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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Darley; Dauban; Daubigny; Daumas

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Darley - Daumas.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Dargent'

Weise die Gegenden und Sagen seiner engern Heimat und erwarb sich dadurch auf den Ausstellungen seit dem Anfang der 50er Jahre einen bedeutenden Ruf; z. B.: am Ufer des Meeres (1852), die letzten Strahlen (1855), Meeresufer bei Lokirech (1857), die Wäscherinnen der Nacht (nach einer bretonischen Ballade), die widerspenstige Kuh (1864), Tod des letzten bretonischen Barden (1865), Erinnerung aus der Kindheit, der Menhir und mehreres andre aus der Bretagne. In der Kathedrale von Quimper führte er Wandmalereien aus. 1877 wurde er Ritter der Ehrenlegion.

Darley (spr. dāhrlĕ), Felix, amerikan. Zeichner und Illustrator, geb. 23. Juni 1822 zu Philadelphia, wurde anfangs zum Kaufmannsstand bestimmt und beschäftigte sich als Kommis in einem Handlungshaus nur in seinen Mußestunden mit dem Zeichnen. Als er einige Arbeiten dieser Art herausgab, fanden sie Beifall und wurden so gut bezahlt, daß er die kaufmännische Laufbahn aufgab. Zunächst arbeitete er in Philadelphia für das »Saturday Museum« und für die »Bibliothek, der amerikanischen Humoristen«, dann ließ er sich in New York nieder und dehnte seine Thätigkeit weiter aus, z. B. auf die Illustration der Werke Washington Irvings und auf Judds Roman »Margarete«, die nebst vielen andern ihm durch ihre fruchtbare Phantasie, durch Empfindung und kräftigen Humor einen bedeutenden Namen verschafften. Dann brachte er mehr als 500 Zeichnungen zu den Werken Coopers, zu einigen Romanen von Dickens und zu zahlreichen Zeitschriften. 1856-63 lieferte er auch die sehr komplizierten Zeichnungen zu den Staatsbanknoten. 1859 erschien seine prächtige Komposition zu Longfellows »Courtship of Miles Standish«. Nach Beendigung des amerikanischen Bürgerkriegs besuchte er Europa, hielt sich einige Zeit in Rom auf und brachte eine Menge Skizzen Zurück, die er 1863 unter dem Titel: »Sketches abroad with pen and pencil« mit eignem Text herausgab. 1875 und 1876 illustrierte er Lossings »Geschichte der Vereinigten Staaten«. ↔

Dauban (spr. dohbáng), Jules Joseph, franz. Historien- und Monumentalmaler, geb. 31. Mai 1822 zu Paris, hatte zum Lehrer den Maler und Bildhauer Auguste Debay, trat aber erst 1861 in die Öffentlichkeit mit einem Bild aus dem Leben Ludwigs XI., dem 1864 die weit gelungenere Aufnahme eines Fremden bei den Trappisten (Museum des Luxembourg) und das Bild ähnlichen Inhalts: Trappisten, die sich vor dem Genuß des Abendmahls den Friedenskuß geben (Museum in Angers), folgten. In den nächsten Jahren ließ er die Visionärin Margarete Alacoque, die Auferweckung des Lazarus (1867, Kirche St. Bernard in Paris), Mad. Roland auf dem Weg zum Revolutionstribunal (1869), die Erziehung der heil. Jungfrau und zwei Stationsbilder (Hospital zu Angers) sowie den Maler Angelico da Fiesole erscheinen, Werke von tiefem Gefühl, frommer Anschauung und tüchtiger Technik, wenn auch in der Beleuchtung etwas mangelhaft. Neben und großenteils nach diesen Arbeiten führte er zahlreiche Wandmalereien aus, z. B. mehrere in Angers, in Neuilly, in der Kapelle des heil. Herzens in der Kirche St. Louis en l'Ile (1871) und am Plafond des Foyers im Theater zu Angers. In letzterer Stadt ist er seit 1849 Direktor des Museums und der Kunstschule. 1868 erhielt er das Kreuz der Ehrenlegion.

Daubigny (spr. dobinjí), Charles Pierre, franz. Landschaftsmaler, geb. 9. Juni 1846 zu Paris als Sohn des berühmten Stimmungsmalers Charles François D. (gest. 1878), wurde von seinem Vater in dessen Weise unterrichtet und malte bis jetzt Landschaften und besonders Strandbilder, die zwar an Vollendung denen seines Vaters nicht gleichkommen und in der Färbung etwas zu schwer, aber doch von großer Wahrheit der Natur sind. Solcher Art sind: Strandscene, Rückkehr vom Fischfang bei Trouville, die Themse bei Chelsea, die Meierei St. Siméon bei Honfleur (1874), das Thal Pourville in der Normandie, Austernfang bei Cancale (Ille-et-Villaine) und der Heringsfang an der französischen Küste.

Daumas (spr. dohmáh), Louis Joseph,

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 126.