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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Daege; Dahl; Dahlerup

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Daege - Dahlerup.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Czachorski'

kräftigem Kolorit, z. B. die Lektüre (1872) und namentlich der ergreifende, flott gemalte Eintritt ins Kloster (1873). Auf ↔ der Münchener Ausstellung 1879 hatte er ein sehr gelungenes Bild: Hamlet und die Schauspieler.

D.

Daege, Eduard, Historienmaler, geb. 10. April 1805 zu Berlin, erlernte die Kunst auf der dortigen Akademie unter Joh. Gottfr. Niedlich (gest. 1846) und wurde dann Schüler von Wach, dessen Richtung er sowohl in der Wahl der Stoffe wie in Form und Technik folgte. Sein erstes Bild war die in Wachs rosigem, klarem Fleischton durchgeführte Erfindung der Porträtplastik (nach Plinius XXXV, 151). Nach einer Studienreise in Italien (1832 und 1833) malte er in Berlin zahlreiche Bilder für Kirchen in Rostock, Sigmaringen, Kyritz und Marienbad und wurde mit dazu berufen, die 1845-52 erbaute Schloßkapelle in Berlin mit Fresken auszuschmücken, wo die Geburt Christi und in der Kuppel mehrere Engelgestalten von ihm herrühren. Schon in die Zeit vor 1840, wo er Professor an der Akademie wurde, und zunächst nach derselben fallen einige Genrebilder religiösen Inhalts. Als der Vicedirektor der Akademie, Herbig, 1861 starb, wurde er mit der Leitung der Direktorialgeschäfte beauftragt, so daß er an der Ausübung seiner Kunst fast ganz verhindert war und auch, obgleich er viele Schüler hatte, keinen wesentlichen Einfluß auf die weitere Entwickelung der Berliner Malerei ausübte. 1875 trat er bei der Reorganisation der Akademie von der Leitung derselben zurück.

Dahl, 1) Hans, Landschafts- und Genremaler, geb. 19. Febr. 1849 zu Hardanger in Norwegen, absolvierte zunächst die Kriegsschule und wurde 1871 Linienoffizier, nahm aber schon nach zwei Jahren seinen Abschied, um Maler zu werden. Er ging daher auf die Kunstschule in Karlsruhe, wo er Schüler von Riefstahl und Hans Gude wurde und sich besonders dem landschaftlichen Genre widmete. ↔ Dann setzte er in Düsseldorf unter v. Gebhardt und Wilhelm Sohn seine Studien fort und machte Reisen nach Norwegen, Berlin, Paris und London. Unter seinen seit 1876 ausgestellten, viel versprechenden Bildern, in denen er Landschaft und Figuren in gleicher Weise zu berücksichtigen pflegt, nennen wir nur: im norwegischen Hochgebirge, Zu spät (im Besitz des deutschen Kaisers) und das ergreifende Nachtstück: ein Spiel der Wellen.

2) Johannes Siegwald, Tiermaler, geb. 16. Aug. 1827 zu Dresden, wurde zuerst von seinem Vater, dem bekannten Landschaftsmaler Johann Christian D. (gest. 1857), unterrichtet und vertauschte diesen Unterricht später mit dem des Malers Wegener, der ihm die Neigung zu dessen speciellem Fach der Tiermalerei einflößte. 1843-45 besuchte er die Akademie in Dresden und begab sich 1851 nach London zu dem von ihm bewunderten Edwin Landseer; von da besuchte er auch Paris. Mit Vorliebe nahm er die Motive zu seinen Bildern aus Norwegen, der Heimat seines Vaters. Zu den besten derselben gehören z. B.: Hunde mit Papagei und Kaninchen (Schloß Oskarshall bei Christiania), der Fehlschuß (1861, Museum in Dresden), der Leierkastenmann (1862), norwegische Überfahrtsscene (1863), ein Fuchs, der wilde Enten anschleicht (1865), Schlittenfahrt über den Fjord (1865), Fischreiher an einem See 1871), ein Rehbock »gestört«, ein Rehbock »sicher«, Mädchen mit Tauben und Sperlingen, ein Schwalbennest mit Jungen u. a.

Dahlerup, Jens Vilhelm, dän. Architekt, geb. 4. Aug. 1836 zu Norup-Prästegaard, kam 1853 nach Kopenhagen, wo er 1856 Schüler der Akademie wurde. Von 1864-66 machte er Studienreisen und führte dann in Kopenhagen mehrere

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 123.