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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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WelZheit.
Creaturen, und da hat er Alles sowohl in dem Reiche der Natur, als in dem Reiche der Gnade also eingerichtet, daß dieser sein Endzweck erreicht werden kaun.
Bei ihm ist Weisheit und Gewalt, Rath und Verstand, Hiob 12, 13.
Der HGrr hat die Erde durch Weisheit gegründet, Sprw. 3, 19. 20. Ier. 10, 12. c. 51, 15.
Denn sein ist beide Weisheit und Stärke, Dan. 2, 20.
O welch eine Tiefe des Reichthums beide der Weisheit und Erkenntniß GOttes, Röm. ii, 33.
Amen, Lob und Ehre und Weisheit ? unserm GOtte, Offb. ?, 12.
z. 2. b) Die selbststandige. Der ewige Sohn GOttes, Sprw. 9, 1. (Wahrscheinlicher nur Per-sonisication der göttlichen Weisheit.) Wenn er an Weisheit zugenommen, Luc. 2, 52. so ist es von seiner Menschheit in seiner Erniedrigung zu verstehen. AIs GOtt war er eiues Wachsthums so wenig an Statur als Weisheit fähig.
Ruft nicht die Weisheit, und die Klugheit läßt sich hören? Sprw. 8, 1. c. 1, 20.
Auf welchem wird ruhen ? der Geist der Weisheit, Gsa. 11, 2.
Denen aber, die berufen sind ? predigen wir Christum, (der) göttliche Kraft und göttliche Weisheit (ist), 1 Cor. 1, 24. welcher uns gemacht ist von GOtt zur Weisheit, ib. v. 30. (S. Gerechtiakeil Z. 14.)
Iu welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntniß, Col. 2, 3.
Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig zu nehmen ? Weisheit, Offb. 5, 12.
z. 3. c) GOttes allweiser Nath und heilsame Austalt in Christo und seinem Reich. Die Gnade des Evangeliums heißt heimlich, Ps. 51, 8. Hiob 11, 6. weil sie damals nicht völlig, doch so viel nach jener Kirchenverfassung nöthig, offenbart war, oder weil sie nur deuen, die sich in Einfalt von dem Geiste GOttes leiten lassen, kund wird, den Nebrigen verborgen bleibt.
Die Weisheit muß sich rechtfertigen lassen von ihren Kindern, Matth. ii, 19.
Dieweil die Welt durch ihre Weisheit GOtt in seiner Weisheit uicht erkannte, 1 Cor. 1, Li. (S. Thöricht §. 3.)
Wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit GOtteZ, welche GOtt verordnet hat vor der Welt zu unferer Herrlichkeit, 1 Cor. 2, 7.
Auf daß jetzt kund würde ? die mannigfaltige Weisheit GOt-tes, Euh. 3, 10. (S. Gemeine.)
§. 4. V) Von Creaturen, a) Engeln.
Mein Herr ist weife, wie die Weisheit eines Engels GOtteZ, daß er merket Alles auf Erden, 2 Sam. 14, 20.
8. 5. b) Von Menschen I) die natürliche und Weltweisheit. Eine Wissenschaft göttlicher und menschlicher Dinge nebst den Ursachen, worauf sie beruhen. S. Klugheit, Verstand Philosophie :c. Die menschliche Weisheit ist entweder eine wahre, wenn mau in menschlichen Handlungen das Gute erwählt, und das Schädliche verwirft; oder eine eingebildete, wenn mau sich vorstellt, man habe die Weisheit, und gehört doch nnter die Narren, Sprw. 3, 7. 1 Cor. 3, 18.
Daß die Weisheit SalomoZ größer war, denn aller Kinder gegen Morgen, und aller Egypter Weisheit, i Kön. 4, 30. 34. c. 10, 6. 24. Pred. 1, IS.
Ja, ihr seid die Leute, mit euch wird die Weisheit sterben, Ziob 12, 2.
Ja, bei den Großvätern ist Weisheit, und der Verstand bei den Alten, Hiob 12, 12.
Die Weisheit ist höher zu wägen, denn Perlen, Hiob 28, 18. Sprw. 8, ii.
Latz die Jahre reden, und die Menge des Alters laß Weisheit beweifen, Hiob 32, 7.
Wer giebt die Weisheit ins Verborgene? Wer giebt verständige Gedanken? Hiob 33, 3S.
Meiu Mund soll von Weisheit reden; und mein Herz vom Verstand sagen, Ps. 49, 4.
So laß dein Herz auf Weisheit Acht haben, und neige dein Herz mit Fleiß dazu, Sprw. 2, 2.
Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, Sprw. 3, 13.
Nimm an Weisheit, nimm an Verstaub, Sprw. 4, b.
Der Weisheit Anfang ist, wenn man sie gerne höret, und die
Klugheit lieber hat, denn alle Güter, Sprw. 4, 7. Sprich zur Weisheit, du bist meine Schwester, Sprw. ?, 4. Der Mund des Gerechten bringet Weisheit, Sprw. 10, 31. Weisheit macht vernünftige Leute, Sprw. 13, 10. Das ist des Klugen Weisheit, daß er auf seine Wege merket,
Sprw. 14, 8.
Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser weder Gold. Sprw. i«, 16. Es hilft leine Weisheit, lein Verstand, kein Nath wider den
HErrn, Sprw. 21, 30.
Kaufe ? Weisheit lc., Sprw. 23, 23. (S. Verkaufen §. 2.) Durch Weisheit wird ein Haus gebauet, Sprw. 2t, 3. Weisheit ist dem Narren zu hoch, ib. v. 7. c. 26, 7. Wer mit Weisheit gehet, wird entrinnen, Sprw. 28, 20. Wer Weisheit liebet, erfreuet seinen Vater, Sprw. 23, 3. Nuthe und Strafe giebt Weisheit, Sprw. 29, 15. Wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämens, Prcd. 1, :8. Da sahe ich, daß die Weisheit die Thorheit übertraf, wie das
Licht die Finsterniß, Pred. 2, 13. Dem Menschen, der ihm gefällt, giebt er Weisheit, Vernunft
und Freude, ib. v. 26.
Weisheit ist ja besser, denn Stärke, Pred. 9, 16. 18. Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, Ier. 9, 23. Tr giebt den Weifen ihre Weisheit, und den Verständigen ihren
Verstand, Dan. 2, 21. Wer die Weisheit und Ruthe verachtet, der ist unselig, Weish.
3, 11. c. 10, 8. Ich will zu nichte machen die Weisheit der Weifen, und den
Verstand der Verständigen will ich verwerfen, 1 Cor. 1, 19. Hat nicht GOtt die Weisheit dieser Welt zur Thorheit gemacht,
ib. v. 20. Sintemal die Juden Zeichen fordern, und die Griechen nach
(Vernunft) Weisheit fragen, ib. v. 22. Dieser Welt Weisheit ist Thorheit bei GOtt, 1 Cor. 3, 19.
§. 6. II) Die christliche. Eine heilsame Erkenntniß der seligmachenden Wahrheit im Glanben und Gottseligkeit, wie sie als GOttes Sinn in der Schrift vorgetragen und ausgedrückt, und durch dieselbe in den Herzen der wiedergebornen Seelen, welche der Geist der Weisheit treibt, ein- und abgedrückt ist. Diese erwählt das Gute, verwirft das Böse, und zeigt durch einen guten Wandel die Früchte des Glaubeus. Sie heißt auch die göttliche Weisheit, Iac. 3, 15. Sir. 1, 13. Ps. 51, 8. Eph. 1, 16.17. weil sie eiue übernatürliche Fertigkeit eines erleuchteten Gemüths ist, in den Dingen, die das ewige Heil betreffen, das Böse von dem Guten also zu unterscheiden, daß man das Gute erwähle und das Böse verwerfe, Sprw. 9, 6. Luc. 2, 52. Esa. 7,15. Es gehört also die wahre Weisheit zum Verstand und Willen. Sie regiert «) die Wirkungen des Verstandes in der Erkenntniß des Guten, b) die Beweguugen des Willens, theils daß sie sich auf den rechten Gegenstand, nämlich das Gute, richten, theils daß sie auf die rechte Art mit diesem Gegenstand umgehen; wobei es vornehmlich auf dreierlei Art aukommt: 1) daß man eiuen guten Endzweck bei allen seinen Handlungen erwähle,
2) daß man auch die gehörigen Mittel gebrauche, die dienlich sind, uns zu diesem Endzweck zn bringen, und 3) daß man alle Hindernisse entweder vermeide, oder, weuu sie schou da siud, aus dem Wege räume. Da mm die Furcht des HErru der Weisheit Aufang ist, Ps. 111, 10. Sprw. 1, 7. c. 9, 10. Sir. 1, 16. Hiob 28, 28. so folgt daraus a) daß Niemaud wahrhaftig weise sein köuue, der GOtt nicht fürchtet und ihm dient, Sprw. 1, 7. 14, 6. Pred. 2, 26. Weish. 1, 4. O daß hingegen diejenigen allein weise Menschen sind, welche die Regeln der Religion und die Furcht GOttes genau beobachten, Ps. 25, 14. Sprw. 14, 9. Sir. 31, 13. Iacobus zählt, c. 3, 17. acht Eigenschaften der wahren Weisheit, daß sie sei 1) keusch, 2) friedfertig,
3) geliude oder billig, 4) gehorsam, sie läßt ihr sagen, 5) voll von Barmherzigkeit, 6) voll guter Früchte, 7) unparteiisch, und 8) ohne Heuchelei. Zur wahren Weisheit gelangt man, a) wenn man.