 7, 23.
Auch weiß der Mensch seine Zeit nicht, wie ? die Vögel mit Stricken gefangen werden, Pred. 9, 12.
IEsus machte eine Geißel aus Stricken, Joh. 2, 15.
z. 2. Stricke an die Stadt werfen, 2 Sam. 17, 13. Es waren große Seile vorn mit eisernen Haken, welche an die Mauer geworfen wurden, damit sie Steine heraus rissen, und sich den Weg in die Stadt öffneten.
z. 3. IV) Fallstrick, Schade, Gefahr, Verderben, Untergang, Pred. 7, 27. V) Hinterlistige Nachstellungen, Ier. 18, 22. Wie Thiere mit dem Netz gefangen und erwürgt werden (s. Aergerniß z. 1.), Hos. 5, 1. Wnch. 14, 11.
Du sollst ihrer nicht schonen, und ihren Göttern nicht dienen.
Denn das würde dir ein Strick sein, 5 Mos. 7, 16. Ios.
33, 13. Richt. 2, 3. Der Strick wird seine Fersen (des Gottlosen) halten, Zioh
16, 9.
Darum bist du mit (Elend, als) Stricken umgeben, Ziob
22, 10.
Ihr Tisch müsse vor ihnen zum Strick werden, Pf. S9, 23.
Röm. 11, 9. (S. Tisch Z. 2.) Stacheln und Stricke sind auf dem Wege des Verkehrten, Sprw.
22, 5. Darum kommt über euch Einwohner deZ Landes Schrecken, Grube
und Strick (ein AuglNck Nber das andere), Esa. 24, 17. 13.
Ier. 43, 43. 44. Fliehe die Vuhlerin, daß du nicht in ihre Stricke fallest, Sir.
9, 3<
Die sich freuen, wenn es den Frommen übel geht, werden im
Strick gefangen, Sir. 27, 32. Sein Joch (des dösen Mnuls) ist eisern, und seine Stricke sind
ehern, Sir. 23, 24. 23. S. c. 51, 3. Er muß aber ein gutes Zeugniß haben von denen, die draußen
find, auf daß er nicht falle dem Lästerer in die Schmach und
Stricke (itlile Nachrede und Hinderniß seines Amts), 1 Tim.
3, 7. Die da reich werden wollen, fallen in Versuchung und Stricke,
i Tim. 6, 9. * Sie sind kiihn mit ihren bösen Anschlägen, und sagen, wie
sie Stricke legen wollen, Ps. 64, 6. Er errettet mich vom-Strick des Jägers, Ps. 91, 3. Die Gottlosen (die Hossärtige«, Pf. 140, 6.) legen mir Stricke,
Ps. 119, 110. Ps. 14Z, 4.
Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, Ps.
141, 9.
§. 4. Stricke der Sünde. Die Sünde fessctt den Sünder, daß er, von dem gerechten Nichter als ein Uebelthätcr dem Peiniger überantwortet, ewig gefangen sitzen muh.
Diö Missethat des Gottlosen wird ihn fangen; und er wird mit dem Strick seiner Sünde gehalten werden, Sprw. 5, 22.
§. S. Stricke des Teufels. Aus gottloser Lehr? und wüstem Leben kann sich der Mensch nicht leicht los reißen, sondern es sind Fesseln, womit ihn der Satan als ein nuvernünftiges Thier herum führt, und ins ewige Verderben schleppt.
Und wieder nüchtern würden aus des Teufels Strick, von den» sie gefangen sind zu seinem Willen, Z Tim. 2, 26.
z. 6. Stricke des Todes. Todesgefahren.
Der Hölle Bande umfingen mich: und des Todes Stricke überwältigten mich, Pf. 13, 6. 2 Sam. 22, 6. Pf. 110, 3.
Die Lehre des Weifen ist eine lebendige Quelle, zu meiden die Stricke deZ Todes, Sprw. 13, 14.
z. 7. VI) Ein Bild verdienter Todesstrafe, 1 Kön. 20, 31. 32.
§. 8. VII) Verstrickung und Beschwerung des Gewissens, 1 Cor. 7,35. ' VIII) Von der Zusam-menrottirung der Gottlosen. IX) Silberuer Strick. (S. Silbern.)
Es ist dem Menfchen ein Strick, das Heilige lästern, Sprw. 20, 25. (S. Heilige §. 2.)
* Wehe denen, die sich zusammen koppeln mit losen Stricken, Esa. S, 18. (S. Kapptlll.)
Strieme
Schläge und Streiche, A.G. 16, 33. sind ein Vild großer Strafen.*
Gleichwie ein Knecht, der oft gestäuvet wird, nicht ohne Striemen ist, also kann der auch nicht rein von Sünden sein, der oft schwöret, Sir. 23, 10.
Die Geißel macht Striemen, aber ein böses Maul zerschmettert Beine und Alles, Sir. 28, 21.
Wer seinem Kinde zu weich ist, der klagt seine Striemen, Sir. 30, 7.
* Wunde» und Striemen, und Eiterbeulen, die nicht geheftet sind, Esa. i, 6.
Stroh
z. 1. Strohhalme, weil sie leicht vom Wind zerstreut werden, und der Dürre wegen leicht verbrennen, Esa. 5, 24. Joel 3, 5. siud cin Vild a) des geschwinden Untergangs der Gottlosen, Esa. 25, 19.
Obad. 18.
Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns, 1 Mos. Z4, 25. 32.
S. Nicht. 19, 19. Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, daß
sie Ziegel brennm, wie bis anher, 2 Mos. 5, 7. 10. Er achtet Eisen, wie Stroh, Hiob 41, 18. n) Denn siehe, cs kommt ein Tag, der brennen soll, wie ein
Ofen, da werden alle Verächter und Gottlose Stroh sein, Mal.
4, i.
§. 2. b) Vetriiglicher und nichtiger Anschläge, Nah. 1, 10. (S. Fehl §. 2.) c) Der Lehre falscher Propheten.
b) Mit Stroh gehet ihv schwanger, Stoppeln gebäret ihr, Esa. 33, 11.
c) Wie reimt sich Stroh und Weizen zusammen, Ier. 23, 39.
§. 3. Löwen werden Stroh essen, wie Achsr»!, Esa. 11, 7. Juden und Heiden wcrdcu durch die Kraft des Evangeliums vereiut friedlich zusammeu-lebeu; rohe Völker werden ihre Wildheit ablegen. Nach A. ist es dichterisches Vild, vom Paradiese hergenommen, um die Glückseligkeit der messiauischcn Zeit, oder der ciust erneuerten Erde anzuzeigen.