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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Wiederkäuen ? Wille.
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cr wandelt nicht mehr nach dem Fleisch, R'öm. 6, 6. 12. hingegen findet sich nun etwas bei ihm, das zuvor nicht da war, nämlich der Geist, oder etwas Geistliches und Uebernatürliches. Er ist daher, als eine neue Creatur, nun Geist und ein geistlicher Mensch. Er ist zwar noch nicht lauter Geist, wie denn das Fleisch noch in ihm ist und sich regt; doch hat der Geist und die göttliche Natur in ihm die Oberhand, Rom. 8, 9. 2 Petr. 1, 3. 4. Die Kennzeichen der geistlichen Wiedergeburt sind: wenn man die Freundlichkeit und Leutseligkeit GOttes und Christi wahrhaftig und lebendig erkennt, Tit. 3, 4. an IE-sum Christum von Herzen glaubt, 1 Joh. 5, 1. und ihn über Alles ehrt, und allen anderen Dingen vorzieht, Phil. 3, 7. 8. 9. wenn man den Geist der Kindschaft und dessen Zeugniß hat, Röm. 8,15.16. und durch ihn das Abba, lieber Vater, von Herzen sprechen kann, Gal. 4, 6. wenn man nicht fleischlich, sondern geistlich gesinnt ist, und nicht nach dem Fleische, sondern nach dem Geiste lebt, Röm. 8, 1. nicht vorsätzlich sündigt, sondern recht thut, 1 Joh. 3, 9. 2, 29. sich vor dem Argen bewahrt, c. 5, 18. GOtt und seine Kinder liebt, 1 Joh. 5, 1. die Welt überwindet und Früchte des Geistes bringt, Gal. 5,22. Und obgleich solche Kinder GOttes noch Sünde an sich haben, Röm. 7, 17. 18. c. 8, 10. indem sie das Gesetz nicht vollkommen erfüllen können, A.G. 15,10. Röm. 8, 3. so ist doch, da Christus in ihnen lebt, Gal. 2, 19. 20. und sie im Geiste wandeln, Gal. 5, 25. nichts Veroammliches an ihnen, Röm. 8, 1. 8. 3. b) Matth. 19, 28. Die Wiederherstellung der verdorbenen Welt in der Kirche neuen Testaments, da Alles nach und nach wieder in den rechten Stand sott gesetzt werden, A.G. 3, 21. (S. Neu §. 3.) so, daß der alte Himmel und Erde vergehe, Esa. 65, 17 ff. wovon die Vollendung am jüngsten Tage zu erwarten.
Wiederkäuen
Thiere, die von Neuem käuen, was sie schon gekäuet und hintergeschluckt, 3 Mos. 11, 3. 5 Mos. 14, 6.
Wiederkehren
§. 1. a) An den Ort zurück gehen, wo man weggegangen.
1 Mos. 22, 19. 2 Mos. 33, 11. 2 Sam. 11, 4. Esa. 37, 34.
Luc. 2, 39.
Ein Jeder kehre wieder heim mit Frieden, i Kon. 22, 17. Kehre wieder, kehre wieder, Sulamith, Hohel. 6, 12. (S. Hm-
minndib §. 2.) Wenn wir weg sind, ist kein Wiederkehren, WeiZH. 2, 5.
§. 2. b) Sich bekehren. Kehre wieder, du abtrünniges Israel, spricht der HErr, Ier. 3,
12. 22.
z. 3. c) GOtt kehret wieder zu den Bußfertigen, wenn er sich ihnen wieder gnädig erzeigt, und sie mit neuen Wohlthaten überschüttet.
HErr, kehre dich doch wieder zu uns; und fei deinen Knechten
gnädig, Pf. 90, 13. Ich will mich wieder zu Jerusalem kehren mit Barmherzigkeit,
Zach. i, IS. c. S, 3.
Wiederkommen
Komm wieder, HTrr, zu der Menge der Taufenden Ifraels,
4 Mos. 10, 36. Und, als er (Simson) trank, kam sein Geist wieder und ward
erquicket, Richt. 15, 19. Wer in die Hölle hinunter fährt, kommt nicht wieder herauf,
Hiob 7, 9. 10. Ehe denn ich hingehe, und komme nicht wieder, nämlich in das
Land der Finsterniß, Hiob io, 21. c. 16, Z2.
Der du die Menschen lässest sterben, und sprichst: Kommet wieder (werdet wieder Staub) Menschenkinder, Ps. 90, 3.
Die Erlöfeten des HErrn werden wiederkommen lfrci hin und her ziehen) und gen Zion kommen mit Jauchzen, Efa. 35, 10.
Ob ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich doch wiederkommen (bei enrem Ende eure Seele zu mir aufnehmen), Joh. 14, 3.
Wiegen
Von der Unbeständigkeit des Gemüths, welches sich, wie eine Wolke vom Wind, hin und her bewegen läßt.
Auf daß wir nicht mehr Kinder seien, und uns wägen und wiegen lassen von allerlei Wind der Lehre, Gph. 4, 14.
Wiehern
Wie die vollen und müßigen Hengste, zeigt eine-geile Begierde zu unzüchtigem Wesen an, Ier. 5,8. c. 50, 11.
Wiesel
Ein Thier, fast wie ein Marder oder Eichhorn, 3 Mos. 11, 29.
Wild
z. 1. a) Von Thieren. GOtt braucht solche, um zn strafen, Ezech. 14, 21. Paulns, 1 Cor. 15, 32. sagt: Wenn ich, wie es Menschen im Sinne hatten, mit den Thieren zu Ephejus gestritten hätte, was hätte ich?c. Wcht.: Wenn ich nnr wie ein eitler Mensch (wie es Ehrgeizige in Ephesus thaten), entweder mit wilden Thieren, ? oder mit Menschen, die wilden Bestien ähnlich waren, A.G. 19, 23 ff. gckämpft, also mein leibliches Leben der Gefahr ausgesetzt hätte, was hülfe mirs ohne die Hoffnung des ewigen Lebens?)
3 Mos. 7, 24. c. 17, 15. Pf. 104, 11.
Und will wilde Thiere unter euch senden, die sollen eure Kinder
fressen, 3 Mos. 26, 22. Das Wild (A.: Waldesel) schreiet nicht, wenn es Gras hat, Hiob
6, S. Wer hat das Wild (den waldefel) so frei lassen gehen? Hiob
39, 5. (S.)
§. 2. b) Vom Menschen, unbäuoig, der sich uicht zähmen läßt, sondern seinen Begierden nachhängt, Ier. 2, 24. (S. Grimmig 2 Tim. 3, 3.)
Ismael wird ein wilder Mensch sein, i Mos. ie, 12.
Siehe, das Wild in der Wüste gehet heraus (diese wie Waldesel so wilden Leute gehen in der Ollste aus), wie sie pflegen, frühe zum Raube, daß sie die Speise bereiten für die Jungen, Hiob
24, S.
Wild und unbändig; daß ihre Füße in ihrem Hause nicht bleiben können, Sprw. 7, 11. 9, 13.
Wenn die Weissagung aus ist, wird das Volk wüst und wild (liederlich und fröhlich), Sprw. 29, 16.
Starkes Getränk macht wild, Sprw. 20, i.
Die sich an Huren hängen, werden wild, Sir. 19, 3.
Wildpret
Ein wildes Thier, das zum Essen taugt.
Fange mir ein Wildpret, 1 Mos. 27, 3.
Wille
§. 1. a) Von Menschen. I) Das durch Vorstellungen bestimmte Begehrungsvermögen, oder die Kraft der Seele, wo sie zu dem, was gut und angenehm, sich hinneigt, es erstrebt; und das, was böse und unangenehm, verabscheut. Im Stande der Unschuld war er gut, Eph. 4, 24. Daß er aber nach dem Falle verderbt sei, kann ein Jeder an sich durch eigene Empfindung der bei ihm aufsteigenden Lüste und Begierden fühlen, und aus den Folgen der Laster, die ihn unglücklich machen, er-tennen.
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