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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Unverweslich ? Unzeit.
Unverweslich, Unverwesentlich
S. Verweslich. Der unuerwesentliche Bund, 4 Mos. 18, 19. ist nach dem Ebräischen ein Salzbund, d. i. ein unverbrüchlicher; denn Salz, weil es nicht leicht fanll, ist ein Bild der Dauer.
Die Todten werden auferstehen unverweslich (in Anuerwesüch keit, als ti»ler geistlichen Eigenschaft), 1 Cor. 15, 52.
Unverworren
Salomo warnt, man solle sich nicht nnter die mischen, die Heimlichkeiten offenbaren; denn wie sie hin tragen, so tragen sie auch wieder aus, und lügen wohl noch mehr dazu.
Sei unoerworren mit dem, der Heimlichkeiten offenbaret, Spnv. 20, 19.
Unverzagt
Getrost. S. Verzagt. A.G. 27, 22. 25.
Sei getrost und unverzagt, 5 Mos. 31, s. 7. Sein Herz (des Gattes fürcht: gen) Hosset unverzagt auf den HErrn, Pf. 112, 7. Pf. 31, 25. Pf. 27, 14.
Unvorsichtig
Die Unvorsichtigkeit stößt aus Uebereilung in ihren Handlungen wider die Klugheit an. Wer unvorsichtig herausfahret, sticht wie ein Schwert, Sprw.
12, 18. Die Unvorsichtigen (««bedachtsamen Heiden, die sich blindlings
baben verführen Inssen) werden Klugheit lernen, Esa. 32, 4. Es find unvorsichtige Kinder, Hos. 13, 13. Gin grober ungezogener Mensch plaudert unvorsichtig, Sir.
20, 21.
Unweg
Eine Einöde, Hiob 12, 24.
Unweise, Unweislich
Ein Thor, Narr.
Es ist besser, daß sich der Unweise verkrieche, denn der Weise, Sir. 20, 33.
Wenn du unter den Unweifen bist, so merke, was die Zeit leiden will, Sir. 27, 13.
Unweise Leute betrügen sich selbst mit thörichten Hoffnungen, ib. c. 34, 1.
Ich bin ein Schuldner ? beide der Weisen und Unweisen, Röm.
1, 14.
Wandelt nicht als die Unweifen, fondern als die Weisen, Gvh.
5, 15.
Denn wir waren auch weiland unweife :c., Tit. 3, 3. Siehe, ich habe thörlich und sehr unweislich gethan, 1 Sam.
26, 21.
Unwerth
Was einem zuwider. Unangenehm, 1 Mos. 29, 33. Mal. 2, 9.
Er war der Allerverachtetste und Unwertheste, Efa. 63, 3. Wie dem Hoffärtigen unwerth (ein Greuel) ist, was geringe ist, also ist der Arme dem Reichen auch unwerth, Sir.
Unwille, Unwillig
Unwille, 2 Cor. 9, 7. d. i. Traurigkeit. Unwillig
oder verdrießlich wurde
Das Volk über David, i Sam. 30, 6. die Jünger über Ia-cobus und Johannes, Matth. 20, 24. ITfus über seine Jünger, baß sie die Kindlein anfuhren, Marc. 10, 14.
Die eZ (das Gesetz) bewahren, sind unwillig auf (streiten wider) sie, Sprw. 29, 4.
Ihr machet den HErrn unwillig durch eure Neden, Mal. s, 17.
Unwissenhelt
z. 1. 1) Der Mangel an Erkenntniß, und zwar von göttlichen Dingen; 2) Fehler aus Unwissenheit begangen, 3 Mos. 5, 18. 4 Mos. 15, 22. 25. Unbekannte oder Uebereilungssünden, Ebr. 9, 7.
Gedenke an den Bund des Höchsten, und vergieb die Unwissenheit, Sir. 26, 9.
Und zwar hat GOtt die Zeit der Unwissenheit übersehen :c., A.G. 17, 30.
Welcher Verstand verfinstert ist ? durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, Eph. 4, 19.
Stellet euch nicht gleich wie vorhin, daß ihr in Unwissenheit nach den Lüsten lebtet, 1 Petr. 1, 14.
Das ist der Wille GOttes, daß ihr mit Wohlthun verstopfet die Unwissenheit der thörichten Menschen, i Petr. 2, 15.
§. 2. Die Unwissenheit ist a) eine lobenswcrthe und verständige Unwissenheit, wenn man dasjenige nicht zu wissen verlangt, was nicht begriffen werden kann, und was man zu seinem Heile nicht zu wissen braucht, b) eine tadelhafte, wenn wir in solchcn Dingen, die mit unserm Hauptendzweck, nämlich der Ehre GOttes und unserer und des Nächsten Wohlfahrt eine genaue Verbindung haben, unwissend sind, 1 Thess. 4, 5. Röm. 3, 17. Gph. 4, 18. Rö'm. 2, 18. c) eine affectirte, wenn man sich dumm anstellt, als ob man diesen oder jenen Vcweis der Wahrheit nicht fassen, die Nichtigkeit dieser ooer jener Pflicht nicht einsehen könne, weil man jene nicht glauben und diese nicht thun mag, d) eine boshafte, wenn man nicht belehrt sein will. Ueberhaupt ist die Unwissenheit in geistlichen Dingen immer mehr oder weniger verschuldet, theils weil sie Folge der Verdorbenheit des Herzens ist, wodurch die Willigkeit, das Wort GOttes aufzunehmen, und die Muu-terkeit und Fähigkeit des Verstandes geschwächt wird, theils weil der Mensch nie die Mittel der Erkenntniß so benutzt, als er sollte, Matth. 13, 11-15. Luc. 18, 34. c. 24, 25.
z. 3. Sie hat zwei Stufen, 1) da man aus Nachlässigkeit nicht weiß, was man wissen sollte und könnte, 2) und da man aus Bosheit nicht wissen will, was man wissen soll. Diese ist des Menschen ganz unwürdig und gottlos, weil sie einen Haß des Lichts und der Wahrheit, und eine Liebe zu der Finsterniß und Lüge zum Grunde hat, 2 Petr. 3, 5. 6.
§. 4. Sie ist auch die Mutter der Heuchelei, wenn man keinen rechten Begriff a) von demjenigen hat, worin das Wesen des Christenthums besteht, und b) von dem Unterschied der Natur und Gnade: da man oft dasjenige für Gnade halt, was doch nur a) aus dem Triehe der Natur herrührt, 5) was aus den verschiedenen Temperamenten, o) aus der Gewohnheit und von der Erziehung, c?) von dem verschiedenen Alter, und e) aus den verschiedenen Ständen herrührt. Sie ist auch cine Ursache der Schwärmerei. S. A.G. 17, 30. Es ist daher von höchster Wichtigkeit, der Unwissenheit zu wehren, weil, je klarer GOtt und sein Wille erkannt wird, eine desto voll-kommnere Verehrung GOttes und Pflichterfüllung möglich wird.
Unwürdig
Derjenige, der nicht nach GOttes Vnß- und Glaubensordnung das heilige Abendmahl gemeßt, vcr-sündigt sich an dem Leibe und Blute Christi cbcu so sehr, als wenn er Christum selbst getödtet, 1 Cor. 11, 27. 29.
Unzeit
Sei nicht allzu gottlos, und narre nicht; daß du nicht sterbest zur Unzeit, Pred. 7, 13. (S. Sterben Z. 2.)
Es straft einer oft seinen Nächsten zur Unzeit und thäte weislicher, daß er fchwiege, Sir. 20, 1.
Predige das Wort, halte an, es sei zu rechter Zeit, ober zur Unzeit (wns dem verderbten Sinn der Welt Unzeit denchl), 3 Tim. 4, 3.