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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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An S. S. in Sch. Sparkocher. Die Antwort in Nr. 7 der Kochschule bedarf der Berichtigung, da der Antwortgeber, wie es scheint, den Sparkocher "Ideal" mit einem Gaskocher verwechselt und ihm der Sparkocher "Ideal" unbekannt ist, sonst müßte er wissen, daß der Sparkocher "Ideal" ein feuerloser Garkocher ist, in welchem die Speisen aber mindestens in der gleichen Zeit feuerlos gargekocht werden, wie sonst auf beständigem Feuer, nachdem man sie auf beliebigem Kochherd nur auf den Siedepunkt gebracht hat, welches günstige Kochresultat bisher noch durch keinen andern Apparat erreicht wurde. I. F. Z. in Z.

An S. K. in I. Bett-Tapis. Muster zu schönen, geschmackvollen Bett-Tapis erhalten Sie bet Frl. Louise Saberg, Stickereigeschäft in Langenthal (Kt. Bern), woselbst Sie auch die Etamine ein- und doppelfädig und dazu passendes Garn beziehen können. Von einer farbigen Bordüre würde ich entschieden abraten, da die Farben bei jeder Wäsche blasser werden. Eher zu Etamine in creme, gleichfarbiges Garn verwenden und damit im Stopfstich schöne Figuren arbeiten. Eine gehäkelte Spitze unten ist dann nicht nötig. Als Unterlage dient farbige Satinette. Vorhänge können Sie jedenfalls von gleichem Stoff u. entsprechendem Muster anfertigen. Oben beschriebenes Tapis ist sehr schön und modern. H. G.

An Fr. G.-M. B. Zimmerböden. Sie werden das Gewünschte nur erreichen, wenn Sie die Böden abhobeln lassen. Z. N.

An B. v. G. Desinfektionsmittel. Stellen Sie in dem Haufe einige Töpfchen mit Chlortalk auf. (Man vermischt 1 Teil Chlorkalk mit 24 Teilen Wasser). Die üblen Gerüche werden dadurch entfernt und die Räume desinfiziert werden. Die Flüssigkeit können Sie auch in den Abtritt und in den Schüttstein gießen, sowie ungestrichene Fußböden mit sehr schwacher Clorlösung aufwaschen. I. O.

An Fr. E. H. in B. Konservieren von Eiern. Nach vielfach gemachten praktischen Erfahrungen darf die Eierkonservierung mittelst Wasserglaslösung als eines der besten und billigsten Verfahren bezeichnet werden. Wasserglas ist in jeder Droguenhandlung erhältlich und es wird die Konservierung der Eier mit diesem auf nachstehende Weise ausgeführt: Man stellt eine Mischung von 10l Wasser und 1l Wasserglas her. Das Eingießen der Wasserglasflüssigkeit in das Wasser erfolgt des bessern Durchmischens halber unter beständigem Umrühren. Diese 11l Flüssigkett reichen für ca. 140-150 Eier aus. Die zu konservierenden Eier werden in ein Steingut bezw. in ein glasiertes Tongefäß oder in eine hölzerne Tonne von entsprechender Größe eingelegt, wonach dann dte Konservterungsflüssigkeit langsam zugegossen wird. Die Flüssigkeit muß über der obersten Schicht Eter noch mindestens zwei Finger hoch stehen. Ein luftdichter Verschluß ist nicht nicht notwendig und genügt es, wenn auf die Oeffnung der Gefäße ein ringsherum festaufliegender Deckel gelegt wird, den man, damit er nicht so ohne weiteres verschoben wird, etwas beschwert. Ist die Oeffnung nicht zu groß, so verschließt man dieselbe wohl auch mit einigen Lagen Zeitungspapier, das am Rande herum festgebunden wird, wonach man dann noch eine starke Pappe oder einen Holzdeckel auflegen kann. Die Gefäße mit den Eiern müssen an einem kühlen Ort, am besten im Keller aufgestellt werden, und zwar auf dem Fußboden. Es muß streng darauf geachtet werden, daß nur ganz frische bezw. nur wenige Tage alte Eier zur Verwendung kommen.

An R. W. in H. Schinken. Die Schinken oder Schaufeln (Schüfeli) müssen, wenn sie gekocht sind - im eigenen Sud erkalten. K.

An G.-Z. in B. Sonnenbäder. Es ist zu raten, daß sowohl punkto Einrichtung als Verwendung der Sonnenbäder der Arzt befragt werde, da dabei verschiedene sanitarische Verhaltungsmaßregeln je nach dem Leiden der Betreffenden nicht umgangen werden dürfen.

An Fr. L. in H. Fußbodenlack. Das Beste ist, mit einigen Quadratmetern einen Versuch zu machen. Frage 3 kann in absoluter Weise nur beantwortet werden, wenn man die zutreffenden Verhältnisse aus der Nähe kennt. Allervörderst sind die klimatologischen Bedingungen maßgebend, hauptsächlich, wenn es sich darum handeln würde, auch Kranke oder Rekonvaleszenten aufzunehmen: erst nachher kommt der finanzielle Punkt.

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