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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Trunkenheit ? Tücke.
und verschlemmt, Esa. 19, 14. 1 Cor. 5, 11. sondern auch, wer solche Gesellschaften liebt und denen beiwohnt.
Dieser unser Sohn ist eigenwillig ? und ist ein Schlemmer
und Trunkenbold, 5 Mos. 21, 30. Werden das Reich GOtteZ nicht ererben, 1 Cor. 6, 10.
Trunkenheit
§. 1. Das Laster, wo man in solchem Uebermaße dem Gcnnß bcranschendcr Getränke sich ergiebt, daß man dadurch seiner Besonnenheit beraubt, und zum Gebet und seiner Berufsarbeit untüchtig wird.
Die Trunkenheit macht einen tollen Narren noch toller, Sir. 31, 37.
Vs ist genug, daß wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht haben nach heidnischem Willen ? in Trunkenheit, i Petr. 4, 3.
§. 2. Essen, Trinken und Fröhlichscin ist nicht verboten, Tob. 9, 12. Wer aber alle Tage in Trunkenheit lebt, wer seine Gedanken auf Volle-rei richtet, der ist unter des Teufels Tyrannei gerathen. Chrysost. Rnd wer einen Andern nö-thigti dafz er mehr trinkt, als ihm nütze, sündigt cdcn so sehr, als wenn er ihn tödtet. Denn durch das Voll saufen tödtet er seine Seele. Angnstin.
§. 3. Ob anch schon ein Vieh nicht mehr sanft, als seiner Natnr znträglich, so war doch diese heidnische Pest, 1 Petr. 4. 3. schon vor der Sündflnth cingerissen, Matth. 24, 38. und ist hent zn Tage so gemein, daß man überall schreien hört: Kommt her, lasset ? uns vollsanfen )c., Esa. 56, 12. Das heißt, aus vernünftigen Menschen Unmenschen machen, und wider die Pflicht, daß man sich immer vollkommener machen soll, freventlich handeln; denn durch das Sanfen richtet der Mensch seine Gesundheit zn Grnnde.
F. 4. Weinreben tragen dem Mißbranch dreierlei Tranben: Wollust, Trunkenheit und Unlust. Es ist daher dieses abscheuliche Laster, als die Mntter vieler Sünden, Sprw. 23, 29 f. a) von GOtt, besonders den Priestern, 3 Mos. 10, 9. 1 Tim. 3, 3. verboten, Cph. 5, 18. und o) mit der Todesstrafe zn belegen befohlen, 5 Mos. 21, 20. worden. Der Schade, der darans entsteht, ist mehr als zn groß. Denn die Trunkenheit schadet 1) dem natürlichen Leibes- und Seelenwohl, indem sie die Gesundheit nntcrgräbt, Sir. 31, 30: eine Mntter vieler Krankheiten ist, die Geisteskräfte schwächt, den Verstand verkehrt, Sir. 19, 2. ja den Menschen um Leib und Leben bringt.* ? 2) Sie zerrüttet das häusliche und bürgerliche Wohl, verleitet zn Verschwendung, zerstreuet Habe und Gut, Sir. 19, 1. erzeugt ein nnordentliches Wesen, Eph. 5, 18. Vernachlässigung der Vernfsarbcit, vernichtet das eheliche Glück, stürzt ganze Familien in unabsehliches Elend und zieht Verachtung und Schmach zn. ? 3) Sie schändet den Menschen, daß er sich unter das Thier herabwürdigt, macht lose Leute, Sprw. 20, 1. gebiert viele Laster und Greuel, reizt zur Unzucht, Sprw. 23, 33. zn schamloser Entblößung der heimlichen Oerter, Hab. 2, 15. zn Zorn, Zank?c., Sprw. 23, 29. und ist 4) mit der christlichen Frömmigkeit ganz nnvcreinbar, da sie das gerade Gegentheil des Geisteslebens ist, GOttes Zorn erregt, Esa. 5. 11. 12. das Gebet hemmt, 1 Pctr. 4, 8. von der Zu-bcrcitnng auf Christi Zukunft abhält, Luc. 21, 34. und von der ewigen Seligkeit ausschließt, Esa. 5, 22. 1 Cor. 5, 11. c. 6, 10. Die Mittel wider dieses Laster sind: a) die Betrachtung göttlichen Worts, Luc. 21, 34. l,) die Vcnneiduug der Ge-
lcgeuhcit böser Gesellschaften, Weish. 2, 6. 7. 9. I Cor. 15, 33. prächtiger Gastereien, Esa. 5, 11. Röm. 13, 13. 1 Thcss.' 5, 7. Sir. 31, 25. Hab. 2,
15. 16. c) die Dämpfung und Tödtung der bösen Lust zur Völlerei und Trunkenheit, Sprw. 23, 29. 30. Sir. 18, 32. d) und ein andächtiges, anhaltendes Gebet.
* Wie dem Nabal, 1 Sam. 25, 3N. Ella, 1 Kön. 16, 0. Vcn-hadad, iKon. 20, 16. Velsazer, Dan. 5, i. 2. Koloscrues. Jud. 13, 1. 3.
§. 5. Lasset uns stets nüchtern seiu, mit David dürsten, Ps. 42, 3. und nach der geistlichen Trunkenheit streben, Eph. 5, 19. damit wir des heiligen Geistes voll werden. O selige Trunkenheit, voller Nüchternheit!
§. 6. Es ist aber die geistliche Trunkenheit* zweierlei: I) eine heilige, löbliche und freudenreiche Trunkenheit der Gläubigen, weuu sie in diesem Leben werden voll Geistes, Eph. 5, 18. in GOttes Wohlthaten und Werken sich erlnstigen, Pf. 36, 9. Diese geistliche und heilige Trunkeuheit fäugt an in diesem Lebens aber im ewigen Leben wird sie erst vollkommen, II) eine schändliche Trunkenheit des Geistes, welche entsteht a) aus großen, schweren Sünden, als: ans Blindheit und Irrthnm, Esa. 19, 14. ans geistlicher Hurerei oder abgöttischer Liebe zum Eiteln, Ofsb. 17, 2. besonders aus völliger Verblendung und Eingenommenheit für die falsche Weisheit der Welt, mit Geringschätzung des göttlichen Wortes, 2 Thcss. 2, 10. 11.; ans Tyrannei und VlutdürstigkV'it, Offb. 17, 6. li) ans großen, schweren Strafen, 5 Mos. 32, 42. dahin gehört auch die Trnnkenhcit aus großem Trailern, Icr. 23, 9.
"Man thut aber wohl, sich dieses Worts auf der Kanzel zu enthalten. Denn das Wort in der gr. Spr. zeigt nur ein Satt- und Fröhlichtrinken an; Trunkenheit aber ist im Deutschen hart und zeigt ein Uebermaaß an, folglich ein Laster, und ist mithin anstößig.
l. Tryphena; 2. Tryphon
1) Zartling. Eine Gläubige zn Nom, Nom.
16, 12. 2) Verzärtelt. Ein syrischer Hauptmann, 1 Macc. 11, 39. c. 12, 39. 49.
Tuch
Würmer werden sie fressen, wie ein wollenes Tuch, Esa.
51, 8. Niemand flicket ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem
Tuch, Matth. 9, 16. (S. Lappen §. i.)
Tüchtig
1) Der zn etwas geschickt, einer Sache gewachsen, der eines Dinges gcnngsam mächtig. 2) Im Geistlichen, was mit der himmlischen Wahrheit übereinkommt, und dem Menschen nicht vergebliche Hoffnung machte
1 Mos. 47, 6. 4 Mos. 4, 23. Sir. 7, 5. c. 10, 4.
Und wer ist hiezu tüchtig? 2 Cor. 2, 16.
Nicht daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken (im
Geistlichen), als von uns selber; sondern daß wir tüchtig sind,
ist von GOtt, 2 Cor. 3, 5. 6. Darum ist einer nicht tüchtig, daß er sich selbst lobet, sondern
das; ihn der HErr lobet, 2 Cor. 10, 18. Danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat zu dem
Erbtheil der Heiligen im Lichte, Col. 1, 12. Was du von mir gehörest hast durch viele Zeugen, das befiehl
treuen Menschen, die da tüchtig find, auch Andere zu lehren,
2 Tim. 2, 2. "Man vertrauet auf das Eitele, und redet nichts Tüchtiges,
Esa. 59, 4.
Tücke
Vom altfränkischen DouAna, geheim, verborgen; L^Fkßn, tuoksn, insiäiao; daher recht im Geheim gefaßte und tief im Herzen verborgene böse Absich-