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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Thränenbrod ? Thun.
Laßt uns das leid sein und Gnade suchen mit Thränen, Judith
8, 12. Ich zweifle nicht, daß GOtt meine heißen Thränen und Gebet
erhöret habe, Tob. 7, 13. Wenn man das Auge drückt, so gehen Thränen heraus, Sir.
22, 23. Die Thränen der Wittwen stießen wohl die Vacken herab; sie
schreien aber über sich wider den, der sie herausbringet, Sir.
35, 19.
Die Sünderin netzte IEsn Füße mit Thränen, Luc. 7, 33. 44. Paulus hat dem HErrn gedienet mit Thränen, A.G. 20, 19.
einen Jeglichen mit Thränen vermahnt, v. 31. den Corin-
thern mit Thränen geschrieben, 2 Cor. 2, 4. Er (Esnu) fand keinen Naum zur Buße, wiewohl er sie mit
Thränen suchte. Ebr. 12, 17. (S. Luße Z. 11.) Und GOtt wird abwischen alle Thränen von ihren Augen, Offb.
7, 17. c. 21, 4.
8. 2. II) Die flüssige Materie, welche ans den Saftgewächsen durch die Presse herausgedrückt wird, 2 Mos. 22, 29.
z. 3. Mit Thränen fängt der Mensch das Leben an, Weish. 7, 3. und legt dadurch ein Zeugniß des angetretenen Elends ab. (VaSiw<M locum luAudri complßt, nt a6^uum 63t Huoi tantum in vita rs-Ltat transirb maloruiu ^oz-ei. äs Rsr. Nat. V. 227.) Ihrem sittlichen Werthe nach sind die Thränen sehr verschiedener Art. Es kann viel Unlauter-keitund Selbsttäuschung dabeisein: s. Aooüe/tmoalM Uaximo8 ui-. 240, 384, 395. Aeoks,- Ncmuöci'itg M^l. xar 8a We, p. 102?105. Wenn sie ans Verstellung vergossen werden, so sind es Crocodils-Thränen, und Ismaels Art, Ier. 41, 6. Die Thränen aber der Bedrängten, Pred. 4, 1. Sir. 35,18. der Armen, 1 Sam. 30, 4. der Kranken, Hiob 16, 16. Esa. 38, 5. der Leidtragenden, 2 Sam. 1, 17. Luc. 7, 12. der Mitleidenden, Röm. 12, 15. Luc. 23, 28. der Eifernden, Ps. 119, 136. der Liebe, A.G. 20, 31 :c. und besonders die Dust-thränen, Luc. 7, 33. c. 22, 62. wcun sie aus eiuem aufrichtigen Herzen steigen und vergossen werden, um zu bezeugen, die Reue des Herzens, Joel 2, 13. seine Demuth, Esr. 9, 6. Dau. 9, 18. und das feste Vertrauen auf GOttes Gnade, Ps. 6, 9. Offb. 7, 17. so erleichtern sie das Herz, sind der Schlüssel zum erzüruten, aber auch erbarmungs-vollcu Herzen GOttes, daß er sie in seinen Sack faßt, Ps. 56, 9. darnach die Weinenden mit Freu-dcu überschüttet, Ps. 30, 6. c. 126, 5. 6. und tröstend spricht: Weine nicht! Luc. 7, 13. ja eudlich sie alle abwischt von ihren Augen, Offb. 21, 4. ?Eiue redliche Thräne des Mitleids (ist) Einer Welt gleich, verdiene du sie wciueu zu lernen." Mopstock Mcss. VII. 23. '^/«^oe ck' «(,i6a^L5 a^65. Doch sind sie nicht unerläßlicher Maßstab des Herzens, und nicht zu erzwingen. <7as5ia?i. OoUat. IX. c. 28?30.
§. 4. Von Christo, der ewigen Liebe, lesen wir nicht in der Schrift, daß er jemals gelacht; aber dreimal Thränen vergossen: 1) bei dem Grabe des Lazarus, 2) über Jerusalem, und 3) am Tage sei-ucs Fleisches, Ebr. 5, 7. Jenes waren Mitleids- und Liebesthränen, Joh. 11, 35. 36. (Unnatürlich Fan'l. H/tt?/n. äs (5iÄt. ^ot. Opp. II. 29. sä. Harn. oö'x
c>'«<7x«^xo^), das andere Mitleids- und zur Buße lockende Thränen, Luc. 19, 41. 42. vergl. Matth. 23, 37. und dieses Versöhuungs-, 2 Cor. 5, 19. und Genugthunngsthränen, 1 Tim. 2, 5. Ach, daß doch diese, da sie der Welt Heil und Freude siud, bei allen Menschen uugeheuchelte Liebes- und Vuß-thränen erwecken möchten, damit Keiner dort in der Flamme ewig und zwar vergeblich, henlen müsse, Matth. 8, 12.
Thränenbrod
Ist, wenn Jemand in einem so elenden Zustaude steht, daß er mit Vergießung vieler Thräuen sein Brod ißt, und seinen Trank damit vermischt. Speiset dich GOtt hier in dieser Zeit mit Thräuenbrod, Ps. 42, 4. denke, wenn du mit Thränen säest, daß du mit Freuden ernten wirst, Ps. 126, 5. (Siehe Asche §. 3.) Du speisest sie mit Thränenbrod, und tränkest sie mit großem
Maaß voll Thränen, Ps. L0, s.
Thränenquelle
Wenn die Ebräer einen großen Jammer beweinen wollten, so wünschten sie:
Ach, daß ich Wasser genug hätte in meinem Haupte, und meine Augen Thrä'nencMllen wären, daß ich Tag und Nacht beweinen möchte die Erschlagenen in meinem Volt, Ier. 9,
Thron, s. Stuhl
§. 1. a) Von Menschen. I) ein königlicher Stuhl, Ion. 3, 6. II) Köuigliches Auschu, Gewalt und Herrschaft.
Durch Gerechtigkeit wird der Thron bestätiget, Sprw. 16, 13. c. 25, 5. durch Frömmigkeit, c. 20, 86.
Ein König, der die Armen treulich richtet, deß Thron wird ewiglich bestehen, Sprw. 29, 14.
Ich bin GOtt, ich sitze im Thron GOttes, mitten auf dem Meer (rühmt ftch Tyrns), Ezech. 28, 2.
§. 2. t>) Von GDtt. Er sitzet im I) Himmel, Weish. 9, 10. c. 18, 15. und ist vou majestätischer Herrlichkeit und unparteiisch im Nichten. II) Der Tempel zu Jerusalem, Ier. 3, 17. Ezech. 43, 7. Von seinem festen Thron siehet er auf Alle, die auf Erden wohnen, Ps. 33, 14. Aber du, HErr, der du ewiglich bleibest, und dein Thron für
und für, Klagel. S, 19. Der Zcmah ? wird herrfchen auf seinem Thron, Zach.
6, 13.
Der auf seinem Thron sitzet, ein herrfchender GOtt, Sir.
i, 8. Laß den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden, Ier.
14, 31.
Der Thron göttlicher Ehre ist allezeit fest geblieben, ib. c.
17, 12.
§. 3. c) Von Engeln, Col. 1, 16. weil sie in dem ihueu angewiesenen Wirkungskreis einen herrschenden Einfluß haben, und öfters als Köuige, in Regierung und Erhaltung der Länder vou GOtt gebraucht'werden, z. B. Zach 2, 3 f. A.: Alles, auch weltliche Reiche, siud von GOtt in Beziehung auf Christum gestiftet; er ist der Mittelpunkt von Allem; seinem Reiche soll AlleS, auch die bürgerliche Ordnung dienen.
l. Thubal; 2. Thubalkain
1) Weltlich. Ein Sohn Iaphets, 1 Mos. 10, 2. vou dem die Ionier und scythischeu Völker, Ezech. 27, 13. 2) Des Erdreichs Besitzer, Lamechs Sohn, 1 Mos. 4, 22.
Thun (vorduin)
z. 1. a) Von GOtt; dieser ist von unendlicher Macht, und ein gerechter Nichter. Finde ich dreißig darinnen, fo will ich ihnen nichts thun, i Mos.
18, 30.
Wer hat dem Menfchen den Mund geschaffen? ? Habe ich es
nicht gethan, der HErr? 2 Mos. 4, 11. Nun sollst du fehen, was ich Pharao thun werde, Z Mos.
s, 1. Morgen wird der HErr solches auf Erden (Vgypten) thun, 2 Mos.
9, 5. 6. Ich will euch thun, wie ihr vor meinen Ohren gefagt habt, 4 Mos.
14, 86.
Sollte er etwas sagen, und nicht thun? Sollte er etwas reden, und nicht halten? 4 Mos. 83, 19.