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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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chen für den Mittagsfchlaf, Hüllen für Kaffeeoder Teekannen und noch manches andere.
G. v. d. Osten. (Aus "Die Küche im Monat September.)
Vermischtes.
Bierzehn Gebote für Hausfrauen.
Hausfrau hüte dich: 1. Ein Kind, welches dir anvertraut ist, auch nur für kurze Zeit allein zu lassen! 2. Ein Kind am offenen Fenster sitzen zu lassen! 3. Kochende Flüssigkeiten, heiße Bügeleisen, Streichhölzer dort hinzustellen, wo Kinderhände darnach greifen können! 4. Giftstoffe frei stehenzulassen! 5. Giftstoffe fo aufzubewahren, daß ein Irrtum möglich ist! 6. Flaschen, Gläser, Töpfe zu benutzen, die du nicht vorerst gründlich gereinigt haft! 7. Kupferne oder messingene Kochgeschirre zu benutzen, wenn sie nicht gut verzinnt sind! 8. Eßwaren, besonders Fleisch, unverdeckt stehen zu lassen oder in beschriebenes oder bedrucktes einzupacken I 9. Petroleum oder Spiritus brennenden Lampen oder Kochern zuzugießen! 10. Brennendes Fett mit Wasser löschen zu wollen! Bedecke die Flamme, daß keine Luft zutreten kann, so erlischt sie. 11. Die Petroleumstamme so einzudrehen, daß sie zu schwach, oder so aufzudrehen, daß sie zu hoch brennt! 12. In der Nähe einer offenen Flamme, bei Feuer und Licht mit Terpentin, Fleckwasser, Benzin, Petroleum zu hantieren! 12. Die Klappe am Ofen zu schließen, solange Brennstoff im Ofen ist! 14. Mit offener Wunde an Hand oder Finger, und wäre diefelbe auch ganz unbedeutend, zu wirtschaften! Die Wunde muß wegen der Reinlichkeit und baldigen Heilung mit einem Verbände versehen sein!
Jür die Mche.
Fleischbrühe hell zu machen. Man füge der Fleischbrühe etwas Zwiebelschalen bei und lasse diese mitkochen, so wird sie ganz hell und erhält zugleich eine schöne gelbe Farbe. K.
Meckenreinigung.
Um Tintenflecke aus Wäsche zu entfernen, ist ein sicheres Mittel das Auflegen eines Zitronenstückes. Man preßt vorher den Saft einer Viertelzitrone darauf und läßt sie mehrere Stunden event, über Nacht liegen. In veralteten Fällen muß man dieses wiederholen oder man benutzt krystallisierte Zitronensäure, die man in Apotheken und Drogerien bekommt. Da sie aber sehr scharf ist, macht man die befleckte Stelle vorher naß, reibt dann mit dem Krystall und wäscht sofort wieder mit frischem Wasser nach.
K. v. W.
MeiHnachtsarbeiten.
Gestrickte Pantoffel. Hierzu gebraucht man je zwei Lagen rotbraune und hellrote Kastor-wolle, ein Paar feste, gute Filzsohlen und drei starke Stahlstricknadeln, die man an einer Seite mit einem Siegellackknopf versteht. Mit der dunklen Wolle werden 1417 Maschen aufge-fchlagen, je nach der Größe der Pantoffeln: glatt einmal hin und her gestrickt, dann bei der dritten und vierten Tour, zwischen der ersten und zweiten Masche zu Anfang zeder Seite eine Mafche zugenommen. Alsdann befestigt man bei der fünften Tour den hellen Wollfaden, strickt drei Maschen mit der dunklen Farbe glatt ab, wobei man das Zunehmen nicht vergessen darf, steckt in der vierten Masche die Nadel, als wenn man weiter stricken will, legt den hellen Faden über die rechte Nadel und einmal um den Zeigefinger der rechten Hand, dann wieder über die Nadel und strickt jetzt die helle Masche, welche nun zweifach ist, ab; nun wird eine dunkle Masche gestrickt, dann folgt wieder eine helle, zweifache Mafche, wie angegeben; so wird abgewechselt, bis die Nadel bis auf zwei Maschen abgestrickt ist, nun eine Masche zugenommen, so daß also immer an jeder Seite drei glatte Maschen gestrickt werden. Alsdann schneidet man den hellen Faden, nicht zu kurz, ab, strickt drei glatte, dunkle Touren, nachdem wieder eine Tour hell, wie angegeben. In dieser Weise werden die Touren so lange wiederholt, bis das Vorderblatt groß genug ist. Die hellen Oesen (Tuppen), welche durch das Ueberlegen des Fadens über den Finger entstehen, bilden das Futter, die kleinen festen Nuppchen, welche sich auf der rechten, dunklen Seite bilden, ergeben das Muster. Hat das Vorderblatt die gewünschte Länge erreicht, teilt man die Maschen in drei Teile, wovon die mittleren Maschen entweder glatt abgekettelt werden, oder was hübscher ist, man strickt davon eine kleine Spitze, indem man bei jeder Tour von beiden Seiten abnimmt. Die nach dem Hacken zu spitz abschließenden Seitenteile fertigt man durch reichliches Abnehmen. Zum Schluß setzt man die sehr hübsch aussehenden Pantoffeln in bekannter Weise zusammen; kommt man nicht damit zurecht, überläßt man dies seinem Schuhmacher und läßt zugleich, um das Geschenk recht haltbar und praktisch herzustellen, die Filzsohle mit einer leichten Ledersohle unterlegen. E. P.
Fußteppich. Ein hübscher, warmer Teppich für den Näh- und Schreibtisch dürfte angesichts der Winterszeit vielfach erwünscht und willkommen fein. Zur Anfertigung derartiger Teppiche verwendet man mit Vorliebe farbigen Krimmer, der jetzt in den verschiedensten Farbentönen fabriziert wird. Von sehr feinem, hübschem Aussehen und überaus leichter, schnell fördernder Herstellung ist der hier beschriebene