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Illustrierte Kunstgeschichte

Johannes Emmer, Deutsche Volksbibliothek A.-G., Berlin, ohne Jahr [1901]

Schlagworte auf dieser Seite: Die Malerei des 16. Jahrhunderts

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Die Malerei des 16. Jahrhunderts.

später in Oel, und wenn in den frühen Werken die Farbengebung noch etwas bunt und unruhig erscheint, so zeigen die späteren, daß er ebenso wohl die Farbenglut der Venetianer, wie deren zarte Abtönung und stimmungsvolle Lichtwirkung zu erreichen vermochte.

Dürers Nachfolger. Der Einfluß Dürers auf die deutsche Kunst war nachhaltig, dazu trugen namentlich seine Holzschnitte und Stiche bei, die allenthalben Verbreitung fanden. Diese vermittelten jedoch seine Formensprache, nicht seine Farbenkunst. Den großen Geist des Meisters voll zu erfassen, war freilich keiner im stande, und so sehen wir, daß Dürer - ebenso wenig wie Michelangelo keine eigentliche "Schule" hinterließ, obwohl er zahlreiche Gehilfen hatte und auch andere ihm persönlich nahe gestanden hatten. Diese Nachfolger unterlagen nach dem Hinscheiden des Meisters teils italienischen Einflüssen, teils vergröberten und verflachten sie dessen Kunstweise, weil sie nur das Aeußerliche und Augenfällige nachzuahmen vermochten.

Zu den unmittelbaren Schülern, beziehungsweise Gehilfen Dürers gehörte auch sein Bruder Hans Dürer, dessen eigene Werke jedoch ziemlich schwach sind. Besser bewahrte

^[Abb.: Fig. 575. Cranach: Die Ruhe auf der Flucht.

München. (Im Privatbesitz.)]