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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Verloben ? Verlöschen.
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Also sollst du thun mit allem Verlornen, das dein Bruder verlieret, und du es findest, 5 Mos. 22, 3.
KiZ hatte Eselinnen verloren, 1 Sam. 9, 3. 20.
Suchen und Verlieren hat seine Zeit, Pred. 3, 6.
Wer sem Leben findet, der wird es verlieren, Matth. 10, 39. (S. Helftn §. 5.) c. 16, 25. Marc. 6, 35. Luc. 17, 33. Joh. 12, 25.
Ich habe meinen Groschen gefunden, der verloren war, Luc. 15, 8. 9.
* Ihr habt Christum verloren (so daß er cnch nicht mehr zu Statten kommt), wenn ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, Gal. 5, 4.
§. 2. Verloren sein, a) wenn etwas vergessen sein soll, Hivb 3, 3. b) wenn etwas vergebens, umsonst ist.*
* Ier. 51, 58. Ezech. 19, 5. c. 37, 11. Hab. 2, 13. Eure Mühe und Arbeit soll verloren sein, 3 Mos. 26, 20.
Die Hoffnung der Heuchler wird verloren sein, Hiob 8, 13.
Svrw. 1«, 28. Die Hoffnung der Elenden wird nicht verloren sein ewiglich,
Ps. 9, 19.
Was die Gottlosen gerne wollten, das ist verloren, Pf. 112, 10. Alsdann sind verloren alle seine Anschläge, Pf. 146, 4. Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist die Hoffnung verloren,
Svrw. 11, 7.
Alle Schläge sind verloren an euren Kindern, Ier. 2, 20. Sehet euch vor, daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet
haben, 2 Joh. 8.
z. 3. c) Wenn etwas zn Grunde geht, 1 Sam. 12, 25. 1 Kön. 20, 25.
Die Leiter dieses VollZ sind Verführer, und die sich leiten lassen, find verloren, Esa. 9, 16.
§. 4. d) Wenn etwas dem Untergang nahe, 2 Mos. 21, 29. dem (ewigen) Verderben bloßgestellt ist. Wie ein Schaf von der Heerde verirrt, Luc. 15, 4. vergl. v. 7. und der Verlorne Sohn, welcher in Sünden todt, v. 24, 32.: so war Israel auf schädliche Abwege verleitet durch seine Lehrer, und im Fall es den rechten Weg nicht wieder fände, würde es sich in die Hölle verlaufen haben.
Ich bin wie ein verirrteZ und Verlornes Schaf, suche deinen
Knecht, Pf. 119, 176. Mein Volt ist wie eine Verlorne Heerde (bisher gewesen), Ier.
50, 6.
Das Verlorne suchet ihr nicht, Ezech. 34, 4. Ich will das Verlorne wieder suchen, Ezech. 34, 16. Gehe hin zu den Verlornen Schafen, aus dem Haufe Israel,
Matth. 10, 6. Ich bin nicht gefandt (in eigner Person ;u predigen), denn
nur zu den Verlornen Schafen vom Haufe Israel, Matth.
15,24.
Des Menfchen Sohn ist gekommen, selig zu machen, das verloren ist (Mn, hoch und niedrig), Matth. 18, 11.
8. 5. e) In das ewige Verderben wirklich gerathen, aus der Gemeinde der seligen Kinder ausgeschlossen, verdammt werden.
Ihr Haus (der Ehebrecherin) neiget sich zum Tode; und ihre Gänge zu den Verlornen (d. i. zur Hülle), Sprw. 2, 18.
Also auch ist es vor eurem Vater tm Himmel nicht der Wille, daß Jemand von diefen Kleinen verloren werde, Matth. 18, 14.
Was Nutzen hätte der Mensch, ob er die ganze Welt gewönne, und verlöre sich selbst, Luc. 9, 25.
Auf daß Alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben, Joh. 3, 15.
Die du mir gegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von ihnen ve.rloren, ohne das Verlorne Kind, Joh. 17, 12. c.
18, 9. Welche ohne (schriftliches) Gesetz gesündiget haben, die werden
auch ohne Gesetz verloren gehen, Röm. 2, 12. Das Wort vom Kreuz ist eine Thorheit denen, die verloren
werden, 1 Cor. 1, 18. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist es denen verdeckt,
die verloren werden, L Cor. 4, 3. Und will nicht, daß Jemand verloren werde, fondern daß sich
Jedermann zur Buße kehre, 2 Petr. 3, 9.
Verloben
Verlöbniß ist ein zwischen zwei Personen verschiedenen Geschlechts geschlossener Vertrag, zur Ehe sich zu verbinden. Das mystische Verloben GMes mit der Kirche zeigt dessen brünstige Liebe und genaue
Vereinigung an. Bei der geistlichen Verlobung oder Vermählung mit Christo ist zu merken I) der Bräutigam, welcher ist Christus, der Sohn des hochgelobten GOttes, Ebr. 1, 3. Ps. 45, 3. der allmächtige, allerreichste, allerhöchste, freundlichste und aller-getrenste Freund. Dieser HErr hat sich, 0 Seele! für dich gegeben, dich mit seinem Blute sich zur Braut erkauft, ja giebt sich gauz dir hin durch sein Wort und Sacramente, als die gewissesten Pfänder seiuer Liebe und Treue, 2 Cor. 8, 9. O, der unermeßlichen Liebe! Gal. 2, 20. Eph. 5, 25. II) Die Braut ist gewissermaßen und in ihrer Ordnung um der Gemeinschaft willen mit der Braut Christi, seiner heiligen Kirche, eine jede gläubige Seele, Ezech. 16, 8. Joh. 1, 16. No'm. 8, 32. III) Die Vermählung selbst besteht darin, daß dieser hohe und herrliche Bräutigam sich mit der gläubigen «^eele so fest nud also verbindet, daß er ganz mit Allem, was er ist und hat, ihr eigen sein will, und sie hinwiederum gauz mit Allem, was sie ist und hat, sein eigen sein soll, Hohel. 2, 16. c. 7, 10. Dieser Ver-mählnng Grnud ist die Menschwerdung Christi. IV) Diese Vermählung ist der gläubigen Seele sehr heilsam. Der Bräutigam liebt sie, Eph. 5, 25. er beschenket sie, Röm. 8, 32. er achtet sie hoch und theuer. Ps. 17, 8. er ernährt und versorgt sie, Luc. 22, 35. er geht freundlich mit ihr um, Ps. 45, 3. er lehrt, unterweiset und leitet sie, Ps. 32,8. er kleidet und schmückt sie, Ps. 45, 14. 15. er schützt sie, Esa. 43, 1. hingegen hält sich die Seele auch gegen ihn als seine verlobte Braut. Sie liebet ihn wieder inuiglich, Hohel. 1, 7. sie freut sich über ihn allein, Esa. 61, 10. sie hängt ihm allein au, Ps. 63, 9. sie dient und gehorcht ihm unterthänig, Eph. 5, 24. sie lobt und preiset ihn allezeit und über Alles, Ps. 44, 2. sie läßt sich nichts von seiner Liebe scheiden, Röm. 8, 35. Das ist eine ewige Vermählung, 1 Cor. 15, 19. V) Die Eheverschrei-dung, die bei dicser Vermählung geschieht, kommt auf diese Hauptpunkte an: a) daß der Bräutigam seinerseits sich mit der Seele, wie es ihr am zuträglichsten und seligsten ist, verloben will in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit, und im Glauben, oder beständiger Treue, und A daß die Braut auch ihrerseits ihn, wie es ihm am gefälligsten ist, als ihren Herrn erkennen will. (S. Bräutigam §. 2.)
Indessen ueunt die Schrift nirgends eine einzelne Seele eine Braut Christi, sondern diese Ehre gebührt der Gemeine der Heiligen allein.
Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit: ? Ja im Glauben will ich mich mit dir verloben; und du wirst den HErrn erkennen, Hos. 2, 19. 20.
Verlobter, s. Nazaräer Verlockt
Eine Tanbe ist leicht zu betrügen.
Ephraim ist wie eine verlockte Taube (ohne Verstand und vtr-tmust). Hos. 7, 11.
Verlogen
Untreu, bundbrüchig.
GZ ist ein ungehorsames Volk und verlogene Kinder, die nicht hören wollen des HErrn Gesetz, Efa. 30, 9.
Verlöschen
§. 1. a) Wenn brennenden und leuchtenden Sachen die Nahrung ausgeht, so vergeht das Feuer, 3 Mos. 6, 12. b) Vom Zorn GOttes, der wie Feuer brennt, Esa. 34, 10.