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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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Von den außerkantonalen Stationen sei zuerst Glarus erwähnt, wo der ganze Spital von 13 Schwestern besorgt wird; wie gerne hätten wir dieses ideale Verhältnis auch in andern Spitälern angestrebt und festgehalten, wenn es die Schwesternzahl erlauben würde.

Die im herrlich gelegenen Sanatorium Braunwald stationierte Schwester versieht den Posten der Hausmutter, eine Stelle, die neben schöner Unabhängigkeit auch große Verantwortlichkeit in sich schließt.

Die Anstalt für rhachitische ^[richtig: rachitische] Kinder in Unter-Aegeri ist ein ziemlich isolierter Posten, wo eine unserer Schwestern die so sehr tüchtige Hausmutter in der Pflege ihrer Schutzbefohlenen unterstützt.

Im Kantonsspital in Olten ist nach dem schlimmen Jahresanfang gottlob eine Zeit ruhigen Arbeitens für die 6 dort stationierten Schwestern gefolgt. Leider mußten wir auch dort eine kleine Reduktion eintreten lassen, indem wir nicht mehr wie bisher 2 Lernschwestern in den Spital schicken.

Die Hauskommission hatte beabsichtigt, auch von den älteren Schwestern einige zurückzuziehen, ist aber auf den dringenden Wunsch der Spitalkommission und auf deren Zusicherung, daß das möglichste getan werde, um die Schwestern vor Typhusgefahr zu schützen, davon abgekommen.

Mit Vergnügen gedenken wir noch der 7 weiteren Gemeindeschwestern, von denen 2 in St. Gallen, 1 in Ebnat, 1 in Flawil, 2 in Basel und 1 in Rheinfelden tätig sind.

So ergibt der Rückblick auf das abgelaufene Berichtsjahr neben allerlei Besorgnissen und oft recht bemühenden Erfahrungen doch auch eine Fülle freundlichster Eindrücke und schließt eine Summe treuer Pflichterfüllung in sich.

Für die bemühende Tatsache, daß der Bestand unserer Schwestern nicht zunimmt, ja sogar etwas zurückgegangen ist, müssen wir nach gemachten Beobachtungen hauptsächlich das als Grund nennen, daß sich unter den bei uns eintretenden Schwestern eine Anzahl beweglicher und unabhängiger Elemente befinden, die während ein paar Jahren mit aller Freudigkeit und auch mit Geschick ihre Pflichten als Schwestern erfüllen, dann aber unwiderstehlich auf

ein anderes Gebiet gezogen werden, oder die Krankenpflege in unabhängiger Stellung weiter ausüben. Jedoch dürfen wir hoffen, daß sich die Zahl der Schwestern wieder heben werde, wenn uns die Herren Geistlichen nah und fern auch in Zukunft in der Weise freundlich unterstützen, daß sie für den Krankendienst geeignete junge Mädchen auf diesen schönen und so reiche Befriedigung bietenden Beruf aufmerksam machen und sie ermuntern, mitzuwirken auf dem großen Arbeitsfeld, auf dem es noch sehr an Arbeitskräften fehlt."

Das Schwesternhaus vom roten Kreuz darf auch fernerhin zuversichtlich an den Opfersinn unserer Bevölkerung appellieren, der es auch an dieser Stelle warm empfohlen sei.

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