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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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terem vor Gebrauch etwas Alaun zusetzt, so halten sich die Fliegen in den betreffenden Räumen nicht mehr auf.

Ungeziefer.

Schwabenkäfer zu vertreiben. Man legt in Bier angefeuchtete Lappen herum (nachts 10 oder 11 Uhr). Unter diesen sammeln sich die Käfer massenhaft und dann kann man sie leicht vernichten. G.

Handarbeit.

Umhüllung für Blumentöpfe oder -Gläser. Man leimt eine runde hohe Schachtel ohne Deckel auf ein viereckiges Brettchen, bestreicht die Schachtel mit Leim und klebt Baumrinde, die man im Walde sammelt, oder auch beim Holzspalten bekommen kann, daran. Oben am Rande schneidet man die Rinden nicht zu, damit sie natürliche Kanten bilden. Nun vergoldet man die Rinde, und ehe der Lack trocknet, stellt man in die Fugen hie und da etwas Moos. Nachdem das Brettchen auch mit Leim bezogen ist, belegt man es mit grauem und grünem Plattenmoos. Man kann nun in diese Enveloppe ein Glas mit Blumen oder einen Blumentopf mit hängenden Gewächsen stellen. Aus "Mode und Haus."

Einmachkunst.

Grüne Bohnen einzumachen. Man nehme junge zarte Bohnen, wenn sie von den Fäden befreit sind, so gebe man in ein irdenes oder hölzernes Geschirr je eine Lage Bohnen und etwas gestoßenen Zucker, bis dasselbe ganz gefüllt ist, nachher lege man ein Tüchlein oder Rebblätter und ein passendes Brett mit Steinen darauf, sowie etwas Wasser. Das ganze lasse man einige Wochen ruhig liegen. Will man die Bohnen kochen, verfahre man wie bei Salzbohnen (setze sie also mit kaltem Wasser zu), nur wässere man sie vorher gehörig, damit der süßliche Geschmack verloren geht und koche sie wie frische Bohnen. Frau Vo. in G.

Heidelbeerkonfitüre. Zu 3 Pfd. Beeren nehme man 2 Pfd. Zucker, setze beides zusammen ohne Wasser auf schwaches Feuer und wenn's zu kochen anfängt, schäume man fortwährend gut ab, bis die Konfitüre ziemlich dick eingekocht ist. Fülle sie noch warm in Gläser und verbinde mit Pergamentpapier. Ist als Beigabe zu gesottenen neuen Kartoffeln den Kindern eine willkommene Abendspeise. M. M. in A.

Kochrezepte.

Gebackene Rinderzunge. Eine gut vorbereitete Rinderzunge wird in Fleischbrühe so weich gekocht, daß sie sich häuten läßt, dann muß sie noch ein wenig in Madeira ziehen. Dann schneidet man die Zunge in schräger Richtung in schöne Scheiben, reibt diese mit Salz, Pfeffer und Mehl ein, wendet sie in zerklopftem Ei und Semmel um und bäckt sie auf beiden Seiten in Butter schön gelb. Man kann dazu den Wein, mit etwas Brühe versetzt und kurz eingekocht, als Sauce geben, doch muß sie recht sämig sein.

Kirschenklöße. 1 Pfd. ausgesteinte Kirschen werden ohne Wasser mit Zucker, Zitronenschale und Nelken langsam gekocht. Etwas abgekühlt gibt man ein kleines Stück Butter, 4 Eier und geriebenes Weißbrod dazu, formt kleine Klöße davon und läßt sie 5-10 Minuten kochen und gibt Schaumsauce dazu. Sch.-G.

Kirschen-Kalteschale. 1 Pfd. ausgesteinte Kirschen kocht man mit ¼ Pfd. Zucker weich und gibt sie in eine Suppenschüssel. Die Kirschensteine werden gestoßen und mit einer Flasche Wasser, etwas Zitronenschale und 1 Stückchen Zimmt ¼ Stunde gekocht. Alsdann gibt man eine Flasche guten Tischwein dazu, nebst ½ Pfd. Zucker und läßt die Flüssigkeit erkalten, worauf man sie über die gekochten Kirschen und kleine Stückchen Zwieback in die Suppenschüssel gießt.

Heidelbeerbrei. Die Heidelbeeren werden gewaschen und mit viel Zucker und Zimmt auf schwachem Feuer gekocht. Wenn sie bald gar sind, so werden 2-3 Eigelb mit einer kleinen Tasse süßem Rahm verklopft und dies langsam in den Brei gerührt. Alsdann noch ein wenig kochen lassen, bis der Brei die gehörige Dicke hat und über geröstete Brotbröseli anrichten. Schmeckt warm und kalt vortrefflich. M. M. in A.

Briefwechsel der Abonnenten unter sich.

(Unter Verantwortung der Einsender.)

Fragen.

Von R. G. in W. Petrol-Backofen. Könnte mir jemand aus dem Leserkreise den Petrolbackofen von Weck in Zürich oder auch sonst ein System aus eigener Erfahrung empfehlen? Der Preis in dem Prospekt ist 10 Fr.; ist dabei wohl