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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Baisch; Baker; Bakhuyzen; Bakker-Korff; Balfourier; Ball

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Baisch - Ball.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Bailly'

Molière beschäftigt. Später restaurierte er die Kathedrale von Digne, erbaute in Valence den Turm der Hauptkirche, restaurierte die Kathedrale in Bourges, das Lyceum St. Louis in Paris, erbaute das dortige Gebäude des Handelsgerichts und die Gebäude der neuen Mairie des vierten Arrondissements. Nicht minder zahlreich sind die von ihm errichteten größern Privatbauten und Schlösser in verschiedenen Gegenden Frankreichs. 1853 wurde er Ritter, 1868 Offizier der Ehrenlegion und 1875 Mitglied der Kunstakademie.

Baisch, Hermann, Landschaftsmaler, geb. 12. Juli 1846 zu Dresden als Sohn eines Lithographen, wurde anfangs auf der Kunstschule in Stuttgart ausgebildet und ging 1863 nach Paris, wo er besonders in den Gallerien studierte und von den Stimmungslandschaften Rousseaus beeinflußt wurde. Dieser Richtung entsprechend, trat er 1869 zu München in das Atelier Liers, wo er sich durch sein bedeutendes Talent auszeichnete. Die meistens der Münchener Hochebene entnommenen Motive seiner oft durch Viehstaffage belebten Bilder sind höchst einfach, aber als Träger einer bestimmten, tiefgefühlten Stimmung poetisch aufgefaßt und energisch im Auftrag der Farbe, z. B.: der Weidenbach, Frühlingsmorgen, Anger mit weidendem Vieh in heller Morgenbeleuchtung (1873 in Wien prämiiert), Dünenlandschaft, eine im Regen am Kanal hinziehende Herde, Mühle bei Mondschein (1878, Staatsgallerie in Stuttgart) und Waldinneres im Herbst (Münchener Ausstellung 1879).

Baker (spr. béhk'r), George A., amerikan. Porträtmaler, geb. 1821 zu New York, empfing den ersten künstlerischen Unterricht von seinem Vater und besuchte nachher die dortige Nationalakademie. Zunächst brachte er Miniaturbilder auf Elfenbein, dann schritt er zur Porträtmalerei, worin er sich auch noch durch zweijährige Reisen in Europa (1844-46) ausbildete und es besonders in weiblichen und Kinderporträten zu vorzüglichen Leistungen brachte, so daß er in Amerika der geschätzteste Porträtmaler ist. Unter seinen idealen Bildern nennt man: Liebe beim ↔ ersten Anblick, wilde Blumen, die Kinder des Waldes, die Maikönigin.

Bakhuyzen (spr. báckheus'n), s. Sande-B., van de.

Bakker-Korff, Alexander Hugo, holländ. Genremaler, geb. 31. Aug. 1824 im Haag, Schüler von van der Berg, malt humoristische, oft satirische Genrebilder und Familienscenen, denen es aber manchmal an technischer Vollendung fehlt, z. B.: die Verleumderin, die Kranke, Zeitungslektüre, der Toast, die Dame bei der Toilette u. a. Er lebt in Leiden.

Balfourier (spr. balfurjéh), Adolphe Paul Emile, franz. Landschaftsmaler, geb. 11. Aug. 1816 zu Montmorency, studierte anfangs Jura und war bereits Advokat in Paris, als er diesen Beruf mit dem der Malerei vertauschte und Schüler von Charles Rémond wurde. Dann machte er zwei Studienreisen nach Italien und zwei nach Spanien. Zu den besten seiner bis in die neueste Zeit ausgestellten Landschaften, die den genannten Ländern und dem südlichen Frankreich entlehnt sind, gehören: Ansichten mehrerer Ortschaften am Luganer See, die Villa des Mäcenas bei Tivoli, der Nemisee, der Waldessaum, Umgegend von Oradour, Ansichten von Hyères, von Crevillente in Spanien, die Wasserfälle von Tivoli, Umgegend von Valence (1874) u. a. Für das Journal »L'artiste« lieferte er mehrere Radierungen.

Ball, Thomas, amerikan. Bildhauer, geb. 3. Juni 1819 zu Charlestown, betrieb anfangs zehn Jahre lang in Boston die Porträtmalerei, ging dann zur Bildhauerkunst über, debütierte mit einigen recht wohl gelungenen Büsten, bildete sich von 1854 bis 1856 in Italien weiter aus und wurde besonders in Florenz durch seinen Landsmann Hiram Powers sehr gefördert. Nach Amerika zurückgekehrt, wurde er zunächst mit dem Modell zu einer ehernen Reiterstatue Washingtons für Boston beauftragt, die, 1869 enthüllt, in ihrer schlichten Einfachheit eins der besten plastischen Denkmäler Amerikas ist. 1865 ging er abermals nach Italien und lebt seitdem bald in Florenz, bald in Rom. Unter den dort entstandenen Arbeiten sind

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 24.