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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Wald ? Wälzen.
Schafft Recht den Waifen und Wittwen, 5 Mos. 10, 18. Verflucht sei, wer das Necht des Fremdlings, des Waifen, und
der Wittwe beuget, 5 Mos. 2?, 19. Die Wittwen hast du leer lassen gehen, und die Arme der
Waisen zerbrochen, Hiob 22, 9. Sie (die Gottlosen) treiben der Waifen Esel weg, und nehmen
der Wittwen Ochsen zum Pfande, Hiob 24, 3. Ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waifen, der
keinen Helfer hatte, Hiob 29, 12. Der ein Vater ist der Waisen, und ein Richter der Wittwen.
Er ist GOtt in seiner heiligen Wohnung, Pf. 68, 6. Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen; und helfet dem
Elenden und Dürftigen zum Recht, Pf. 62, 3. Efa. 1, 17. Wittwen und Fremdlinge erwürgen sie, und todten die Waifen,
Pf. 94, 6. Seine Kinder müssen Waisen werden, und sein Weib eine
Wittwe, Pf. 109, 9. Der HErr behütet die Fremdlinge und Waifen, und erhält die
Wittwen, Pf. 146, 9. Deine Fürsten sind Abtrünnige: ? dem Waisen schaffen sie nicht
Recht, und der Wittwen Sache kommt nicht vor sie, Esa.
I, 23. ? daß die Wittwen ihr Raub, und die Waisen ihre Beute
sein müssen, Gsa. 10, 2. Und den Fremdlingen, Waifen und Wittwen keine Gewalt thut,
Ier. 7, 6. c. 22, 3.
Die Wittwen und Waisen schinden sie, Ezech. 22, ?. Thut nicht unrecht den Wittwen, Waisen, Fremdlingen und
Armen, Zach. 7, 10. Lnd will ein schneller Zeuge sein ? wider die, so Gewalt thun
den ? Wittwen und Waifen, Mal. 3, 5. Tobias gab im dritten Jahre den Wittwen und Waisen den
Zehenten, Tob. i, 7.
halte dich gegen die Waisen, wie ein Vater, Sir. 4, 10. 3r verachtet der Waisen Gebet nicht, noch die Wittwe, wenn
sie klagt, Sir. 35, 17. An reiner und unbefleckter Gottesdienst vor GOtt, dem Vater,
ist der, die Waifcn und Wittwen in ihrer Trübsal besuchen,
und sich von der Welt unbefleckt behalten, Iac. 1, 27.
z. 2. II) Ein jeder bedrängter, verlassener, verachteter und in Elend schwitzender, hülfioser Mensch.
Ihr fallet über einen armen Waifen, und grabet eurem Nächsten Gruben, Hiob s, 27. Habe ich meinen Bissen allein gegessen, und nicht der Waife
auch davon gegessen? Hiob 31, 17. Die Armen befehlen es dir, du bist der Waisen Helfer, Pf.
10, 14. Daß du Nccht fchaffest dem Waisen und Armen, daß der (golt-
lose) Mensch nicht mehr trotze auf Erden, ib. v. 18. Nehe nicht auf der Waisen Acker, Svr. 23, 10. Und will mein Volt, fo von seinem Wesen sich nicht bekehren
will, zu eitel Waisen machen, Ier. 15, 7. Wir sind Waisen und haben keinen Vater, unsere Mütter sind
wie Wittwen, Klagel. 5, 3. Laß die Waifen vor dir Gnade finden, Hof. 14, 4. Ich will euch nicht Waifen lassen, ich komme (wieder) zu euch,
Joh. 14, 18.
Wald
z. 1. a) Ein Strich Landes, auf dem viele Bäume und Sträucher nngepflanzt wachsen.
5 Mos. 19, 5. 2 Sam. 18, 17. 2 Kon. 2, 24. Pf. 74, 5. Pf. 50, 10. Esa. 7, 2.
Z. V. Hareth, i Sam. 22, 5. Ephraim, 2 Sam. 18, 6. Libanon, 1 Kon. 7, 2.
Die Stimme des HGrrn entblößet die Wälder, Pf. 29, 9.
Wie ein Feuer den Wald verbrennet, Pf. 63, 15.
Siehe, ein kleines Feuer, welch einen Wald (wie viel Holz) zündet eZ an, Iac. 3, 5.
z. 2. b) Eine Menge Häuser und Leute, c) Eine Menge Soldaten, Esa. 10, 19. 34. (S. Feld
z. 4.)
t>) Ich will ein Feuer anzünden in ihrem Walde, das soll AlleZ umher verzehren, Ier. 21, 14.
§. 3. d) Ein Bild der Unfrnchtbarkeit, weil die Vänme im Walde keine Früchte tragen. Z. B. der Waid im Felde, Ezech. 20, 46. ist das Land und Volk Iuda, welches sich aus einem fruchtbaren Felde in einen nnfrnchtbaren Wald durch viele Sünden verwandelt hat. S. auch Esa. 32, 15. Ier. 26,18. Hos. 2, 12. Zach. 11, 2. Da3 Feld (Iudenthum) soll ein Wald (in verkehrten Sinn, wie
weiland die Hriden, dnhin gegeben) gerechnet werden, Esa.
39. 17.
Waldochs
Ein wilder Ochs, Esa. 51, 20.
Wall
Dergleichen Bollwerk wurde von Erde aufgeschüttet, um die Städte einzuschließeu, 2 Kon. 19, 32. Esa. 29, 3. Ezech. 21, 22.
Wallen
z. 1. a) Von einem Orte zum andern in der Fremde hernm, Nnth 1, 1. Esa. 23, 7. besonders mit Andern in Menge (s. Haufe §. 4.) nach dem Tempel reisen, Ps. 42, 5. t,) In der Fremde leben. Christen sind Gäste in der Welt, vielem Elend unterworfen, ehe sie durch die Wüste ins himmlische Canaan zur Nnhe kommen, 1 Petr. 1, 17.
Wir sind aber getrost, daß, dieweil wir im Leibe wohnen (und uns gleichsam entseruet uou Cliristo in der Fremde nufhnlten müssen), wallen wir dem HErrn, 2 Cor. 5, 6.
Darum fleißigen wir uns auch, wir sind daheim sphil. 1, 23.) oder wallen, daß wir ihm Wohlgefallen, ib. v. 9.
§. 2. Außer dem Leibe wallen. 2 Cor. 5, 8. Das geschieht eine Zeitlang, so lange nämlich die Seele vom Leibe vor der Auferstehung abgeschieden sein soll, und es scheint, als wenn wir gleichsam in der Fremde lebten, bis wir endlich am Tag der frohen Auferstehung die alte Wohnung, doch im Stande der Herrlichkeit, wieder beziehen und ewig bei dem HErrn sind.
z. 3. c) Vom Herzen, welches wie das Meer Wellen wirst, Ps. 46, 4. Ier. 5, 22. sich im Leibe wendet, Klagel. 1, 20. Ind. 12, 17.
Wallfahrt, s. Wallen
Ein Leben, mit stetem Herumreisen verknüpft. Von dem selbst erwählten Reisen der Päpstler zu oder nach heiligen Orten, oder gar Bildern weiß die Schrift nichts. Der Tempclbesuch hatte einen besondern göttlicheu Vcfehl. Die Zeit meiner Wallfahrt ist 130 Jahre, und langet nicht
an die Zeit meiner Väter in ihrer Wallfahrt, i Mos.
47, 9.
Canaan, das Land der Wallfahrt der Israeliten, 2 Mos.
Wallfisch
Unter einem solchen großen Fisch wird Pharao abgebildet.*
GOtt schuf große Walisische, 1 Mos. 1, 21.
Da sind Wallsische, die du gemacht hast, baß sie darinnen scherzen, Ps. 104, 26.
Ionas war drei Tage und drei Nächte im Wallfisch, Matth. 12, 40. (S. Ionns.)
* Du zerschlägst die Köpfe der Walisische, Ps. 74, 14. vergl. 2 Mos. 14, 24 ff.
Walten
1) Negieren, herrschen; 2) vom Feuer, überHand nehmen, Klagel. 1, 13. i) So hoch der Himmel über der Erde ist, läßt er seine Gnade
walten über die, so ihn fürchten, Ps. 103, 11. Seine Gnade und Wahrheit waltet (geht nuch weiter nnßer den
Juden auch zn den Heiden) über uns in Ewigkeit, Pf.
11?, 2.
Wälzen
Einen Stein von einem Orte weg, 1 Mos. 29, 8. 10. Einen in der Asche zeigt einen betrübten Zustand an, Klagel. 3, 16. Ezech. 27, 30. Sich von einem, von GOtt wenden.
Du wälzest dich von mir. und gehest hinauf, und machest dein Lager weit, El«. 57, 6.