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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Toll ? Trachten.
z. 2. Vorsätzlicher Todtschlag soll am Leben gestraft werden, 2 Mos. 21, 12. ein uuverseheücr aber nicht, v. 13. denen waren die Frcistädte verordnet, 4 Mos. 35, 6. 11. 12. Ios. 20, 3. Todt-schläqer sind vom Reich GOttes ausgeschlossen.
Den Verzagten aber ? und Todtschlägern ? deren Theil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennet, Offd. 21, 8.
Draußen sind die Hunde, die Zauberer und die Zurer, und die Todtschläger, ib. c. 22, 15.
Toll, s. Thöricht
In Besorgung geistlicher und weltlicher Dinge in so hohem Grade unWeise, daß es scheint, als ob der Mensch seinen Verstand nicht habe oder gebrauche.
Dankest du alfo deinem GOtt, du toll und thöricht Volk? 5 Mos. 32, 6.
Einen Tollen erwürget wohl der Zorn, Hiob 5, 2.
Ich sahe einen Tollen eingewurzelt, und ich fluchte plötzlich seinem Hause, ib. v. 3.
Er führet die Klugen wie einen Raub, und machet die Nichter toll, Hiob 12, 17. (Die Weissnger, Efa. 44, 25.)
Ich sprach zum Lachen: du bist toll, Pred. 2, 3.
Aber mein Volk ist toll, und glaubet mir nicht, Ier. 4, 22. c. 5, 21.
Wehe den tollen Propheten, Ezech. 13, 3.
Hurerei, Wein und Most macht toll (nehmen den gesunden Ver-stand me«), Hos. 4, 11.
Israel läuft wie eine tolle Kuh (die das Jach nicht leiden will und nicht zu bändigen ist), Hof. 4, 16.
Die Trunkenheit macht einen tollen Narren noch toller, Sir.
31, 37.
Der tolle Pöbel zu Sichem, Sir. 50, 29.
Tollkühn
Wer sich bei einer Widerwärtigkeit aller Gefahr entschlägt, ist verwegen.
Wandere nicht mit einem Tollkühnen, daß er dich nicht m Unglück bringe, Sir. 8, 18.
Ton, Tönen
Tönen, a) der Trommeten oder Posaunen, 1 Cor. 14, 8. Schall hören lassen, 2 Mos. 19, 13. Ios. 6, 5. Esa. 42, 13. t») janchzen oder überlaut schreien, Esr. 3, 11. 1 Sam. 4, 5.
Wenn ich mit Menschen- und mit Engel-Zungen redete, und hatte der Liebe nicht, so wär ich ein tönendes Erz, i Cor. 13, I.
Tonne
Ein Vath, dasselbe, was bei trocknen Dingen das Epha --- 432 Eierschaalm, ? Eine attische Amphora, also ungefähr V4 Eimer. Er sprach: 100 Tonnen OelZ, Luc. 16, 6.
Topaser
Ein Edelstein, 2 Mos. 28, 17. Hiob 28, 19. >. 28, 13. Offb. 21, 20.
Topf
Ein Vild a) der Juden, welche so oft Abgötterei trieben;* ja aller Menschen, welche ihrem Schöpfer durch den Fall mißriethen; b) der Stadt Jerusalem, Ezech. 11, 3. 7. wir sind das Fleisch, d. i. sie ist nns gegeben, daß wir darin wohnen, bleiben und unsre Bequemlichkeit gebrauchen sollen. O Mann GOtteZ, der Tod im Topf! 2 Kön. 4, 40. Wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen, Ps. 2, 9. Und ihre Hände der Töpfe (A.: des Kordes, worin sie Leimen
zum Iiegelbrennen tragen mußten) los wurden, Pf. 81, 7. Der Faule verbirgt seine Hand im Topfe, Sprw. 19, 24. Ich sehe einen heißen siedenden Topf von Mitternacht her, Ier.
1, 13.
Alle Angesicht« sind so bleich wie die Töpfe, Joel 2, e. Nah.
2, 10.
Des Narren Herz ist wie ein Topf, der rinnet, Sir. 21, 17. * Und der Topf, den er au? dem Thon machte, mißrieth ihm unter den Händen, Ier. 18, 4.
Töpfer
1) Welcher ans Thon ein gewisses Gefäß macht, Icr. 19, 11. Klagel. 4, 2. 2) GOtt unser Schöpfer.
Gleich als wenn des Töpfers Thon gedächte, und ein Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht, Efa. 29, 16.
Spricht auch der Thon zu seinem Töpfer: Was machst du? Esa. 45, 9.
Wir sind Thon, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk, Esa. 64, 8.
Siehe, wie der Thon ist in des Töpfers Hand, alfo seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand, Ier. 18, S. Sir. 33, 13.
Wirf es hin, daß es dcm Töpfer gegeben werde, Zach. 11, 13.
Ein Töpfer, der dcn weichen Thon mit Mühe ardeitet, macht allerlei Gefäß zu unserm Vmuch, Wcish. 15, 7.
Also ein Töpfer, der muß bei semcr Arbeit sein, Sir. 36, 32.
Hat nicht ein Töpfer Macht aus Einem Klumpen zu machen ein Faß Zu Ehren, und das andere zu Unehreu? Röm. 9, 21. (Schließt nicht die unbedingte Bestimmung zum Vösen oder zum Guten in sich, sondern die zur Herzensbildung mehr oder weniger günstige äußere Lage, wobei aber ^ Tim. 2, 20. 21.1 der Mcnfch sich selbst bestimmen kann.)
Und er soll sie weiden mit der eisernen Ruthe, und wie eines Töpfers Gefäß soll er sie zerschmeißen, Offb. 2, 27.
Töpfersacker
Matth. 27, 7. 10. Daß er einem Töpfer zugehört, ist aus Zach. 11, 12. 13. zu schließen; daß aber statt Zacharias Ieremias steht, davon f. Sa-gen z. 2.
Tophet
Trommel. Ein Ort im Thal Hinnom bei Ieru-salem, Ios. 15, 8. wo die Isracliten dem Moloch ihre Kinder vcrbrauuten, und das daher für unrein galt, 2 Kön. 23, 10. Ier. 7, 31. 32. c. 19,11.12.
Trabanten
Aus dergleichen Soldaten bestand die königliche Leibgarde, 1 Sam. 22, 17. 2 Sam. 15, 1. 1 Kön. 1, 5.
Trabern, s. Trebern Trachonitis
Steinigtes Gebirge. Eine Landschaft im halben Stamm Manasse, zur Zeit Christi ein besonderes Fürstenthum, zur Tctrarchie des Philippus, Sohn Hcrodes des Großen gehörig; der nordöstliche District des Ostjoroaulandes, größtentheils im Gebirge An-tilibanus gelegen, nordöstlich von den Zehnstädten, Luc. 3,1.
Trachten
§. 1. S. a) Darnach trachten, b) Mit allem Fleiß etwas zu erhalten uno zu besitzen sucheu.
Pharao nach Moses, ihn zu erwürgen, 2 Mos. 2, 15. Saul David zu fällen, 1 Sam. 19, 25. mit dem Spief; an die Wand zu spießen, c. 19, 10. Salomo Ierobeam zu todten, 1 Kön. 11, 40. Haman die Juden zu vertilgen, Eph. 3, 6. die Schriftgelehrten IGsum zu todten, Marc. 11, 18.
Die Gottlosen (ein bitterer Mensch, Sprw. 17, 11.) trachten Schaden zu thun, Pf. 35, 20. Pf. 36, 5.
Deine Zunge trachtet nach Schaden, Pf. 52, 4.
Trachtet nach Recht, Esa. 1, 17. wie der Messias, c. 16, 5.
Laß dich nicht irren, wie die Gottlosen nach Gut trachten, Sir. 11, 20.
Nach solchem Allen trachten die Heiden, Matth. 6, 32.
Trachtet am ersten nach dem Reiche GOttes, Matth. 6, 33.
Preis und Ehre ? denen, die mit Geduld in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben, Röm. 2, 7.
Trachtet nicht nach hohen Dingen, Rom. 12, 16.
Die Liebe trachtet nicht nach Schaden, 1 Cor. 13, 5.
Trachtet nach dem, das droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist, Col. 3, 2.
§. 2. c) Von bösen Gedanken, Sprw. 6, 14. Esa. 59, 13. d) alle bösen Bewegungen im Herzen,