Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Dana; Danguin; Daniel; Dansaert; Dantan; Dargent

124

Dana - Dargent.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Daly'

über die Architektur, namentlich die umfangreiche »Architecture privée au XIX. siècle« (1860 ff., 9 Bde.), »Motifs historiques d'architecture et de sculpture d'ornement« (1864-68, 2 Bde.), »Décorations intérieurs et extérieures« (2 Bde.), »Architecture funéraire« (1873), welche auf den Ausstellungen in Paris u. London prämiiert wurden. 1840 gründete er die treffliche, noch erscheinende »Revue générale de l'architecture et des travaux publics«.

Dana, William P. W., nordamerikan. Marine- und Genremaler, geb. 1833 zu Boston, zeigte schon in früher Jugend eine große Vorliebe für das Seewesen und machte als Seemann verschiedene Reisen, bevor er 1852 nach Paris ging und Schüler von Picot und Le Poittevin wurde. Von dort aus machte er Studienreisen nach der Normandie und der Bretagne. 1862 kehrte er nach Amerika zurück und malte in New York und Newport anfangs Marine-, später auch Genrebilder und Porträte. Unter den erstern nennen wir: brennendes Wrack auf See, Jagd der Fregatte Constitution, Klippen bei Sonnenuntergang, Ebbe in Yport, nebeliger Morgen an der Küste der Normandie und die poesie- und stimmungsvollen Strandbilder von Dinard und Sturmwind (Pariser Ausstellung 1878); ebenso unter den Genrebildern: französisches Bauernmädchen, mütterliche Sorge, Herzenserleichterung u. a.

Danguin (spr. dang-gäng), Jean Baptiste, franz. Kupferstecher, geb. 3. Mai 1823 zu Frontenas (Rhône), Schüler von Victor Orsel, von Périn und der École des beaux-arts, trug 1859 den zweiten römischen Preis davon und wurde später Professor an der Kunstschule in Lyon. Zu seinen bedeutendsten Blättern gehören: die Himmelfahrt, nach Perugino; die Idylle, nach Bouguereau (1865); der Traum des Ritters, nach Raffael (1870); die Grablegung Christi, nach Andrea del Sarto (1877), und mehrere Porträte nach Tizian u. a., weniger gelungen nach Rembrandt ein Frauenporträt. 1874 wurde er korrespondierendes Mitglied der Académie des beaux-arts. ↔

Daniel, Henri Joseph, genannt »du Commun du Locle«, franz. Bildhauer der Schule Bosios und Cortots, geboren im April 1804 zu Nantes, machte sich einen Namen durch mehrere Büsten und Statuen, unter letztern z. B.: eine Kleopatra (in Marmor 1847, in Bronze 1855), Raimbaud III., Graf von Orange (1846, Kolossalstatue daselbst), Kontreadmiral Leroy (1853). Statue der Musik im Neuen Louvre (1856) und namentlich durch einen großen mit sieben Statuen geschmückten Brunnen in seiner Vaterstadt. Er erhielt mehrere Medaillen, 1841 das Ritter-, 1865 das Offizierkreuz der Ehrenlegion.

Dansaert (spr. dangssahrt), Léon Marie Constant, belg. Genremaler, geb. 2. Okt. 1830 zu Brüssel, Schüler von Ed. Frère in Paris, bereiste später Frankreich, Deutschland und Italien. Er behandelt mit Vorliebe Scenen des 18. Jahrh. in Rokokokostüm von treffender Charakteristik und tüchtiger Malerei, z. B.: das Hochzeitsmahl, die Schildwachen, Besuch bei der Amme, ein Kaffeehaus des 18. Jahrhunderts u. a. Er lebt in Ecouen.

Dantan (spr. dangtáng), Joseph Edouard, franz. Historienmaler, geb. 26. Aug. 1848 zu Paris als Sohn des Bildhauers Jean Pierre D. (gest. 1869) und Neffe des Bildhauers Antoine Laurent D. (gest. 1878), wurde Schüler von Pils und von Henri Lehmann, widmete sich der Historienmalerei, nebenbei auch dem Genre und dem Porträt und brachte bis jetzt mehrere geistvoll aufgefaßte Kompositionen von ansprechendem Kolorit, z. B.: eine Scene aus dem Untergang von Pompeji (1869), die heil. Dreieinigkeit als Wachsmalerei in einem Hospital, Herkules zu den Füßen der Omphale, einen Mönch, der einen Christus am Kreuz schnitzt (1874, Museum in Nantes), die Nymphe Salmacis und der Hermaphrodit (1876), Berufung des Petrus und Andreas zum Apostelamt (1877) und einen gekreuzigten Christus für eine Kirche in Polen. Sehr gerühmt werden auch seine Bildnisse. D. lebt gewöhnlich in St. Cloud.

Dargent (spr. darscháng), Yan', franz. Landschaftsmaler, geb. 1824 zu St. Servais (Finistère), malt in meisterhafter

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 125.