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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Verfangen ? Verstuchen.
solches zu ihrem eignen Nutzen an, 2 Cor. 2,17. (Wenn in der französischen Sprache drei Arten, den Wein zu verändern, unterschieden werden; so-pkigtiqnßr, durch chemische Behandlung ihn veredeln; kreiatsr, durch Mischung mit Secten und Weine gleicher oder doch nicht widerstreitender Natur ihm Kraft, Geschmack und Farbe geben; und lalZiüsr, durch schädliche Zuthateu ihn verderben: so würde sich dies wohl auch auf die verschiedenen Behandlungen des Wortes GOttes übertragen lassen. S. HiUmer's Christl. Zeitschr. III. 36?43. ?Falschmünzer verbrennt man, aber Schriftfälscher heißen heilige Lehrer." Luther Werke XX. 1066.)
Verfangen
Sich faugen, bestricken, verführen lassen, 5 Mos. 7,25. Sprw. 6, 25.
Verfassen
In eine Summe bringen, Röm. 13, 9. unter Ein Haupt, Efth. 1, 10. Durch Christum, als das gemeinsame Oberhaupt, siud Engel und Menschen in Ein Reich vereinigt worden.
Verfaulen
z. 1. a) Durch die Fäulniß verzehrt werden,
b) wie ein dürres und verwelktes Holz werden,
c) vergehen, d) verrosten.
a) Antiochus verfaulte, 2 Macc. 9, 9. t») Also wird ihre (der Gottlosen) Wurzel verfaulen, Efa. 5, 24.
c) Und wird alles Heer des Himmels (Lehrer der jüdischen Kirche) verfaulen, Esa. 34, 4.
d) Euer Reichthum ist verfault (am Tage des Gerichts ganz nutz-los), Iac. 5, 2.
§. 2. Denn das Joch wird verfaulen uor der Fette, Gsa. 10, 27. Ebr.: vor dem Angesicht des Bels: Sanheribs Joch wird vertilgt werden vor der herabströmenden Güte GOttes, der sein Volk rettet. A.: um des Gesalbten, des Messias willen, Esa. 61, 1. um dessen willen Iuda und Davids Haus soll erhalten werden; oder um des Hiskias willen; A.: sichtlich vor dem freudeglänzenden Angesicht des Königs und des Volkes, Ps. 104,15.
Verfinstern
I) Von einem recht jämmerlichen Zustande, Esa. 9,19. Ezech. 32, 7. Joel 3, 20. II) Von geistlicher Blindheit, Röm. 1, 21. Eph. 4, 18. III) Grobe Irrthümer, z. B. entychiamsche, Offb. 8, 12. vom Fegfener, c. 9, 2. Dem antichristischeu Reich wurde durch die Lehre der Waldenser und Albigmser großer Abbruch gethan, Osfb. 16,10.
Verstießen
a) Wie Wasser vergehen, v) Fliehen, von Einwohnern zu Ninive.
a) Eines Undankbaren Hoffnung wird verfließen, Weish.
16, 29.
b) Ninive ist wie ein Teich voll Wassers; aber dasfelbige wird verstießen müssen, Nah. 2, 9.
Verstuchen, s. Fluch
§. 1. a) Einem alles Nebles anwünschen, und ihn nicht werth achten, daß er die Luft und das Brod genieße; mit Worten vermaledeien. b) Durch Fluchen das angewüuschte Böse wirklich hereinbrechen lassen, wie bei dem bittern Wasser, 4 Mos. 5, 18. 19. c) Von GM, wenn er seinen gerechten Zorn, der über die, welche seine Gebote nicht halten, wie cin verzehrendes Feuer kommen wird, ankündigt.
Verflucht sei der Acker um deinet willen, 1 Mos. 3, 17. c.
5, 29.
Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen, um der Menschen willen, i Mos. 8, 21.
Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen, i Mos. 12, 3.
Vileam soll Israel verfluchen, 4 Mos. 22, 6. 12. c. 23,
7. 27.
Ein Gehenkter ist verflucht bei GOtt, 5 Mos. 21, 23. Gal. 3, 13.
Verflucht sei, wer einen Götzen macht, 5 Mos. 27, 15. wer seinem Vater oder Mutter fluchet, v. 16. wer seines Nächsten Greuze engert, v. 17. wer einen Blinden irren macht auf dem Wege, v. 16. wer das Necht der Fremdlinge, des Waisen und der Wittwen beugt, v. 19. wer bei seiner Stiefmutter liegt, v. 20. wer irgend bei einem Vieh liegt, v. 21. wer bei seiner Schwester liegt, v. 22. wer bei seiner Schwieger liegt, v. 23. wer seinen Nächsten heimlich (tM-)schlägt, v. 24. wer Geschenke nimmt und einem Unschuldigen zum Tode hilft, v. 25.
Verflucht fei, wer nicht alle Worte des Gesetzes erfüllet, daß er darnach thue. Und alles Volk soll sagen: Amen, v. 26. Gal. 3, 10.
Verflucht wirst du sein in der Stadt, 5 Mos. 28, 16. dein Korb, v. 17. die Frucht deines Leibes, v. 13. wenn du eingehest, und verflucht, wenn du ausgehest, v. 19.
Vesehet doch die Verfluchte (Äesabel), und begrabet sie, 2 Kon.
9, 24.
Seine Verfluchten werden ausgerottet, Ps. 37, 22.
Verflucht sind, die deiner Gebote fehlen, Ps. 119, 21.
Wer Vater verstört und Mutter verjagt, der ist ein schändliches und verfluchtes Kind (ein Schauosttlken), Sprw. 19, 26. Sir. 3, 17.
Die Sünder von 100 Jahren sollen verflucht sein, Esa. 65,20.
Verflucht fei, wer nicht gehorchet den Worten dieses Bundes, Ier. 11, 3.
Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verläßt, Ier. 17, 5.
Verflucht sei, der des HErrn Werk lässig thut, Ier. 48, io.
Daß du bei den Heiden mußt verflucht (n!s ein unheiliges Volk) geachtet werden, Ezech. 22, 16.
Verflucht sei der Vortheilische, Mal. 1, 14.
Darum seid ihr auch verflucht, daß euch Alles unter den Händen zerrinnet, Mal. 3, 9.
Verflucht werden sein Alle, die dich verachten, Tob. 13, 15.
Die Ohrenbläser und falsche böfe Mäuler sind verflucht, Sir. 28, 15.
Segnet die, so euch verfluchen, bittet für die, so euch beleibten, Luc. 6, 23.
Das Volk ist verflucht, Joh. ?, 49.
So auch wir, oder ein Enget vom Himmel euch würde Evangelium predigen, anders, denn das wir euch gepredigt haben, der sei verflucht, Gal. 1, 8.
GOtt verfluchte die Schlange, i Mos. 3, 14. den Cain, c. 4,11. Christus den Feigenbaum, Marc. 11, 21.
Noah Canaan, i Mos. 9, 25. Ifaac die Feinde Jacobs, c. 27, 29. Jacob Simeons und LeviZ Zorn, c. 49, 7. Iofua diejenigen, welche Jericho aufbauen wollen, Ios. 6, 26. die Gibeoniter, Ios. 9, 23. Saul den, der was äße an dem Tage, da er die Philister schlug, 1 Sam. 14, 24.
§. 2. Sich uerftuchen heißt, sich selbst alles Neble anwünschen, nach der Art der Juden: GOtt thue mir dies unk» das ?c., oder nach der rohen Weltkinder: Der Teufel hole mich! GOtt strafe mich! Matth. 26, 74. Marc. 14, 71. (S. Petrus §. 2.)
§. 3. JEsum verfluchen, 1 Cor. 12, 3. a) ihn öffentlich lästern, wie die Juden und Heiden; b) ihn nicht für den wahren Messias und den einigen Grund des Heils erkennen, verehren, anbeten und ihm dienen. Letzteres würde seiner Tendenz nach con-sequent zu Ersterem führen. Wiedergcborne thun solches freilich nicht. Darum thue ich euch kund, daß Niemand JEsum verfluchet, der
durch den Geist GOtteZ redet. (S. Heißen Z. 2.)
z. 4. Daß Hiob c. 3, 1. und Ieremias c. 20, 14. 15. ihren Geburtstag verfluchen, ist ein Zeichen, daß beide, als heftig Angefochtene, von der menschlichen Schwachheit übermeistert wurden, und daß der alte Adam auch in dem allerfrömmsten Menschen stecke, Hiob 4, 18. und wider den Geist zu Felde liege. Sirach nennt dergleichen Ueber-eilnng eine Narrheit, c. 23,19. Es sind diese Beispiele gewaltiger Anfechtungen, welche heilige Männer GOttes bestanden haben, zum Trost der Gläubigen