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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Fontenay; Forberg; Forbes; Förster

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Fontenay - Förster.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Fontana'

aber trefflich gemalte Brautschau und: Äsop erzählt seine Fabeln (1876 in Mailand prämiiert).

Fontenay (spr. fongt'néh), Alexis Daligé de, franz. Landschaftsmaler, geb. 1815 zu Paris, Schüler von Watelet und Hersent, machte sich durch zahlreiche geistvoll aufgefaßte, naturwahre und technisch gelungene Landschaften bekannt, z. B. aus den letzten Jahren: Ufer der Seine zwischen Rouen und Havre, das Thal La Touque, Partie zwischen Meiringen und Guttannen in der Schweiz, Bauernhof aus der Umgegend von Rouen, die Ufer der Seine bei Les Andelys, Ruinen eines Schlosses im Lauterbrunnenthal, Bauernhof auf den Höhen von Avranche u. a.

Forberg, Karl Ernst, Kupferstecher und Radierer, geb. 1844 zu Düsseldorf, war auf der dortigen Akademie Schüler Joseph Kellers und zog später nach Wien, wo er für Lützows »Zeitschrift für bildende Kunst« und die Gesellschaft für vervielfältigende Künste vielfach beschäftigt ist. Zu seinen Hauptarbeiten gehören: der wunderbare Fischzug und Weide meine Schafe, nach Raffaels Kartons zu den Tapeten; die fruchtlose Strafpredigt, nach Vautier; die Weinprobe, nach Kurzbauer; das Vogelnest, nach Jul. Geertz; Wegführung der Juden in die Babylonische Gefangenschaft, nach Bendemanns Bild in der Nationalgallerie; Jugendliebe, nach Heinrich v. Angeli; die zwölf Monate, nach Eisenmengers Deckengemälde im Palais Guttmann zu Wien; Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst) und Friedrich d. Gr., Reiterporträt, beide nach Camphausen, und viele radierte Porträte nach L'Allemand.

Forbes, Edwin, amerikan. Historien- und Schlachtenmaler, geb. 1839 zu New York, begann 1859 im Atelier des 1850 dorthin übergesiedelten englischen Tiermalers Tait mit der Tiermalerei. Beim Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs trat er in die Potomac-Armee, verweilte 1862-64 als Specialartist des Buchhändlers Frank Leslie im Süden und entwarf viele Schlachtenscenen und historische Bilder. Nach New York zurückgekehrt, malte er eine Scene aus den ↔ Kämpfen in der Wildnis (5.-7. Mai 1864), die auf der dortigen Ausstellung großen Beifall fand. Dann folgten eine Reihe kleinerer Kriegsbilder und neuerdings mehrere Landschaften und Viehstücke. 1876 hatte er auf der Ausstellung in Philadelphia eine Reihe von Radierungen, Studien nach dem Kriegsleben, die eine Medaille erhielten (Kriegsministerium zu Washington). 1877 wurde er Ehrenmitglied des Londoner Radierklubs.

Förster, Ernst Joachim, Kunstschriftsteller sowie auch Historien- und Porträtmaler, geb. 8. April 1800 zu Münchengosserstadt bei Altenburg, widmete sich anfangs gelehrten Studien; später führten Neigung und Talent ihn zur Ausübung der Kunst, die er zunächst in Berlin unter Wilh. v. Schadow, dann in Dresden und von 1823 an als Schüler von Cornelius in München erlernte. Hierauf führte er als Gehülfe Karl Hermanns einen Teil des Freskobilds der Theologie in der Aula der Universität zu Bonn aus und beteiligte sich in München bei dem Freskenschmuck in den Arkaden des Hofgartens, wo er das erste der Bilder, die Befreiung des deutschen Heers in der Veroneser Klause durch Otto von Wittelsbach, malte. Durch seine Verheiratung mit einer Tochter Jean Paul Fr. Richters der Kunst immer mehr entzogen, wandte er sich zu litterarischen Arbeiten, bezüglich auf Leben, Werke und Nachlaß seines Schwiegervaters. Da er bereits vor dem Erscheinen dieser Arbeiten zwei Reisen nach Italien gemacht hatte, so beauftragte ihn der damalige Kronprinz Max von Bayern mit der Anfertigung einer Sammlung von Zeichnungen nach altitalienischen Meistern, wodurch er noch mehr zu kunstschriftstellerischer Thätigkeit geführt wurde. Er widmete damals seine Thätigkeit besonders dem Schornschen »Kunstblatt« und der »Allgemeinen Zeitung«, schrieb die sehr geschätzten »Beiträge zur neuern Kunstgeschichte« (Leipz. 1835), für die er von der Universität Tübingen das Ehrendiplom eines Doktors der Philosophie erhielt. 1833 nahm er auch für eine Zeitlang die Kunstübung wieder auf, beteiligte sich an der Ausmalung des neuen Königsbaus und brachte mehrere schätzens-

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 180.