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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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und legt Kochsalz auf dieselbe. So läßt man die Suppe noch eine Stunde kochen. Das oben auf der Serviette liegende Salz zieht das überflüssige im Gefäße in Dunstform an. Dasselbe kristallisiert sich auf der Unterseite der Serviette.

Zu stark eingekochte Suppe verdünnt man nicht mit kaltem, sondern mit warmem Wasser und verstärkt sie dann mit etwas Fleischextrakt. Besonders Kochwasser von Blumenkohl, Spargel kräftigen den Wohlgeschmack der Suppe.

Beginnt frische Butter ranzig zu werden, so knetet man sie in frischem Wasser und darnach in süßer Milch gut durch.

Eingemachte Früchte zeigen manchmal Anlage zu Gärung oder Schimmelbildung. Man kocht dieselben bei den ersten Anzeichen mit Zugabe von Zucker nochmals und füllt sie in reines Geschirr, das man gut verschließt.

In Essig eingelegte Früchte kann man, um Luftzutritt und Schimmelbildung zu verhindern, mit flüssiger Butter oder Oel übergießen, Randen in Essig, etwas geschabten Meerrettig beigeben.

Ich will hier aufhören, sonst könnte bei so viel "gefehlten" Dingen die Geduld den Leserinnen ausgehen und will lieber ein andermal den Faden wieder aufnehmen. Hoffentlich kommen wir nicht oft in den Fall, häusliches Mißgeschick verzeichnen zu müssen. H. M.

Das Bügeln.

a. Das Bügeln der Stehkragen.

Das Bügeln der Stehtragen oder glatten Kragen, erfordert die wenigste Aufmerksamkeit von allen Kragen, da man es hier nur mit einer glatten Form zu thun hat, und beginnt mit dem Trockenbügeln der linken Seite, was als vollendet anzusehen ist, wenn auf der anderen, d. h. auf der rechten Seite keine Falten oder Blasen mehr sichtbar sind; erst dann geht man zum Bügeln der rechten Seite über, welche ebenfalls trocken gebügelt werden muß. Das hierauf zu erfolgende Benetzen mit einem feuchten Schwämmchen und das dadurch nötige nochmalige Trockenbügeln findet aus schon erwähnten Gründen auch hier seine Berechtigung.

B. Bügeln der Umlegekragen.

Das Bügeln der Umlegekragen ist dem oben erwähnten gleich zu achten. Man muß diese wie die Stehkragen hehandeln, da das Umlegen erst nach dem darauffolgenden Glanzieren erfolgt.

An den Stellen wo die Kragen umgebogen werden, müssen sie vor dem Umbiegen mit Wasser befeuchtet werden, damit der Stoff des Kragens nicht bricht. Leider wird dies meist von Büglerinnen versäumt, und man darf sich dann nicht wundern, wenn die Kragen nach kurzer Zeit an diesen Stellen brechen und dadurch unbrauchbar werden.

C. Bügeln der Stehkragen mit Ueberschlag.

Diese Art Kragen greifen alle Stehkragen in sich, die einen Ueberschlag besitzen, mag derselbe leicht oder scharf gebogen sein. Um solche Kragen richtig bügeln zu können, muß man immer wissen, welcher Teil der äußeren Seite angehört. Die Behandlung dieser Kragen ist von den unter a. genannten glatten Stehkragen nur insoweit verschieden, als daß hier die vorderen Teile d. h. die Enden, welche durch ihre leichte oder scharfe Biegung die innere Seite nach außen kehren, der anderen Seite gleich zu achten sind, während der andere nach innen gekehrt bleibende Teil, als innere oder verkehrte Seite behandelt wird. Es ist demnach hierbei nicht immer eine Seite als gleich zu behandeln. Im Uebrigen nehme ich Bezug auf das in diesem Artikel unter a. angeführte Bügeln der glatten Stehkragen.

Aus "Prakt. Anleitnng zur Glanz- und Kunstplätterei von Rosa von Eichenfels."

Hausmittel und Rezepte.

Treppenläufer zu schonen. Man bedecke zunächst den Rand der Treppenstufen, soweit dieselben betreten werden, mit mehrfach zusammengelegtem Zeitungspapier, wodurch dem schnellen Durchstoßen der Läufer Einhalt getan wird. Ferner nehme man 50-60cm mehr Teppichstoff als eigentlich gebraucht wird und ändere allwöchentlich die Lage des Läufers um einige cm, wodurch sich dieser langsamer und gleichmäßiger abnützt und gewiß doppelt so lange hält.

Fleckenreinigung.

Sammetbänder zu reinigen. Man spannt das Sammetband straff in der Luft, indem man das eine Ende etwa am Nähkissen befestigt und das andere mit der Hand hält. Mit in Benzin getauchten Wolllappen reibt man nun das Band linksseitig tüchtig ab, erneuert dies solange, bis der Lappen rein bleibt, und reibt zuletzt das Band trocken. R.

Einmachkunst.

Pflaumen in Zucker. Schöne Pflaumen werden geschält; ausgekernt, in eine Schüssel gelegt und mit halb so viel Zucker überstreut als die Früchte wiegen. So läßt man sie 24 Stunden an einem kühlen Orte liegen. Inzwischen hat sich Saft gebildet, diesen gießt man ab und kocht ihn 1/4 Stunde lang, legt