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Kochschule und Ratgeber für Familie & Haus

Autorenkollektiv, Verlag von Th. Schröter, 1903-1905

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gute Qualität mit hellem Muster und Sie werden auf Jahre hinaus befriedigt sein.
S.
An A. B. in G. Traubenkurorte jsind
folgende: Bingen a. Nh., Clarens am Gensersee, Montreux, Vernex, Meran im Süd-tyrol. Traubenkuren werden mit Erfolg gegen Stauungen im Unterleib und hämorrhoi-den angewendet, sie eignen sich im allgemeinen mehr für kräftige Personen. Die beste Zeit zu der Kur ist der Monat Oktober.
An W. in M. Saure Milch. Geben Sie
die saure Milch in Leinwandsäckchen und hängen Sie diese auf, damit die Brühe (Schotte) ablaufen kann. Die noch weiche zurückgebliebene Masse wird dann in eine Schüssel gegeben, mit Zucker und Iimmt bestreut und mit kalter Milch Übergossen verspeist. Schmeckt sehr gut.
An G. M. in N. Bohnen in Kübeln emmachen. Man nehme breite, frische sog. Schwertbohnen, von denen man sich überzeugt hat, daß sie sich gut weich kochen. Zieht sie ab und schnitzelt sie und mischt sie in einer großen Schüssel mit Salz, auf 10 Kilo Bohnen c. 3/4 Kilo Salz. Nun bestreut man den Boden eines Einmachkübels dicht mit Salz, legt die Bohnen daranf und drückt sie unter Hinzufügung von noch etwas Salz und etwas Bohnenkraut recht fest hinein, bedeckt sie zu oberst mit Weinblättern und legt auf diese ein in Wasser angefeuchtetes Leinentuch, auf welches mau einen mit Steinen beschwerten Deckel legt. Nach 814 Tagen sieht man nach, nimmt das Tuch samt den Weinblättern weg, entfernt die sich event, gebildete haut, wäscht das Tuch und legt es samt Deckel und Stein wieder darüber; letzteres ist öfters zu wiederholen. Man kann auch die Bohnen vor dem Einlegen einige Minuten kochen lassen, dann abseihen, trocknen lassen und verfahren wie oben. Sollten die Bohnen zum Essen vorbereitet werden, nimmt man so viel man bedarf heraus, wäscht sie gut ab in Wehreren Wassern, dann kocht man sie in reichlich siedendem Wasser weich und bereitet sie wie frische Bohnen. K.
An Frl. G. L. in G. Kotspritzer dürfen
erst dann von Kleidern entfernt werden, wenn sie trocken geworden sind. Sie lassen sich sehr leicht abschaben und ausbürsten. Dann reiben Sie mit trockenem Brot gut nach, wodurch an hellen Wollkleidern ein etwa verbleibender Flecken vollständig beseitigt wird. I.
An P. O. m K. Preßhefe. Gute Preßhefe muß als steifer, doch knetbarer Brei erscheinen, der nicht an den Fingern kleben bleibt.
An R. E. Früchte und Gemüse aus angebrochenen Dosen noch eimge Tage aufzubewahren
Der Rest der angebrochenen Büchsen wird sofort in ein Porzellangefätz geleert und in diesem fest verbunden aufbewahrt. E.
An R. E. Früchte aus angebrochenen Dosen noch einige Zeit aufzubewahren. Vei Entnahme des Eingemachten soll man nicht etwas bloß aus der Mitte herausnehmen, sondern darauf achten, daß der Rand stets mit der ganzen Fläche gleichsteht, denn was am Rand stehen bleibt, vertrocknet, hat Neigung zum Schimmeln und verdirbt sodann natürlich den ganzen Inhalt der Dosen. W.
An G. K. in G. Ameisengeist. Man suche
einen Ameisenhaufen (an Halde oder Waldsäumen), stecke in denselben am Abend bei schönem Wetter eine Flasche mit nicht zn weitem Hals (die aber vorher mit etwas verdünntem Syruft oder Iuckerwasser ausgespült sein muß) so in den Haufen, daß dieselbe ganz drin steckt und nur der obere Rand frei ist. Beim Sonnenaufgang kommen die Tiere in Bewegung und fallen dann, von der Süßigkeit angelockt, in die Flasche, allwo, wenn sie drinn, nicht mehr heraus können. Dann nimmt man die Flasche heraus, verstöpselt sie und schüttet dann zu hause je nach dem Quantum Ameisen 3 Dez. oder V2 Liter reinen Sprit (wer die Kosten nicht scheut, besser Hefenbranntwein daran und läßt 14 Tage in der Sonne oder warmem Herd destillieren, filtriert alsdann und man hat den kräftigsten Ameisengeist. Alte Abonnentin in G.
ZUM Ureisausfchreiveu der Aochschule.
Was zum e gmüetleche Heimet ghört!
Wend wotscht e gmütlis Heime ha, Fangs vor allem mit Liebi a!
 Zum gmütli si bruchts kei Palast! -^
 Wend nume drin verschnufe chast, Vo all der Plog duß i der Welt! Wenn's Frauli nu bisame hält, Was du erhusisch froh und spot!
 Wenn's öppe nit am Schnürli got, Nit ganz verzagt,  die tröstet gschwind, 
 Sucht fern dir z'ha, was d'Sorge sind, -^
 Sinn't, wies no besser z'mache wär'!  Mi dunkt's, dann wär's nit allzuschwer, Au z'friede zsi, bi sich deheim!
Drinn inne z'bilde en Verein, Zum Schutz und Trutz der böse Welt!
 Wo sich zur Lieb Humor no g'sellt, 
 E chli Verstand,  Geduld au gnug!
 Me All's i Gottes Name tuet!" Meinst nid! Dem heimetli gängs guet?
h. St.