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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Unzucht ? Urtheil.
10N
Unzucht, Unzüchtig
§. 1. Im engern Sinne der geschlechtliche fleischliche Umgang außer der Ehe; dann überhaupt alle der göttlichen Ordnung widerstreitende Befriedigung des Geschlechtstriebes. (S. Hurerei. Ehebruch. Un-Keuschheit.) 2 Petr. 2, 18. Die geistliche Hurerei, Ezech. 23, 21. 27. 29. 35. 48.
Ueber welche der Teufel Gewalt hat: nämlich über diejenigen
? welche allein um Unzucht willen Weiber nehmen, Tob. 6, 18.
Von innen, aus dem Herzen der Menschen gehen heraus ?
Unzucht, Marc. 7, 22. Lasset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen
und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, Röm. 13, 23. Offenbar sind die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch
? Unzucht, Gal. 5, 19.
Welche ruchlos sind, und ergeben sich der Unzucht, und treiben
allerlei Unreinigkeit sammt dem Geiz, Eph. 4, 19. EZ ist genug, daß wir die vergangene Zeit zugebracht haben
? in Unzucht, 1 Petr. 4, 3.
Und man soll eure Unzucht auf euch legen, und sollet eurer
Götzen Sünde tragen, Ezech. 23, 49. Behüte mich vor unzüchtigem Gesichte, Sir. 23, 5. Ein hurisches Weib kennet man bei ihrem unzüchtigen Gesicht,
Sir. 26, 12.
z. 2. Wenn sich ein Mensch der Unreinigkeit und der Unzucht ergeben, und ihr ohne Scham und Scheu nachhängt, so ist es meist ein Zeichen, daß sein Herz hart und gefühllos geworden. In Unzucht und andern Lastern seine Zeit zubriugen, ist heidnisch und einem Christen uuaustäudig, 1 Petr. 1, 14.
§. 3. Die Verwahrungsmittel wider die Unzucht siud 1) die Flucht, 1 Mos. 3, 1. 1 Tim. 6, 5. 2 Tim. 2, 16. 1 Cor. 15, 33. Sprw. Sal. 22, 14. 23, 17. und die Vcrmeiduug aller Gelegenheit, >o viel möglich, 1 Mos. 39,10. Sprw. 5, 8. der Trunkenheit und Vollere!, 1 Mos. 9. und 19. des Müßiggangs, 2 Sam. 11, 2. 2) der rechte Gebrauch des' göttlichen Worts, Röm. 10, 18. Eph. 6, 16. 3) das Gebet, Sir. 23, 4. und der stete Wandel in der Gegenwart GOttes und IEsu. 4) die Erwägung des großen Verderbens, welches durch Unzucht verursacht wird, 2Petr. 2, 20. 1 Cor. 6, 19. Hiob 31, 9. und des herrlichen Nutzens von der Keuschheit, Weish. 4, 2. 3, 13.14. Matth. 5, 8. (S. UnKeuschheit.)
Upharsin oder Peres
Dan. 5, 25.28. getheilt: das babylonische Reich sollte unter Meder und Perser getheilt werden.
1. Uphas; 2. Ur
1) Das seinste Gold. Sonst Ophir, Ier. 10, 9. 2) Feuer, a) Abrahams Vaterland, 1 Mos. 11,28. b) der Vater Eliphals, 1 Chr. 12, 35.
l. Mban; 2. Uri
1) Höftich. Paulus guter Freuud, Röm. 16, 9. 2) Mein Feuer, a) Ein Sohn Hurs, 2 Mos. 31, 2. b) der Vater Gebers, 1 Kön. 4, 19.
l. Uria; 2. Uriel
1) Des HErrn Licht, a) Der Vathseba Ehemann, 2 Sam. 11, 3. 5. b) Ein Hoherpriester, 2 Kön. 16, 10. c) Ein Prophet, Ier. 26, 20. 23. 2) GOttes Feuer, 1 Chr. 7, 24. it. 2 Chr. 13, 2.
Urim und Tummim
Licht und Necht, ein heiliges, dem Hohenpriester zugehöriges Orakel; ob das Amt-Vrustschild selbst, oder etwas davon Verschiedenes, ist streitig, 2 Mos.
Büchner's Hand-Concord.
28, 17. Wenn es der Hohepriester anhatte, so gab GOtt durch ihn in wichtigen Angelegenheiten des ganzen Volks und Königs, auf Befragen, Antwort. Unter den vielen Meinungen, wie es aber damit zugegangen, ist die wahrscheinlichste diese: es sei eine göttliche Erleuchtung, wenn der Hohepriester damit geschmückt, im Gemüth desselben eutstauden, der sodann, was ihm GOtt geoffenbaret, wie die Propheten ausgesagt. Es mag aber den Namen Urim und Tummim geführt haben, weil jenes Schildlein aus hellglänzenden und völlig zeitigen, auch eben daher schön blinkenden Steinen bestand. (Nahe liegt für Geistliche die allegorische Dcutuug, daß, wenn sie würdige Diener GOttes, Ausleger seiues Wortes sein wollen, es der beiden Eigenschaften eines erleuchteten Geistes und eines lautern wahrhaften Sinnes bedürfe: Kopf und Herz muß recht gestellt seiu.)
Nach Bahr, Symb. II. 108?110. 134?141.war dieses, in das Choschen, vergl. 2 Mos. 28, 30. mit c. 25, 16. 21., wie das Gesetz in die Lade, hineingelegte Stück ein Symbol der vollständigen Erleuchtung, die GOtt dem Hohenpriester gewähren wolle, und zwar in Angelegenheiten, die das Wohl und die Existenz des ganzen Volks betrafen. Sowie die in Israel sichtbar aufgeschlagene Wohnung ein Unterpfand war, daß Iehovah Israels GOtt sein wolle: so war jenes ein sichtbares Unterpfand dafür, daß er dieses Volk, welches er zum Heil aller Völker seiner besondern Führung gewürdigt, in kritischen Lagen nicht rathlos lassen wolle. In der ganzen Theokratie war Niemand würdiger, dieses Unterpfand zu tragen, als der Hohepriester, der Repräsentant der Theokratie, der dem Iehovah vorzüglich nahe stand; der beim Gebete wohl Erleuch-tuug hoffen durfte, was anzunehmen kein größeres Wunder ist, als die Erwählung und die besondere Leitung und welthistorische Bedeutung Israels überhaupt. ? Der egyptische Ursprung wird S. 164 bestritten.
Urochs (Aurochs)
Ein wilder Ochs, 5 Mos. 14, 5. Nach Andern eine Antilopenart.
Ursach
§. 1. a) Das Verbrechen, warum einer gestraft wird, Matth. 27, 37.
Ich finde keine Ursach an diesem Menschen, Luc. 23, 4. 22. A.G. 13, 28.
8. 2. b) Gelegenheit, 1 Tim. 5, 14. Ohne Ar-ftch ist unbillig, * Ps. 7, 5.
Da nahm die Sünde Ursach am (durchs) Gebot, und erregte in
mir allerlei Lust, Röm. 7, 3. * Sie haben mir ohne Urfach gestellet ihre Netze zu verderben,
Ps. 35, 7. Die mich ohne Ursach hassen, derer ist mehr, denn ich Haare
auf dem Haupte habe, Pf. S9, S. Pf. 109, 3. Joh. 15, 25. Hadere nicht mit Jemand ohne Ursach, Sprw. 3, 30.
§. 3. c) Der Urheber einer Sache. Und da er ist vollendet, ist er geworden Allen, die ihm gehorsam sind, eine Ursache zur ewigen Seligkeit, Ebr. 5, 9.
Urtheil
§. 1. a) Ein nach erkannter Sache gegebener Bescheid, 5 Mos. 17, 9. Ohne Necht und Urtheil. A.G. 16, 37. c. 22, 25. ist so viel als: unverhörter Sache.
Salomo fällte ein Urtheil wegen zwei Hurenkinder, i Kön
3, 28. Wehe den Schriftgelehrten ? die unrechtes Urtheil schreiben,
Esa. 10, i.
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