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Illustrierte Kunstgeschichte

Johannes Emmer, Deutsche Volksbibliothek A.-G., Berlin, ohne Jahr [1901]

Schlagworte auf dieser Seite: Germanische Kunst

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Germanische Kunst.

die vorgelagerte Halbsäule mit Würfelkapitäl deutlich zu unterscheiden. Zwischen den Wölbungsbogen sind die Fenster der Oberwand sichtbar, im Hintergrunde die großen Fenster des erhöhten Chores. Die Pfeiler und Halbsäulen sind ganz schmucklos.

Michaelskirche zu Hildesheim. Ein Blick in eine kleinere, aber reicher ausgestattete Kirche bietet Fig. 245. Die Pfeiler wechseln mit Säulen in der auf S. 238 erwähnten Weise. Die Säulenfüße sind schön gegliedert, die Kapitäle reich geschmückt. Die Entstehungszeit ist ungefähr die gleiche wie jene der Godeharduskirche (Fig. 243), mit der sie auch das einfache Aeußere gemeinsam hat.

Kloster Maulbronn. Den schönen, malerischen Eindruck, welchen die romanische Wölbung hervorruft, sobald an Stelle der einfachen, nur ihren Zwecken dienenden Bauglieder reicher ausgestattete treten, veranschaulicht Fig. 247, die Vorhalle des Klosters zu Maulbronn. Die Säulen sind sehr schlank gebildet und haben den auf S. 247 erwähnten Ring und zierliche Kelchkapitäle. Die schön gegliederten Bogen der Wölbung ruhen auf mehreren zusammengestellten Säulen. An Stelle einfacher Rundbogen sind als Abschlüsse der Fensteröffnungen Kleeblattbogen getreten, die je zu zweien von einem Rundbogen überspannt werden. Der reizende Bau, ein Werk der Cistercienser (S. 250), gehört zu den anmutigsten Schöpfungen aus der Zeit des Uebergangsstiles.

^[Abb.: Fig. 265. Flachbild vom Dom zu Modena.]

^[Abb.: Fig. 266. Kreuzabnahme, Flachbild von Ben. Antelami, vom Dom zu Parma.]