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Illustrierte Kunstgeschichte

Johannes Emmer, Deutsche Volksbibliothek A.-G., Berlin, ohne Jahr [1901]

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Die hellenische Kunst.

die zweifellos sicheren Belege - nämlich die eigenen Werke der bahnbrechenden und führenden Meister - fehlen; solche sind nur in sehr spärlichem Maße vorhanden und wir sind zumeist auf spätere Nachbildungen angewiesen. Für die Zuteilung der letzteren sind die Berichte der alten Schriftsteller maßgebend und im Uebrigen müssen Rückschlüsse aushelfen. Streng genommen bleibt also unsere Kenntnis immer nur eine mittelbare und unsichere.

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Besprechung der Abbildungen. Bevor ich die Abbildungen zu diesem Abschnitt bespreche, möchte ich einiges über den leichtesten Weg sagen, welcher zum Verständnis der Kunstwerke führt. Das bloße Betrachten von Abbildungen nützt nicht viel, danach kann man sich nur allgemeine Begriffe bilden. Man muß das Auge und das Empfinden möglichst an guten Nachbildungen zu schulen suchen.

In den größeren Städten giebt es ja meist eine Sammlung antiker Kunstwerke oder deren Abgüsse. Unter diesen ist jedoch häufig nur weniges von wirklichem Wert, man suche sich deshalb ein paar gute Stücke aus jeder Zeit heraus und vertraue dabei seinem

^[Abb.: Fig. 128. Schreitende Artemis.

Marmornachbildung. Neapel, Museo Nazionale.]

^[Abb.: Fig. 129. Athena Parthenos des Phidias.

Verkleinerte Marmornachbildung. Athen, National-Museum.]