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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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Aus unserem Leserkreise.
Mittel gegen Leibschmerzen, Kolik u. s. w.
Man koche ca. 1020 Lauchstengel ganz weich im Wasser, gebe von der Masse in ein Tuch und lege sie so warm wie möglich auf den Leib, sobald sie kühl zu werden beginnt, ist ein neuer Umschlag nötig. Es ist gut, wenn man immer ein Tuch an der Wärme hält und eines im Gebrauch. Ein altes, aber gutes Mittel; den gleichen Dienst tun auch weiße Zwiebeln. Frau V. in G.^
Hausmittel und Rezepte. ^
Kotspritzer von Straßenschmutz, Spritzflecken, Vogelmist dürfen erst dann von Kleidern entfernt werden, wenn sie trocken geworden sind. Sie lassen sich leicht abschaben und ausbürsten. Durch das Abreiben mit trockenem Brot wird auf hellen Wollkleidern ein etwa verbleibender Flecken vollständig beseitigt.^
Gemüsekeller gut lüften! Da erfahrungsgemäß alles Gemüse eine Menge Wasser ausdunstet, das dann als Regentropfen abfällt und dadurch leicht Fäulnis an dem Gemüse entsteht, muß der Gemüsekeller an schönen sonnigen Tagen viel gelüftet werden, indem Kellerfenster und Türen geöffnet werden.^
Weihnachts-Diners.^
I.^
Ox - tail--Soup; gespickter und gebratener Hecht; gedämpfte Rebhühner mit Rotkraut; gebratener Rehschlegel mit Endivie - Salat und Kompott, Blätterteig-Strudel, Backwerk, Obst, Käse, Kaffee mit feinen Liqueuren.^
II.^
Bouillon mit Grießklößchen, Karpfen mit Kapernsauce; heißer Schinken mit Spinat; gebratene Gans mit Salat und Kompott; Brotpudding mit Weinschaumsauce; Backwerk, Obst, Butter und Neufchateller Käse, Kaffee.^
III.^
Hühnersuppe: Hirnpastetchen; Rehrücken in Rahmsauce - Rotkraut; Ente mit Salat; Reisauflauf mit Himbeersauce; Obstkuchen; Dessert, Obst etc. wie oben.^
Einfache Abendessen. ^
I.^
Kaltes Fleisch, Kartoffelsalat; Rührei mit Schinken, Bier, Wein oder Tee.^
II.^
Klößchensuppe, warme Würstchen mit Meerrettig; Zunge in brauner Sauce mit Maccaroni, Auflauf, Dessert.^
III.^
Grünkernsuppe; Hühnerfricassée mit Reis; Filetbraten und Salat, Dessert, Kaffee oder Tee.^
Kochrezepte.^
Ochsenschweif-Suppe oder Ox-tail-Soup.^
Ein oder zwei Ochsenschweife werden in 2 Zentimeter große Stücke geschnitten. Hierauf legt man sie mit etlichen Speck- und rohen Schinken-Scheiben, einigen Zwiebeln, Gelbrüben, Sellerie, Porree, einem Kräuterbündel, einem Lorbeerblatt, 2 Gewürznelken, einigen Pfefferkörnern, ein wenig Salz in ein Kasserol, gießt 1 Liter Fleischbrühe und 1/2 Liter Weißwein darüber, bringt das Fleisch langsam zum kochen, schäumt es ab und läßt es zugedeckt leise weich kochen. Alsdann nimmt man das Fleisch heraus, seiht die Brühe durch, entfettet sie, gießt noch so viel Fleischbrühe zu, als man zur Suppe bedarf, ebenso ein Glas Madeira, dämpft die Fleischstücke vollends darin weich, dünstet klein geschnittene Möhren und Rübenstückchen, auch Sellerie, grüne Erbsen, Spargel, wenn man hat, in Fleischbrühe weich, gibt sie samt dem Fleisch in die Suppenterrine, würzt mit einer Messerspitze Cayennepfeffer und rührt die Suppe darüber an. K. L.^
Macaronis aux tomates. Italienische Maccaronis werden nach Belieben gebrochen, in siedendem Salzwasser ca. 15-20 Minuten langsam gekocht, dann vom Feuer gezogen und zugedeckt zum völlig weichwerden gestellt. Indessen wird eine feine helle Sauce bereitet, diese mit 2-3 Löffeln Tomatenpurée und etwas Wein oder Essig zur gehörigen Saucendicke aufgekocht, mit Salz und etwas Pfeffer gewürzt, zuletzt mit einem Güßchen "Maggi's Würze" fein schmackhaft gemacht und sofort mit den abgetropften heißen Maccaronis vermischt uud angerichtet. Hat man keine fertige Tomatenpurée, so werden einige frische Tomaten schnell gewaschen, zerrissen und mit einer kleinen Bratengarnitur ohne Wasser auf ganz gelindem Feuer so lange gekocht, bis die Tomaten einen dicklichen Brei bilden, welcher dann durchgetrieben, und mit dem nötigen Essig oder Weinzusatz verwendet wird.^
Blätterteig-Strudel. 150 Gr. gute, frische Butter wird mit 70 Gr. Mehl zusammen-geknetet und rasten gelassen. Unterdessen macht man einen Teig ans einem Dotter, etwas Salz, 70 Gr. Mehl und Wasser. Der Teig muß recht zart werden wie ein Strudelteig und muß so lange ausgearbeitet werden, bis er nicht mehr klebt. Dann walkt man ihn aus, gibt den Butterteig, in die Mitte, schlägt die Enden des Teiges darüber, walkt das Ganze auf dem stark bemehlten