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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Weihen ? Weinberg.
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Weihen
Weihe, 2 Mos. 28, 3. 41. ist die Einweihung oder feierliche Erklärung und Bestimmung zu einem heiligen Amte, z. B. zum Priesterthum'e, 2 Mos. 28, '3. 41. oder zum heiligen Gebrauch, z. B. den Altar, c. 29, 36.37. welche durch heilige Gebräuche, Opfer u. dergl. geschah. Einweihung des salomonischen Tempels, 1 Kon. 8.
Weihrauch
a) Ein weißes und festes, wohlriechendes Gummi aus Arabien oder Indien, zu den Opfern mit gebraucht, b) Das Räuchern bei äußerlichem glcmb-und lieblosem Gottesdienst. Kam mit zum Räuchpulver, 2 Mos. 30, 34. Sie werden aus Saba Alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des HErrn Lob verkündigen, Esa. eo, 6. Matth. 8, 11.
Gebet süßen Geruch von euch, wie Weihrauch, Sir. 39, 18. b) Was frag ich nach dem Weihrauch, der aus dem Reich Ara-bia ? lommt, Ier. 6, 20.
Weile
Lieben Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch, Joh. 13, 33.
Denn noch über eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, und nicht verziehen, Gbr. 10, 37.
Wein
z. 1. a) Der Saft, aus Weinbeeren gepreßt. Das Christenthum beweist in seinen Grundsätzen über Gebrauch des Weins ebenso seine Freisinuig-keit, die nicht an äußere Satzungen bindet, die Heiligkeit nicht in willkürliche Enthaltungen setzt, Matth. 11,18.19. und durch erlaubten Genuß abergläubisch (wie in 0oä6x?86nä. V. ?. I. 607. sä. Cabrio. <3^ös ßpioilkS. I. 183. vier böse Geister im Wein) gefährdet glaubt; ? als seinen rciusittlichcn Ernst, indem es keinen unmäßigen Genuß gestattet, wie es unter Umständen Stoiker u. A. gestatteten, DioF. ^ae,'6. VII. 118. Ksneca äft Iran^. o. 15. Nx. 83 üu. ^-iom. Vi886rt. Nxicwt. I. o. 18. yxtr. II. c. 17. III. o. 2. F'/nVo äe klantat. p. 234. äs klolugig x. 455. oä. ?rkk. und es ??^ a(>er?^ <7li^?iarix^ nannten, siehe Ko/ineiFkasnss,' I>Ini08. Npiot. Nonuin. II. ?. 1. x. 266.; sondern nur einen Genuß, der zur Stärkung der Gesundheit und zur Erheiteruug dient.
Trank Noah. 1 Mos. 9, 21. Isaae, c. 27, 25. Hiobs Söhne,
Hiob i, 13.
Melchisebech trug Brod und Wein hervor, 1 Mos. 14, 18. Gaben die Töchter Lots ihrem Vater, 1 Mos. 19, 32. 33. 34. Seine Augen sind rother denn Wein, 1 Mos. 49, 12. Aaron und seine Söhne sollten keinen Wein trinken, 3 Mos.
10, 9. die Nazaräer, 4 Mos. 6, 3. Manohas Weib, Richt.
13, 4. Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn
haben, Ps. 4, 8. Und daß der Wein erfreue des Menschen Herz, Ps. 104, 15.
Pred. 10, 19. Sir. 40, 20. Der Wein macht lose Leute, Sprw. 20, 1. Wer Wein und Oel liebt, wird nicht reich, Sprw. 21, 17. Wo ist Weh? ? Nämlich wo man beim Wein liegt, und kommt
auszusaufen, was eingeschenket ist, Sprw. 23, 30. Siehe den Wein nicht an, daß er so roth ist, ib. v. 31. Gieb den Königen nicht Wein zu trinken, noch den Fürsten
starkes Getränk, Sprw. 31, 4. Gebet ? den Wein den betrübten Seelen (zur Erqnickung),
Sprw. 31, 6.
Trink deinen Wein mit gutem Muth, Pred. 9, ?. Wehe denen, die des Morgens früh auf find, des Saufens sich
zu befleißigen, und sitzen bis in die Nacht, daß sie der Wein
erhitzet, Esa. 5, 11. Wehe denen, so Helden sind, Wein zu saufen, und Krieger in
Völlerei, Esa. 5, 22. Man singt nicht beim Weintrinken, und gutes Getränk ist bitter
denen, so es trinken, Efa. 24, 9. 11. Beide Priester und Propheten ? sind im Wein ersoffen, Csa.
28, 7.
Kommt her, laßt uns Wein holen und vollfaufen, Gsa. 5«, 12.
Die Rechabiten tranken keinen Wein, Ier. 35, 2. 5. s. Johannes, Luc. i, 15. c. ?, 33.
Hurerei, Wein und Most machen toll, Hos. 4, 11.
Das Getreide ist verdorben, der Wein steht jämmerlich, Joel
1, 10.
Du sollst Most keltern, und nicht Wein trinken, Mich. 6, 15.
Der Wein betrügt den stolzen Mann, Hab. 2, 5.
Wir wollen uns mit dem besten Wein und Salben füllen,
Weish. 2, 7.
Ein neuer Freund ist (wie) ein neuer Wein, Sir. 9, 15. Wein und Weiber bethören die Weisen, Sir. 19, 2. Also prüfet der Wein der Frevler Herzen, wenn sie trunken
sind, Sir. 31, 31. Der Wein erquickt dem Menschen das Leben, so man ihn mäßig-
lich trinkt, Sir. 31, 32. ib. u. 34. 35. Der Mensch bedarf zu seinem Leben ? Weln ?, Sir. 39, 31. IEsus verwandelt Wasser in Wein, Joh. 2, 3. 9. 10. Sie find voll süßes Weins, A.G. 2, 13. Es ist besser, du essest kein Fleisch, und trinkest keinen Wein,
oder das, daran sich dein Bruder stößt, Röm. 14, 21. Saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentliches Wesen
folgt, sondern werdet voll Geistes, Euh. 5, 18. Trinke nicht mehr Wasser, sondern brauche ein wenig Weins,
um deines Magens willen, und daß du oft krank bist, i Tim.
5, 23.
z. 2. b) Der Rausch, welcher auf viel Weintrinken erfolgt, 1 Sam. 25, 37.
Als nun Noah erwachte von seinem Wein, 1 Mos. 9, 24. Laß den Wein von dir kommen, den du bei dir hast, i Sam. i, 14.
§. 3. c) Die Wirkungen der göttlichen Liebe und Gnade, nämlich Gerechtigkeit, Freude im heiligen Geist, Friede und andere geistliche Wohlthaten Christi, Esa. 25, 6. Die Weisheit schlachtete ihr Vieh, und trug ihren Wein auf,
Sprw. 9, 2. Kommt, zehret von meinem Brod; und trinket des Weins, den
ich schenke, ib. v. 5. Kommt her, und kaufet ohne Geld, umsonst, beide Wein und
Milch, Efa. 55, i.
§. 4. ll) Die Wirkungen des göttlichen Zorns,
Plage, Unglück, Heimsuchuug, Ps. 60, 5. Ier.
25, '15. Offb. 14, 10.
Der HErr hat einen Becher in der Hand, und mit starkem Wein voll eingeschenkt, Pf. 75, 9.
Werdet trunken, doch nicht vom Wein, Esa. 29, 9.
Höre dies, du Elende und Trunkene ohne Wein. Esa. 5i, 21.
Und Babylon, der großen, ward gedacht vor GOtt, ihr zu geben den Kelch des Weins von seinem grimmigen Zorn, Offb. 16, 19.
z. 5. e) Ein Bild abgöttischer Lehre, welche die Sinue der Menschen gleichsam trunken, toll und bezaubert macht, daß sie wider die Rechtgläubigen wüthen, Ier. 51, 7. Offb. 14, 8. c. 17, 2. c. 18, 3.
Weinbeerblut
Die Nasiräer sollen nichts trinken, was aus Weinbeeren gemacht,
4 Äos. 6, 3. Er wird sein Kleid in Wein waschen, und seinen Mantel in
Weinbeerblut, i Mos. 49, 11. vergl. Esa. 63, 2.
Weinberg
z. 1. a) Die Oerter, wo viele Weinstöcke gepflanzt stehen, waren im gelobten Lande zahlreich, und wurden zu ihrer Sicherheit mit Zäunen, Keltern und Thürmen versehen. Noah pflanzte Weinberge, 1 Mos. 9, 20. hatte Naboth, i Kon.
21, 1. pflanzte Salomo, Pred. 2, 4. soll Niemand beschädigen,
2 Mos. 22, 5. sollten wegen der Armen nicht genau gelesen
werden, 3 Mos. 19, 10. im siebenten Jahr nicht beschnitten,
c. 25, 4. und im Halljahr nicht gelesen, v. 11. nicht mit
mancherlei besäet werden, 5 Mos. 22, 9. Welcher einen Weinberg gepflanzt hat, und hat ihn noch nicht
gemein gemacht (keium Nutzen oauon gehabt), der ? bleibe
daheim, 5 Mos. 20, 6. Wenn du in deines Nächsten Weinberg gehest, so magst du
Trauben efsen nach deinem Willen, bis du satt bist, 5 Mos.
23, 2«. Weinberge wirst du pflanzen, und bauen, aber keinen Wein
trinken noch lesen, 5 Mos. 28, 39.