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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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An J. V. in G. Granittreppen. In unserm Hause werden diese Treppen alle Samstag von oben bis unten gekehrt und dreimal im Jahre mit Seifenlauge und Bürste gefegt. Bei Eintritt der Kälte dürfen die Treppen nicht mehr genäßt werden. F. Th. in L.

An G. L. in H. Quittenmark. Zur Bereitung von Gelée werden die Früchte sauber von Schalen und Kerngehäusen befreit. Diese werden in einem saubern Säcklein eingebunden mit den Quitten gekocht. Auf diese Art bleibt Ihnen das Mark nach Abzug des Saftes frei. Auf 1 Pfund Mark nimmt man ¾ Pfund Zucker und kocht alles so lange, bis eine feine Marmelade entsteht. Diese wird wie jede andere Konfitüre in Gläser gefüllt und aufbewahrt. F. Th. in L.

An F. D. in N. England. Ich möchte Ihnen raten, sich an Herrn Pastor Brändli, Swiß House 15, Mecklenburgh Spuare ^[richtig: Square] in London zu wenden. Es sind mir von dort schon sehr günstige Erfolge bekannt geworden. Eine langjährige Abonnentin, die sich freut, wenn sie dienen kann. L. F. in Cannes.

An J. in G. Ausgekämmte Haare. In Nr. 3 und 4 der Kochschule 1. Jahrganges finden Sie Ihre Frage beantwortet auf Seite 22 und 30. Uebrigens war Ihre Anfrage ohne Unterschrift und konnte schon deshalb keine Aufnahme finden. D. R.

An B. S. in Sch. Vorhänge. Filettüll zu Vorhängen finden Sie in bester Qualität bei Frau E. Nebel-Kern, Stickereigeschäft Basel. 52 Weiherweg. Muster stehen gerne zu Diensten. Ab. in B.

An B. Sch. Sticken. Für Namen und Monogramme empfehle Ihnen das Handstickereigeschäft von A. Fritschi, St. Gallen. Gute und billige Bedienung. Ab. in B.

An S. G. in W. Schlehenliqueur. Eigentlich sollten die Schlehen, welche im September gepflückt werden, erst 24 Stunden an die Sonne gelegt und dann entkernt werden. Die Kerne werden gereinigt und an der Sonne getrocknet. Nun aber, da der Oktober schon seinem Ende naht, verfahren Sie am besten nach folgendem Rezept: Die Schlehen bringt man in ein Gefäß mit Wasser und läßt sie so lange darin liegen, bis sich das Fleisch von den Steinen löst. Dann werden diese getrocknet, auf die Wage gelegt, man rechnet auf je 125 Gr. Kerne 1 Liter feinen Branntwein, zerschlägt die Kerne und läßt sie samt den Schalen in gut verstöpselten Flaschen sechs Wochen in dem Branntwein ziehen und schüttelt ihn von Zeit zu Zeit um. Nach Verlauf der 6 Wochen filtriert man ihn und gießt ihn in eine große Schüssel, siedet auf je 1 Liter Branntwein 750 Gr. Zucker über lebhaftem Feuer zu einem bräunlichen Syrup und schüttet diesen vorsichtig unter starkem, anhaltendem Rühren in den Branntwein, rührt so lange fort, bis Beides vollständig gemischt ist, füllt den Liqueur in die Flaschen zurück, verkorkt und versiegelt dieselben und läßt sie eine Zeitlang lagern, da der Liqueur sich durch langes Liegen immer mehr verfeinert. K. L.

An B. H. in P. Sauerkraut. Man hobelt sogenannten Spitzkabis, sehr große Köpfe auf einem Krauthobel sehr fein, (die Strünke und Blattrippen werden weggeschnitten, auch die oberen etwas defekten Blätter entfernt), worauf man es mit Salz durchmischt (auf 60 Stück kleinere und mittelgroße Krautköpfe rechnet man höchstens 1 Kilo Salz) und fest in die Krautstande eingestampft, nachdem man den Boden derselben mit Krautblättern belegt hat. Obenan streut man noch etwas Salz, legt Krautblätter und ein reines Tuch darüber, deckt das Faß zu und beschwert den Deckel mit Steinen, läßt es in einem mäßig warmen Orte stehen, bis der saure Geruch und Geschmack der Brühe anzeigen, daß die Gärung vor sich gegangen ist und stellt es dann in den Keller. Jedesmal, wenn man Kraut aus dem Fasse genommen hat, muß man die Oberfläche wieder ebnen, das Tuch, den Deckel, die Steine und die Ränder des Fasses reinigen, das Tuch darüber breiten und den Deckel wieder beschweren, denn nur so kann man das Kraut vor dem Verderben bewahren. Sie können auch weiße Rüben darunter einschneiden, doch schmeckt das Kraut ohne dieses feiner. In manchen Gegenden ist es Sitte, kleingeschnittenen Dill, sowie Kümmel und Fenchelsamen, Pfefferkörner und Wachholderbeeren schichtweise zwischen das Kraut zu legen oder damit zu vermischen. H. J.

An E. F. Weihnachtsarbeiten für Kinder erhalten Sie in jedem Tapisseriegeschäft in großer Auswahl. Um Ihrem Wunsche zu entsprechen, nenne ich Ihnen zugleich einige leichte und praktische Arbeiten aus Papierstramin: z. B. 1. Buchzeichen verschiedener Art; 2. Kleine Kästchen für Schmuck, oder zum Füllen mit Bonbons; 3. Notizbuchschalen; 4. Visitenkartentäschchen; 5. Nadelbücher; 6. Behälter für engl. Pflaster; 7. Hülle für Kartenspiel; 8. Enveloppe für Briefe; 9. Ständer für Photographien u.s.w. Kochschule Bd. XI brachte einige solcher Arbeiten. Gutes Gelingen wünschend. R. W.

An Ab. in Z. Gemüse überwintern. Legen Sie in einer Kellerecke ein Sandbeet an, in