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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Wegern ? Wehe.
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1, 16. und beständig, daß ein redlicher, beständiger Haß nud Feindschaft wider alle und jede Sünde un-verrnckt bleibe, Sir. 34, 28?31. 2 Petr. 2,18-22.
Wegern
Etwas nicht thun wollen, absagen, sich widersetzen.
Pharao wegerte sich, das Volk zu lassen, 2 Mos. 7, 14. c.
ift, 3.
Das Volk, zu gehorchen der Stimme Sauls, 1 Sam. 8, 19. Wegere dich der Züchtigung des Allmächtigen nicht (sondern
thue süße), Hiob 5, 17.
Ich bin gerecht und GOtt wegert mir mein Necht, Hiob 34, 5. Weil ich denn rufe, und ihr wegert euch, Sprw. 1, 24. Wegere dich nicht, dem Dürftigen Gutes zu thun, so deine Hand
von GOtt hat, solches zu thun, Sprw. 3, 27. Zweierlei bitte ich von dir, das wollest du mir nicht wegern,
ehe denn ich sterbe, Sprw. 30, 7. Wegert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom
Schwert gefressen werden, Esa. 1, 20. Denn so jene nicht entflohen find, die sich wegerten, da er auf
Erden redete; vielweniger wir, so wir uns deß wegern (van
dem abwenden), der vom Himmel redet, Ebr. 12, 25.
Wegnehmen
Z. V. a) dir Sünde, wenn sie GOtt gleichsam vor scinem Angesicht läßt vorübergehen, und ver-giebt, b) Die Strafe, GOtt macht, daß die Strafe abgewendet wird, 2 Mos. 10, 17. Hiob 7, 21. Die leiblichen, jedoch nicht mit Ausschließung der väterlichen Züchtigungen, 1 Cor. 11, 32. Ebr. 12, 5.11. die geistlichen und ewigen Strafen, daß sie die Oläu-bigen theils hier nicht länger schrecken und drücken, theils künftig nicht berühren sollen, Joh. 8, 51. 5, 24. Offb'. 2, 11. Col. 1, 13. Ps. 85, 2. 4. 2 Sam. 24, 16. Er nimmt alle Strafen weg, wahrhaftig, 5 Mos. 32, 4. willig, Ier. 32, 41. billig, Röm. 8, 31. mächtig, Eph. 1,'i9. 20. gänzlich und vollkommen, Ps. 103, 3. unveränderlich und unwiderruflich bei beharrlich Bußfertigen, Matth. 18, 32. doch ohne alles unser Verdienst und Würdigkeit aus lauter Gnade, Röm. 11, 32. um Christi willen, Joh. 1, 29.
So hat auch der HErr deine Sünde weggenommen, du wirst
nicht sterben, 2 Sam. 12, 13. Und nun, HErr, nimm weg die Missethat deines Knechtes; denn
ich habe sehr thörlich gethan, 2 Sam. 24, 10. Mein GOtt, nimm mich nicht weg in der Hälfte meiner Tage,
Ps. 102, 25. Der HErr wird ihr Geschmeide wegnehmen (ihre Llilße aufdecken),
Esa. 3, 17. Ich will Alles aus dem Lande wegnehmen, spricht der HErr,
Zeph. i, 2 ff. Der HErr (Messias) hat deine Strafe weggenommen, Zeph.
3, 15.
Und will die Sünde desselbigen Landes wegnehmen, auf einen
Tag, Zach. 3, 9. (S. Stein §. 5.) Sein Leben ist von der Erde weggenommen, A.G. 8, 33. (S.
Gericht §. 9.)
Wegraffen
Die Fürsorge GOttes liest die Gerechten gleichsam zusammen, und versetzt sie aus dieser Welt in die ewige Frende. Die Gerechten werden weggerafft vor dem Unglück, Esa. 57, i.
Wegreißen
Den Mum des Lebens, Offb. 2, 7. Christus ist aus der Gesellschaft der Lebendigen gleichsam ausgerissen wordeu, Esa. 53, 8.
Wegscheide
Wo die Wege getheilt werden, Ezech. 21, 21. Obad. 14. Marc. 11, 4.
Wegwerfen
§. 1. a) Hin und von sich werfen. Mit Gewalt verstoßen, Hos. 1, 6. Fromme werden nicht vou GOtt Büchner'S Hand-Concord.
verstoßen, ob sie gleich vor der Welt ohne Gnade und
Hülfe zu sein scheinen, b) Verachten.*
Fällt er, so wird er nicht weggeworfen: denn der HErr erhält
ihn bei der Hand, Ps. 37, 24. Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg, wie Schlacken (du
giebst ihnen Feierabend, daß sie ihre Loshclt nicht mehr auZ>
üben kilnnen, Ps. 37, 36.), darum liebe ich dcme Zeugnisse
Ps. 119, 119.
Behalten und Wegwerfen hat seine Zeit, Pred. 3. 6. Siehe, der HGrr wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen
wegwirft, und dich zufcharren, Efa. 22, 17. Ich will euch von meinem Angesicht wegwerfen, Ier. 7, 15.
* Ich werfe nicht weg dic(ft) Gnade, Gal. 2, 21.
§. 2. Das Vertrauen, als ein fauler und furchtsamer Fechter, der seiue Waffen mit Scham wegwirft. Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung
hat, Ebr. 10, 35.
Wehe
z. 1. a) Unglück, Elend, Verderben, b) Von den Schmerzen einer Gebärenden, Ier. 6, 24. Hos. 13, 13. Necht heftige Schmerzen, welche einen gleichsam wie Stricke zusammen fesseln.* (Von dem Stab Wehe s. Sanft §. 3.)
a) Wo ist Weh? wo ist Leid? ? Nämlich wo man beim Wein liegt, Sprw. 23, 29. 30.
Der Verächter Weg bringet Wehe (ist beschwerlich und hart), Sprw. 13, 15.
b) Sie (die Kirche) gebieret, ehe ihr wehe wird, Esa. 66, 7.
* Bin ich gottlos, fo ist mir weh. (Wehe mir!) Hiob 10, 15. Ich aber bin elend, und mir ist wehe ? GOtt, deine Hülfe
schütze mich, Ps. 69, 30.
Wie ist mir so herzlich wehe! Mein Herz pocht mir in meinem Leibe, Ier. 4, 19.
§. 2. Ein Klag- und Vedrohungswort, wenn man nämlich über großes Elend, Schmerz bittere Klage führt; oder einem Nebels androht.
Wehe uns! Wer will uns erretten von der Hand dieser mächtigen Götter, 1 Sam. 4, 3.
Wehe mir, daß ich ein Fremdling bin unter Mesech! Pf. 120, S.
Wehe dem, der allein ist! Wenn er fällt, fo ist kein Andrer da, der ihm aufhelfe, Pred. 4, 10.
Wehe dir Land, deß König ein Kind ist, und deß Fürsten früh essen! Pred. 10, 16.
O wehe des fündigen Volks! Efa. 1, 4.
Rühmen ihre Sünde, wie die zu Sodom, und verbergen sie nicht. Wehe ihrer Seele! Esa. 3, 9.
Wehe aber den Gottlosen, denn sie sind boshaftig! Gsa. 3, 11.
Wehe denen, die ein Haus an das andere ziehen, und einen Acker zum andern bringen! Esa. s, 8.
Wehe denen, die des Morgens früh auf sind, des SaufenZ sich zu befleißigen. Esa. 5, 11. die sich zusammen koppeln mit losen Stricken, v. 18. die Böses gut, und Gutes böse heißen, v. 20. die bei sich selbst weise sind, und halten sich selbst für klug, v. 21. fo Helden sind, Wein zu saufen, v. 22.
Wehe den Schriftgelehrten, die ungerechte Gesetze machen! Esa. 10, 1.
Wehe dem, der mit seinem Schöpfer hadert! Esa. 45, 9. der zum Vater saget: Warum hast du mich gezeuget? v. 10.
Wehe dir, Jerusalem! Wenn willst du doch gereiniget werden? Ier. 13, 27.
Wehe dem, der sein Haus mit Sünden bauet tc., Ier. 22, 13.
Wehe euch Hirten, die ihr die Heerde meiner Weide umbringet! Ier. 23, 1.
Die Krone unsers Haupts ist abgefallen. O wehe, daß wir so gesündiget haben! Klagel. 5. 16.
Wehe euch, die ihr Kissen machet den Leuten unter die Arme! Ezech. 13, 18.
Wehe ihnen, daß sie von mir weichen! Hof. 7, 13.
Wehe ihnen, wenn ich von ihnen bin gewichen! Hos. 9, 12.
Wehe denen, die Schaden zu thun trachten! Mich. 2, 1.
Wehe dem, der sein Gut mehret mit fremdem Gut! Wie lange wird es währen? Hab. 3, 6. der da geizet zum Unglück seines Hauses, v. 9. der die Stadt mit Blut bauet, v. 12.
Wehe denen, so an GOtt verzagen, und nicht fest halten! Sir. 2, 14. 15. so nicht beharren! v. IS.
Wehe euch Gottlosen, die ihr des Höchsten Gesetz verlasset, Sir.
Wehe dir^ Chorazin! wehe dir, Bethsaida! Matth. 11, 21. Wehe der Welt der Aergerniß halben! Matth. 13, 7. Wehe euch Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Matth. 23, 13. 14. 15. 16.
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