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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Wetter ? Widerchrist.
Wesen des (willigen) Geistes, und nicht im alten Wesen beZ Buchstabens, Röm. 7, 6.
So ihr anders von ihm gehöret habet, und in ihm gelehnt seid, wie in JEsu ein rechtschaffenes Wesen ist, Eph. 4, 21. (S. Ntchtschosstn.)
Wetter
8» 1. Ungestümer Sturmwind und Donnerwetter, Sir. 46, 20. sind Zeichen majestätisch göttlicher Macht. Elia fuhr in einem Wetter gen Himmel, Z Kon. 2, i. 11. Sir.
48, 9. 13.
Der HErr antwortete Hiob aus einem Wetter, Hiob 33, 1. Von Mitternacht kommt Wetter, Hiob 37, 9. Da du mich in der Noth anriefest, half ich dir aus, und erhörete
dich, da dich das Wetter überfiel (aus der Donntrwolke, da-
hinter ich verborge» war), Ps. 81, 8. Der Gottlose ist wie ein Wetter, das Überhin gehet, Sprw.
10, 25. Er ist der HErr, deß Wege im Wetter und Sturm sind, und
unter seinen Füßen dicker Staub, Nah. i, 3.
8. 2. Sie sind ein Bild a) des Zorns GOttes, welcher Alles zn Boden schlägt, Esa. 29, 6. b) der göttlichen Gerichte, welche geschwind über die Gottlosen kommen, und ins Verderben stürzen, c) großen Unglücks und Gefahr.
a) Der HErr wird kommen mit Feuer, und seine Wagen, wie ein Wetter, Gsa. 66, :5.
Siehe, es wird ein Wetter mit Grimm kommen und ? dem Gottlosen auf den Kopf fallen, Ier. Z3, 19.
b) Ps. 11, 6. Ps. 83, 16. Sprw. 1, 27. Esa. 4, 6. Ier. 25, 32. Amos 1, 14. Zeph. 1, 15.
Fressendes Feuer geht vor ihm her, und um ihn her ein großes
Wetter, Ps. 50, 3. Aber, was er thun will, das sieht Niemand, und das Wetter,
so vorhanden ist, merket kein Mensch, Sir. 16, 19.
c) Ich wollte eilen, daß ich entrinne vor dem Sturmwinde und Wetter, Pf. 55, 9.
Du Elende, über die alle Wetter gehen, und du Trostlose, Gsa.
Wetterwendisch
Zeitglänbig, der sich nach der Zeit richtet, und znr Zeit der Trübsal abfällt, Matth. 13, 21. Marc. 4, 17.
Wetzen
Scharf, scharfsichtig machen. Wenn GOtt sein Schwert wetzt, so schärft er cs znr Strafe, 5 Mos. 32,41. Ps. 7,13.
Ein Messer wetzt das andere, und ein Mann den andern, Surw. 27, 17.
Wichtig
Eine Vollwichtigkeit wird der Vortrefflichkeit des ewigen Lebens zugeschrieben, 2 Cor. 4,17.
Wicken
Andere wollen Mohn daraus machen, Esa. 28,
Widder
Ein Schafbock, wird als ein Bild eines Gewaltigen, Gzech. 39, 18. und des Reichs der Meder und Perser eingeführt, Dan. 8, 7.
Sahe Abraham mit seinen Hörnern in der Hecke hangen, i Mos.
22, 13.
Deren werden 1000 geopfert, i Chr. 30, 21. Ich will dir feiste Brandopfer thun von gebrannten (angeM-
deten und im Ranch aufgehenden) Widdern, Ps. 66, 15. Ich bin satt der Brandopfer von Widdern, Efa. 1, 11. Meinest du, der HErr habe Gefallen an viel tausend Widdern?
Mich. S, 7. Widderfelle mußten die Ifraelitcn zur Hebe bringen zur Stifts-
hütte, 2 Mos. 2S, S. c. 26, 14.
Widerbellen
Widersprechen. Knechte sollen bescheiden sein, Tit. 2, 9.
Widerchrist
§. 1. a) Ein Jeder, der falsche und wider die seligmachende Lehre Ehrifti streitende Sätze ausstreut und verficht. Der sich anstatt Christi seht, und wider Christmn ist.
Kinder, es ist die letzte Stunde, und wie ihr gehöret habt, daß der Widerchrist kommt, und nun sind viele Widerchristen geworden (tntstanden), 1 Joh. 2, 18.
Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn läugnet, ib. v. LZ.
Das ist der Geist des Widerchrists, von welchem ihr habt gehöret, daß er kommen werde, und ist jetzt (dem Vorspiel nnch) schon in der Welt, 1 Joh. 4, 3. (S. Geist ß. 30.)
Viele Verführer sind in die Welt gekommen, die nicht bekennen IEsum Christum, daß er in das Fleisch gekommen ist. Dieser ist der Verführer und der Widerchrist, 2 Joh. 7.
z. 2. b) Der, welchen Paulus beschreibt, 2 Thess. 2, 3 ff. (S. Adaddon §. 6.) Der große Antichrist wird in der Schrift, Dan. 11. 2 Thess. 2, 4. 1 Tim. 4, 2. 2 Petr. 2. Ofsb. 13. mit solchen Farben abgemalt, daß er anf sieben Bergen, Offb. 17, 9. 18. zwischen zwci Meeren, Dan. 11, 45. d. i. in Rom seinen Sitz habe, da werde er sich als einen GOtt ehren lassen, 2 Thess. 2, 4. 2 Petr. 2, 1. er werde seinen Irrthum schmücken mit lügenhaften Wundern, 2 Thess. 2, 10. Offb. 13, 13. ehelich zn werden, und die Speise, die GOtt geboten, verbieten, 1 Tim. 4, 3. Herrschaften verachten und Majestäten lästern, 2 Petr. 2, 10. Vr. Jud. v. 8. die Bekenner der reinen Lehre verfolgeu, Osfb. 17, 6. c. 13, 15. den Seinigen einen besondern Charakter geben. Offb. 13, 16. 17. und endlich bei Christi Zukunft gar vertilgt werden, Offb. 19, 20. und das sind die Lineamente der römischen Päpste. (Die Deutung des Antichrists auf den Papst, welche in der ältern Protestautischen Kirche die herrschende, und von der reformirten stirche in Frankreich sogar in ihr Glanbensbekenntniß anfgenommen worden ist, s. Damngarten's Polemik III. 396., dnrfte gar nicht den Protestanten so hoch angerechnet werden, da sie längst vor der Reformation, schon im 9. Jahrhundert, sich vorfindet, s. 6s,-5a^ 0oick38. Oatnoi. lid. 2. art. 3. 0. 6. äs ^M-ekrisw, i>. 585. sä. kol. 1679. FVaoii Oktalo^. ?68t. Vn-it. p. 108 8<i. Hurt» Sammlung merkw. Weissag. 1.153-185., und durch alle Iahrhuuderte bis auf Luther sich wiederholt. Dennoch ist das Papstthum, wenn es auch als Durchgang zum An-tichristenthnm angesehen werden dürfte, nicht dieses selbst; da es wohl Entstellung, Verfälschnng, aber nicht directe Verwerfung des Christenthums, nicht Apostasie und völlige Verläugnung aller Religion ist; s. schon Bengel Reden über die Offenb. S. 935. 936. Die antichristische Macht, als Collectiv gedacht, wird dem Christenthum, ja aller Religion, offen, ohne Maske, entgegentreten; es wird' das von Christo vorhergesagte Neifwerdcn des Bösen, Matth. 13, 30. der völlige Ausbruch eiues atheistischen Geistes sein; indem es GOttes Wille ist, daß anch das Vöse sich völlig entwickeln (parallel mit dem Guten 1. 0.) und in seiner ganzen Beschaffenheit und Tendenz manifestiren soll. Daß die christliche Offenbarung uns darüber belehrt, geschieht aus weisen Absichten. Es dient die traurige Cor-ruptibilität der menschlichen Natur, so wie aber auch die gewaltige Kraft des Christenthnms, ins Licht zn setzen, die den bösen Geist zu den änßersten Anstrengungen und Ausbrüchen treiben, ihn dann aber anch auf ewig überwinden und vernichten wird; es dient nns vor aller Berührung mit solchen Grnndsätzen, die antichristische Elemente und Ten-