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Biblische Real- und Verbal-Handkonkordanz

M. Gottfried Büchner, E. Ch. Lutz, H. Riehm, Verlag von Ferd. Riehm, Basel, 1890

Exegetisch-homiletisches Lexikon über alle Sprüche der ganzen heiligen Schrift für Geistliche, Lehrer, Sonntagsschullehrer und die Familie.

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Wortkrieg ? Wunde.
1109
GOtt aus seinem Wesen von Ewigkeit her gezeugt, ist das selliststandige, d. i. der Sohn GOttes. Gleichwie ein Wort, von dem Verstande gezeugt, auch im Verstande bleibt, und wie man durch äußerliche Worte seine Gedanken und Willen kund macht: so hat auch GOtt seinen Sohn von Ewigkeit gezeugt, Ps. 2, 7. Ebr. 1, 3. welcher auch in ihm bleibt, Joh. 14, 10. und durch ihn hat er den Menschen seinen heiligen Nathschluß vou der Menschen Seligkeit offenbaren lassen, Joh. 1, 18. c. 3, 31. 32. sDer Sohn GMes heißt der Logos, als Sprecher, int6i-plß8 GOttes, durch den GOtt nicht erst feit dessen Menschwerdung, sondern schon im A. T., wenn gleich nicht stehend, geredet oder sich geoffenbart hat; er ist von jeher das Werkzeug des sich offenbarenden GOttes; nicht im Widerspruch mit Ebr. 1, 1?3. denn ere^a^ ^axo^o^t«? «^Hee«' nae
12. in Nattli. z>. 140. ?l., und 2 Mos. 23, 20?22. Mal. 3, 1. wie Joh. 12, 41. 1 Cor. 10, 4. 9. Ebr. 11, 26. c. 12, 25. 26. 1 Petr. 1, 11. deuten dies klar an; wie es auch der Glaube der alten christlichen Kirche war. S. Henke Magazin III. 109 ff. 389 ff. Ocis äs ^n^UZ p. 994?1068. Die Einheit der ganzen göttlichen Offenbaruugs- und Erlösungsanstalt leuchtet klar daraus hervor.)
Der Himmel ist durch das Wort des HErrn gemacht, und alle sein Heer dmch den Geist seines Mundes, Ps. 33, 6. (Dar-um lMt e« vstecs in der Schöpfung: GOtt sprach: 1 Mos. i, 3. 6 lc.)
Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei GOtt, und GOtt war das Wort, Joh. 1, 1.
Und das Wort ward Fleisch, und wohnete unter uns, ib. v. 14.
Der Vater, das Wort, und der heilige Geist; und diese Drei find Eins, 1 Joh. 5, 7. (S. Drei Z. 3.)
z. 5. b) Von Menschen. S. Lippe.
Sein Vater (Jacob) behielt diese Worte, 1 Mos. 37, 11. HErr, höre meine Worte, merke auf meine Rede, Ps. 5, 2. (S.
Verlangen.)
Ihre Worte sind gelinder, denn Oel, Ps. 55, 22. Täglich fechten sie meine Worte an, Pf. 56, 6. Siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HErr, nicht
alles wissest, Pf. 139, 4. Wo viele Worte sind, da geht es ohne Sünde nicht ab, Sprw.
10, 19.
Gin hartes Wort richtet Grimm an, Sprw. 15, i. Wer sich auf Worte verlaßt, dem wird nichts, Sprw: 19, 7. Ein Wort, gepredigt zu seiner Zeit (mit Geschicklichkeit), ist
wie goldene Aepfel in silbernen Schalen, Sprw. 25, 11. c.
15, 23.
Laß deiner Worte wenig sein, Pred. 5, i. Wo viele Worte sind, da höret man den Narren, ib. v. 2. c
10, 14.
GOtt ist Zeuge über alle Gedanken, und erkennet alle Herzen
gewiß, und höret alle Worte, WeiZH. i, 6. Ein gutes Wort ist besser, denn die Gabe, Sir. 18, 16. Es entfähret oft einem ein Wort, und meinet es doch nicht also,
Sir. 19, 16. Die Weisen wägen ihre Worte mit der Goldwage, Sir.
21, 27.
Du wägest dein Gold und Silber ein; warum wägest du nicht auch deine Worte auf der Goldwage? Sir. 28, 29.
Ich sage euch aber, daß die Menschen müssen Rechenschaft geben am jüngsten Gericht von einem jeglichen unnützen Worte, das sie geredet haben. (Venn) Aus deinen Worten wirst du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammet werden, Matth. 12, 36. 37.
Das Reich GOttes stehet nicht in Worten, sondern in Kraft, i Cor. 4, 20.
Lasset nicht von euch gesagt werden schandbare Worte, Eph. 5, 4.
Alles, was ihr thut mit Worten oder mit Werken, das thut Alles in dem Namen des HErrn IEsu, Col. 3, 17.
Lasset uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge (allein), sondern mit der That und Wahrheit, i Joh. 3, 18.
Wortkrieg
Dergleichen fangen die an, welche die Disputirsucht haben, und zwar übcr unnütze Dinge und Fragen, 1 Tim. 6, 4. (S.Geist z. 31.)
Wucher, Wuchern
§. 1. Ueberhaupt: der Gewinn, der durch den Verkehr mit baarem Gelde erworben wird. Zins, Interesse.
§. 2. Daß man Zinsen von seinem ansgeliehenen Geld nehme, ist weder im Recht der Natur, noch in der Schrift geboten; allein der würde die Pflichten der Dankbarkeit überschreiten, welcher mit geliehenem Gelde etwas erwürbe, und dem Darleiher keine Vergeltimg thun wollte. Zieht man von Verpachtung der Häuser und liegenden Gründe Nutzen: so kaun auch ein mäßiger Zins von ausgeliehencm Gelde nicht verboten scin. Fragt man aber, wie viel? so mag Lnther antworten: Die Gottesfurcht soll dies-falls allezeit fargMig sein, daß sie mehr fürchte, sie nehme zu viel, als zu wenig, dasz der Geiz nicht neben der Sicherheit des ziemlichen Kaufs einrcißei,je weniger auf hundert, je göttlicher und christlicher der Kauf ist. Heut zu Tage ist sehr weislich, aller Unordnung und Reberfetzung vorzu-baueu, aus fünf von hundert gesetzt.
§'. 3. In dem jüdischen Staate, wie er damals beschaffen gewesen, borgte wohl Niemand Geld, als der Arme. Ihre Nahrung bestand bloß im Ackerbau, Viehzucht und Handarbeit. Ihr Handel war klein und einzeln. Darum war das jüdische Poli-zeigcsetz gegeben, daß sie von ihren armen Brüdern, mit deren Schaden und Nachtheil, über die ausgeliehene Hauptsumme, für den erwiesenen Dienst des Leihens, keinen Wucher fordern sollten. Dieses heißt im Ebräischen ein Bis und Aeliersatz; im Griechischen eine Geburt, weil gleichsam ein Pfennig den andern gebiert. Von den Fremden durften die Juden Einsen nehmen, 5 Mos. 23, 20. 21. S. Rein» hard Moral III. 25?31.
Wenn du Geld leihest meinem Volk, das arm ist bei dir; sollst
du ? keinen Wucher auf ihn treiben, 2 Mos. 2Z, 25. 3 Mos.
25, 36. 37.
Verbot Nehemia, Neh. 5, 7. 10. Du sollst an deinem Bruder nicht wuchern weder mit Gelde, noch
mit Speise, noch mit Allem, damit man wuchern kann, 5 Mos.
23, 19. 20. HErr, wer wird wohnen in deiner Hütte? ? Wer sein Geld
nicht auf.Wucher giebt, Ps. 15, 1. 5. Wer sein Gut mehret mit Wucher und Uebersatz, der sammelt
es zu Nutz der Armen, Sprw. 28, 8. Habe ich doch weder auf Wucher geliehen, noch genommen, doch
fluchet mir Jedermann, Ier. 15, 10. Wer fromm ist, der wuchert nicht, Ezech. 18, 9. der Gottlose
wuchert, v. 13. die Juden wucherten, Ezech. 22, 12.
§. 4. Iu der Gleichuihrede verlaugt GOtt, daß seine Gaben zur Erbauung des Nächsten und Beförderung seiner Ehre sollen angewendet werden, Matth. 25, 27. Luc. 19, 23.
Wucherer
Ein Gläubiger, Schuldherr, damit sich auch Christus vergleicht, Luc. 7, 41. a) welcher seinem Schuldner Alles nimmt, t>) der, welchem die Juden, weun sie nicht bezahlen konnten, ihre Kinder zur Dieust-barkeit gaben, a) Es müsse der Wucherer aussaugen Alles, was er hat, Pf.
109, 11.
l>) Wer ist mein Wucherer, dem ich euch verkauft habe? Esa. 50, 1.
Wunde
z. 1. a) Die leiblichen, 1 Kon. 22, 34. ob sie schon zuweilen zum zeitlichen Tode befördern, sind nicht so gefährlich; als die b) geistlichen. Denn die <^ünde sticht, Sir. 21, 2. und die davon herrührenden Wunden stinken vor GOtt, wie ein fau-