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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Verzäunen ? Viehlager.
Verzäunen
Mit einem Zaun umgeben, Esa. 5,3. c. 58,12. Figürlich, einen verhindern, daß er etwas mit gutem Erfolg nicht thun kann.*
Zu derselbigen Zeit ? will ich ihre Lücken verzäuncn (aus-
bessern), Amos 9, 11. Du verzäuneft deine Güter mit Dornen: warum machst du
nicht vielmehr deinem Munde Thür und Niegel? Sir.
28, 23. * Er hat meinen Weg verzäunet, daß ich nicht kann hinüber
gehen, Hiob 19, 8.
Verzehren
S. Feuer, Eifer.
Das Mehl im Cad soll nicht verzehret werden, i Kön. 17,
14. 10.
Meine Nieren sind verzehret in meinem Schooß, Hiob 19, 27. Mein Herz ist mir in meinem Leibe verzehret, Pf. 143, 4. Und müssest hernach seufzen, wenn du dein Leib und Gut (Lei-
beZkrnft) verzehret hast, Sprw. 5, 11. Der Verlorne Sohn hatte Alles verzehret, Luc. 15, 14. So ihr euch unter einander beißet und fresset, so sehet zu, daß
ihr nicht unter einander verzehret werdet, Gal. 5, 15. Welches sich alles unter Händen verzehret (nur durch Miß-
liranch zum Schaden und Verderben der Seele gereicht), Col.
2, 22.
Verzeihen, s. Vergeben
Verzeihe mir auch die verborgenen Fehler, Ps. 19, 13.
Verziehen, Verzug
Säumen, verweilen etwas zn thun, über die Zeit ansbleiben, 1 Mos. 19, 16.
Du bist mein Helfer und Erretter; mein GOtt, verziehe nicht,
Ps. 40, 18. Die Hoffnung, die sich verzieht, ängstiget das Herz, Sprw.
13, 12.
Wenn du GOtt ein Gelübde thust, so verziehe es nicht zu halten, Pred. 5, 3. Ach HErr, höre, ach HErr, sei gnädig, HErr, merke auf, und
thue es, und verziehe nicht, Dan. 9, 19. Ob sie (Er, der Messias) aber verziehe, so harre ihrer (fein);
ste (Er) wird gewißlich kommen, und nicht verziehen. Hab.
2, 3. Ezech. 12, 22. 25. Verziehe nicht, dich zum HErrn zu bekehren, und schiebe eZ
nicht von einem Tag auf den andern, Sir. 5, 8. Verziehe nicht, fromm zu werden, Sir. 18, 22. Der HErr verziehet nicht die Verheißung, wie es Etliche für
einen Verzug achten, sondern er hat Geduld mit uns, und
will nicht, daß Jemand verloren werde, 2 Petr. 3, 9. Noch über eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen
soll, und nicht verziehen, Gor. 10, 37.
Verzweifelt
§. 1. Die Verzweiflung, der höchste Grad der Traurigkeit, entspringt ans der Vorstellung solcher, für unabwendbar geachteter Uebel, durch welche man sein Wohlsein schlechthin vernichtet zu sehen fürchtet. Wer verzweifelt, geräth in völlige Verwirrung seiner Gedanken, giebt Alles verloren, wirft die Hoffnung, selig zu werden, weg, und verfällt gemeiniglich auf die äußerste Gewaltthätigkeit. Sie kommt uicht von GOtt, noch auch von seinen Gnadenmitteln, auch selbst vom Gesetze uicht, Ezech. 33, 11. sondern aus dem Abgrund der verfinsterten und verderbten Natur, aus dem schändlichen Unglauben, und bei Etlichen aus Hochmuth, aus unordentlicher Liebe seiner selbst und des Irdischen, aus Furcht vor, und Liebe zu Menschen und andern Süudeu; die letzte Quelle ist Zweifel an der Liebe GOttes. Und der Satan bläst m dies Feuer tapser drein, wie er ihm vormals die Sünde gering vorgestellt, so vergrößert er sie nun und reißt ihm Christum aus den Augen, Joh. 13, 2. Matth. 27, 3?5. Da geht der Verzweifelnde mit Caiu von dem Angesicht des HErrn aus, fliehet GOtt, hält sich zü Bösen, Sprw. 1, 11. wird dem Guten immer seindlicher, und läuft
in sein Verderben, auch wohl gar durch Selbstmord, 1 Mos. 4, 16. Matth. 27, 3?5. Offb. 21, 8.
Dein Schade ist verzweifelt (Mtlich) böse, und deine Wunden sind unheilbar, Ier. 30, 12.
§. 2. Es sind verzweifelt:
Saul, 1 Sam. 31, 3. 4. Ahitophel, 2 Sam. 17, 23. Antio-chus, 2 Macc. 9, 18. 28. Judas, der Venäther, Matth. 27,
§. 3. Sünder, gehen deine Sünden über dein Haupt, Ps. 38, 5. sind sie blutroth, Esa. 1, 18. und schwer, Klagel. 1, 14 :c. gehe in dich, und beherzige a) die überschwängliche Gnade, Rom. 5, 20. und Barmherzigkeit GOttes, Ier. 31, 20. Mich.
7, 18. 19. durch einen untrüglichen Eid bekräftigt, Ezech. 33, 11. b) den unaussprechlich liebreichen Zuruf deines Heilandes, Matth. 11, 28. die allgemeinen Verheißungen des Evangeliums, 1 Tim. 2, 4. 2 Petr. 3, 9. und die unendliche Kraft des Verdienstes Chnsti, 1 Joh. 1, 7. Ebr. 9, 14. c. 10, 14. c. 12, 24. c) die Gewißheit der Erhörung des Gebets, die dir durch die kräftige Fürbitte IGsu und des heiligen Geistes noch erhöhet wird, Röm.
8, 26. d) die Beispiele bußfertiger und zu Gnaden angenommener Sünder,* und sei getrost und unverzagt, und harre des HErrn, Ps. 27, 14.
* Dauids, 2 Sam. 12, 13. Manasses, 2 Chr. 33, 13. des Zöllners, Luc. 18, 13. des Schachers, Luc. 23, 43.
§. 4. Es giebt auch eiue heilsame Verzweifluug, wenn ein Unbekehrter aufäugt an seinem Seelenzu-staude zu zweifeln, und ferner sein fleischliches Ver-traueu wegwirft und an sich verzagt, aber anch zu GOttes Barmherzigkeit und Christi Verdienst flieht. Diese selige Verzweiflung befördert des Sünders Heil desto eher und gewisser, je ernstlicher und aufrichtiger sie ist, Luc. 18, 13.
Vesperzeit
Gegen Abend, 1 Mos. 8, 11.
Vetter
Ein Anverwandter vom Geblüte. Esaias c. 5, 1. neunt den Messias seinen Vetter, denn sein Vater war König Amazias Bruder. (A.: Geliebter.)
Vieh, Viehhirt, s. Thier
Die Erde bringet hervor ? Vieh, 1 Mos. i, 24.
Alles Vieh der Egypter starb, L Mos. 9, 6.
Nnd will deinem Vieh Gras geben auf dem Felde, 5 Mos.
11, 15.
Verflucht sei, wer bei einem Vieh liegt, 5 Mos. 27, 21. Frage doch das Vieh, das wird dichs lehren, Hiob 12, ?. Der uns gelehrter machet, denn das Vieh auf Erden, Hiob
35, 11.
HErr, du hilfst beiden Menschen und Vieh, Pf. 36, 7. Die Gottlosen müssen davon wie ein Vieh, Pf. 49, 13. Wenn ein Mensch in der Würde ist, und hat keinen Verstand,
so fähret er davon wie ein Vieh, ib. v. 21. Du lässest Gras wachsen für das Vieh, Pf. 104, 14. Der dem Vieh sein Futter giebt, Ps. 147, 9. Die Weisheit schlachtete ihr Vieh, Sprw. 9, 2. (S. Hochzeit.) Der Gerechte erbarmet sich seines Viehes, Sprw. 12, 10. Es geht dem Menschen wie dem Vieh, Pred. 3, 19. 21. (S.
Gelieu 8. 4.)
O, wie seufzet das Vieh, Joel 1, 18. Hast du Vieh, fo warte sein, Sir. 7, 24. Was Viehhirten sind, das ist den Ggyptern ein Greuel, 1 Mos.
46, 34. c. 47, 3.
Viehisch
Dan. 4, 13. Im Gegensatz eines menschlichen, d. i. verständigen Herzens.
Ein Ort, da Esa. 65, 10.
Viehlager
das Vieh rnhen
und liegen soll.