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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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An B. K. in F. Fettflecken. Fettflecken aus braunem Chagrinleder. Man legt starkes weißes Löschpapier, 6-8-fach zusammengefaltet und mit Benzin durchtränkt auf die Fettflecken und beschwert es mit Gewichten. Nach 10-20 Minuten werden die Flecken verschwunden sein. Auf gleiche Weise entfernt man auch Oelflecke aus Büchereinbänden von Kalliko. S. K.

An B. G. in S. Seidenband. Farbige und auch weiße Seidenbänder reinigt man auf folgende Weise: Das Band wird in ein mit Spiritus gefülltes Gefäß gelegt und zwischen den Fingern gerieben. Dann läßt man den Spiritus, ohne das Band auszuringen ^[richtig: auszuwringen], abtropfen. In gleicher Weise wird das Band mit Petroleumäther behandelt, dann auf ein Leinentuch gelegt und 5 Minuten im Zimmer zum Trocknen aufgehängt. Nach zwei Stunden wird das Band links gebügelt. L. Th.

An V. B. Teppiche. Die Teppiche aus Stoffstreifen werden gestrickt, und zwar stets rechts gestrickt wie ein Strumpfband.

An B. B. Smyrnaarbeit. Das Material zu einer Bettvorlage kommt auf Fr 25 bis 40 Fr. zu stehen; Frau Witwe Schröter, Limmatquai 10, Zürich, liefert dasselbe und gibt den Unterricht, der nur ½ Stunde erfordert, alsdann gratis.

An V. B. Kochgeschirr. Das Pruntruter Geschirr wird dauerhafter, wenn man es als neu 24 Stunden ins Wasser legt und schließlich es im Wasserbade (kalt zugesetzt) mit einer Handvoll Salz und 1-2 Glas Essig aufkocht und im gleichen Wasser wieder erkalten läßt.

An I. B. I. Fußschweiß zurückgetretener soll sich wieder einstellen, wenn man einige Wochen lang täglich ein heißes Fußbad nimmt, laut med. Haus-Lexikon von Dr. Hugo Pohl.

An M. W K. Fußbodenfugen verkitten. Man nimmt 5 Teile Quarkkäse und 1 Teil ungelöschten Kalk, vermengt dies sehr gut zusammen und füllt damit die Fugen gut aus. Dieser Kitt erhärtet in den Fugen zu einer steinharten Masse.

An Frau L. S. in Bern. Mückenplage. Ich habe mit Fritz Zillers Kresapolseife bei der Vertreibung und Vertilgung sämtlicher Insekten so gute Erfolge gehabt, daß ich Ihnen und anderen Leserinnen dieses Mittel warm empfehlen darf. Fr. S.-Fr.

An A. L. in B. Mayonnaise. Gerinnt die Mayonnaise trotz aller Vorsicht, so gebe man in eine Schüssel einen Eßlöffel voll kalte, recht dicke Milchsauce (Butter, Mehl und Milch gekocht) und ein Eigelb, rühre die geronnene Mayonnaise langsam, zuerst nur löffelweise hinein, worauf sie wieder glatt wird. Indem ich dieses Verfahren aus eigener vielfacher Erfahrung und als Rezept des berühmten Herrn Buchofer empfehle. Frau H. in B.

An B. W. L. Als Kinderheim während der Ferien hat sich bei meiner Familie bewährt die Pension der Frl. Schwestern Reist in Lützelflüh, Kt. Bern. Einfach, aber Ihren Zwecken entsprechend. E. B.

An El. Z. in G. Gartenmöbel vor Fäulnis zu bewahren. Gartenbänke und -Tische aus Holz setzen dort am ehesten Fäulnis an, wo Nägel oder Schrauben eingeschlagen sind und sich an diesen Stellen Vertiefungen gebildet haben. Hier setzt sich das Regenwasser an; es kann nicht abfließen, und im Laufe nicht zu langer Zeit bilden sich dann faulende Holzstellen. Hiermit ist der Grund zur baldigen Vernichtung des Möbels gelegt. Gartenbänke, an denen z. B. die Stollen von Eisen, Sitz und Rücklehne von Holz sind, sind dieser Gefahr sehr ausgesetzt. Die Holzteile sind vermittelst Schrauben an die Eisenteile befestigt; die Schraubenmutter ist in das Holz eingelassen und gewährt meistens, wenn auch nur durch einen schmalen Ritz, dem Regenwasser einen kleinen Sammelpunkt. Der Grund zur baldigen Vernichtung ist gelegt. Um nun dies zu vermeiden, sehe man alle Bänke und Tische darauf hin nach. Findet sich irgendwo eine Stelle, wo das Wasser sich sammeln kann, so verkittet man sie mit Fensterkitt; ist schon Fäulnis vorhanden, so kratze man die weichen Teile fort und verkitte dann; aber glatt, mit dem Holz gleich eben. Im Frühjahr, wenn alles frisch angestrichen wird, ist die Zeit, auf solche Mängel zu achten; der Anstrich verdeckt die ausgebesserten Stellen vollständig. Die Möbel halten ein paar Jahre länger dadurch. Sogar bei Lauben und Veranden aus Holz kann diese Praxis angewendet werden. Aus "Daheim."

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