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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Teufel.
die Schrift den Satan als einen geschaffenen und in der Zeit von GOtt abgefallenen Geist (Joh. 8, 44. er ist nicht bestanden in der Wahrheit, 2 Petr. 2, 4. Vr. Ind. 6.) darstellt, anch weit entfernt ist, ihm die Schöpfung eines bösen Geister-reiches zuzuschreiben; unterscheidet sie sich wesentlich von der Lehre des Zendavesta. Daß aber Christus den Satan durchaus nicht als bloße symbolische Darstellung des Sittlichbösen gebrancht, sondern ihm reelle persönliche Subsistenz zuschreibt, lehreuJoh.
I. o. Matth. 13, 39. c. 25, 41. 2 Cor. 11, 14. und Iac. 2, 19. augenscheinlich; wo dem Satan Prädicate gegeben werden, welche auf eine abstracte Idee gar nicht passen, sondern nur auf ein Coucret. ? Die Lehre JEsu und der Apostel aber zu einer bloßen Vcqmmung zn jüoischenVolksideen zn machen, entbehrt alles Beweises und ist eine willkürliche, bloß dem Zeitgeist zu Liebe erfuudene Hypothese. Dagegen sprechen dafür, daß Christus diese Lehre als ernste Wahrheit vorträgt, die bündigsten Beweise. Vergl. den noch von keinem widerlegten Mosheim in der Sittenlehre I. 445?50. ^c?^ 0pu8o. ^.o.
II. 437.
Und sie opferten ihre Söhne und ihre Töchter den Teufeln, Pf.
106, 37.
Aber durch des Teufels Neid ist der Tod in die Welt gekommen, Weish. 2, 24.
Höre zu, ich will dir sagen, über welche der Teufel Gewalt hat. Tob. S, 17.
Da ward IEfuZ vom Geist in die Wüste geführet, auf daß er von dem Teufel versucht würde, Matth. 4, i. in die heilige Stadt, v. 5. auf einen hohen Berg, v. 8. S. Luc. 4, 2. 3 lc.
Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Matth.
7, 22.
Er treibet die Teufel aus durch der Teufel Obersten, Matth.
9, 34.
Machet die Kranken gesund ? treibet die Teufel aus, Matth.
10, 8.
So sagen sie von Johanne: er hat den Teufel, Matth.
11, 18.
So ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben
sie eure Kinder aus? Matth. 12, 27. 28. Der Feind, der sie säet, ist der Teufel, Watth. 13, 39. Meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget, Matth.
15, 22. Gehet hin von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das
bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln, Matth. 25, 41. Und daß sie Macht hatten, die Seuchen zu heilen, und die Teufel auszutreiben, Marc. 3, 15. c. 6, 13. Luc. 9, 1. Meister, wir sahen einen, der trieb Teufel aus in deinem Namen,
Marc. 9, 38. In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen
Zungen reden, Marc. 16, 17. Darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren
Herzen, Luc. 8, 12. HErr, es sind uns auch die Teufel Unterthan in deinem Namen,
Luc. 10, 17. Siehe, ich treibe die Teufel aus, und mache gesund heut und
morgen, Luc. 13, 32. A.G. 10, 38. Du hast den Teufel. Wer suchet dich zu todten? Joh. 7, 20.
c. 8, 43. 52. c. 10, 20. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters
Lust wollet ihr thun, Joh. 6, 44. Ziehet an den Harnisch GOttes, daß ihr bestehen könnet gegen
die listigen Anläufe des Teufels, Eph. 6, 11. Und wieder nüchtern würden aus des Teufels Strick, 2 Tim.
2, 26. Seid nüchtern und wachet, denn euer Widerfacher, der Teufel
gehet umher, wie ein brüllender Löwe, und suchet, welchen er
verschlinge, 1 Petr. S, 8. Wer Sünde thut, der ist vom Teufel, denn der Teufet sündiget
vom Anfang, 1 Joh. 3, 8. 10. Auf daß er durch den Tod die Macht nehme dem, der deZ Todes
Gewalt hatte, d. i. dem Teufel, Ebr. 2, 14. Du glaubst, daß ein einiger GOtt ist: du thust wohl daran;
die Teufel glauben es auch, und zittern, Iac. 2, 19. So seid nun GOtt unterthänig, widerstehet dem Teufel, so fliehet
er von euch, Iac. 4, 7. Der Teufel wird Etliche von euch ins Gefängniß werfen, Offb.
2, 10. Es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die
da heißt der Teufel und Satanas, Offb. 12, 9. Wehe deuen, die auf Erden wohnen und auf dem Mcer^ denn
der Teufel kommt zu euch hinab, und hat einen großen Zorn und weiß, daß er wenig Zeit hat, Offb. 12, 12.
Und er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und der Satan, und band ihn 1000 Jahre, Offb. 20, 2. (S. Erst §. 4.)
Und der Teufel, der sie verführete, ward geworfen in den feurigen Pfuhl, Offb. 20, 10.
§. 2. Teuselstisch, Teufelskelch, 1 Cor. 10, 20. 21. sind die Mahlzeiten, die vom und bei dem Götzenopfer angestellt wurden.
§. 3. II) Der einen teuflischen Sinn, Joh. 13, 2. Unart und Herz hat, der Verrätherci und Ver-läumdung schon bei sich begeht, und also nicht unter die Gläubigeil oder Erwählten zum beständigen Apostelamt/Gnade und Seligkeit zu zählen. Tcu-felskind, A.G. 13, 10.
Habe ich nicht euch Zwölfe erwählt? und eurer Einer ist ein Teufel, Joh. 6, 70.
z. 4. Der Teufel (§. 1.) führt wegen seiner Arglist den Namen einer Schlange, Esa. 27, 1. wegen der Grausamkeit des Löwen, 1 Petr. 5, 8. wegeu der Macht, eines Gewappneten, Luc/11, 21. wegeu der Verführung der ersten Menschen, und weil er dadurch Urheber der Sünde und des Todes geworden ist, Menschenmörder, Lügner, und Va» ter der Lüge, d. h. Urheber der Verführung, Joh. 8, 44. und wegeu seines Reiches in den Kindern des Unglaubens, eines Fürsten, Joh. 12, 31. und GDttes der Wett, 2 Cor. 4, 4. Daß er, wie auch sein Name lautet, ein Verlämnber sei, hat er an dem allerheiligsten Wesen, 1 Mos. 3, 1 f. und an Hiob c. 1, 11. bewiesen und thut es noch täglich an allen Menschen, Offb. 12, 1<X Seine hinterlistigen Nachstellungen und Lockspeisen, wenn er z. B. durch die Vorstellung einer anmnthigeu Gestalt die Keuschheit zu verletzeu, durch eine schöue Musik die Fassnng des Gemüths zu verrücken ?c. sncht, machen ihn zu einem abgesagten Feinde der Men-schen, der sie zur Sünde zu verführen sucht, z. B.
Den Cain zum Mord, 1 Mos. 4, 7. David das Volk zu zählen, 2 Sam. 24, 1. den Petrus in sein Sieb zu bringen, Luc. 22, 31. den Judas Christum zu verrathen, Joh. 13, 2. den Ananias, daß er dem heiligen Geist log, A.G. 5, 2. 3.
§. 5. Ohne GOttes Willen hat er keine Macht, Offb. 20, 1. daß er aber dem Teufel, der die Gottlosen au seiuen Stricken nach seinem Willen herumführt, zuläßt, auch die Frommen zu versuchen, das überlassen die Stillen im Lande seinem heiligen Willen, trösten sich aus Rom. 8, 27. und beherzigen die trefflichen Vortheile, welche ihnen aus dem Kreuz und Leiden zuwachsen. Denn
a) Sie lernen die Kraft der Sünde, 1 Cor. 15, 56. b) die Hoheit des Leidens Christi erkennen, Pf. 22, 2. c) werden dem Goendilde Christi ähnlich, Röm. 8, 29. d) kosten die Trostquellen des Worts, Esa. Si, 12. e) üben sich im Glauben, Liebe, Hoffnung und Demuth, 2 Petr. 1, 7. f) werden desto kräftiger getröstet, 2 Cor. 5, s. und g) im ewigen Leben desto herrlicher, Röm. 8, 17.
z. 6. Ob schon ein Kind GOttes wciß, daß der hollifche Löwe ihm nicht schaden kann, wie er will, Hiob 1, 12. c. 2, 6. Luc, 23, 32. so waffuet es sich doch a) mit der Rüstung aus Christi Zeughaus, Eph. 6, 11 f. b) betet, Matth. 26, 41. c) ist nüchtern und wachet, 1 Petr. 5, 8. d) glaubet, 1 Petr. 5, 8. e) meidet die Sünde, 1 Joh. 3, 8. 9. überwindet alle geistlichen Feinde durch des Lammes Blut, Offb. 12, 11. und ruft: GM sei Dank 2c., 1 Cor. 15, 57.
z. 7. Von seiner Gewalt siud die Gläubigen befreit, 1 Joh. 5, 18. a) nicht, als weun nuu gar kein Tenfel wäre, 1 Petr. 5, 8. oder der Teufel sie nicht versuchen, sichteu odcr sie plagen und