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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Frische; Frith; Fritsch; Fritz

187

Frische - Fritz.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Fripp'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 2)

Bristol, Bruder des vorigen, widmete sich zunächst in seiner Vaterstadt der Kunst und ließ sich 1840 in London nieder, wo er in Aquarell Landschaften aus den schottischen Hochlanden und aus Wales von korrekter Zeichnung und kräftigem Kolorit ausstellt, z. B. in der Ausstellung von 1877 zwölf Bilder von den Inseln Skye und Sarku.

Frische, Heinr. Ludwig, Landschaftsmaler, geb. 1831 zu Altenbruch im Herzogtum Bremen, begann seine künstlerische Laufbahn als Autodidakt in der Porträtmalerei und ging 1858 nach Düsseldorf, wo er sich vier Jahre lang unter Gude in der Landschaftsmalerei ausbildete. Dann bereiste er England, Tirol, die Schweiz und namentlich die Harzgegenden, die in der Landschaft viele Jahre hindurch seine eigentliche Domäne waren, welche er in einer großen Reihe sehr gut komponierter Stimmungslandschaften beherrschte, mit treuer Wiedergabe des Gebirgscharakters, manche andre auch aus Tirol. Später wandte er sich mehr zu Bildern von der englischen Küste, in denen er sich auch in der Malerei des Wassers sehr geschickt beweist, z. B. Abend an der englischen Küste.

Frith (spr. frĭth), William Power, einer der besten und populärsten Genremaler Englands, geb. 1819 zu Studley bei Ripon (Yorkshire), kam 1835 auf die Akademie in London und wurde Schüler von Saß, bei dem er drei Jahre lang zeichnen und komponieren lernte. Zuerst nahm er seine Stoffe aus englischen Dichtern und Romanschriftstellern, unter denen schon sein erstes, Othello und Desdemona (1840), sehr gelobt wurde; bald nachher Malvolio vor der Gräfin Olivia, Abschied Leicesters von Amy Robsart (1841), Skizze aus Sternes »Empfindsamer Reise« und aus Goldsmiths »Landprediger von Wakefield« (1842), und in den nächsten Jahren Bilder aus Dickens und wiederum aus Shakespeare und dem »Landprediger von Wakefield«; 1845 der Dorfpfarrer, infolge dessen er Genosse der Akademie wurde. Ebenso nachher Scenen aus Molières »Bourgeois gentilhomme«, aus »Don Quichotte«, und 1852 die Bilder: das Kind beim Abendgebet und Pope und Lady Montagu, infolge ↔ deren er Mitglied der Akademie wurde. Von 1855 an wandte er sich mehr zur Darstellung des englischen Lebens der höhern und der niedern Stände. Dahin gehören z. B. das Seebad von Ramsgate und vor allem das berühmte Derbyrennen in Epsom, das 1858 bei seinem Erscheinen förmlich belagert wurde; ebenso die umfangreiche Eisenbahnstation (1861), die für die Königin gemalte Vermählung des Prinzen von Wales mit der Prinzessin Alexandra von Dänemark in der St. Georgskapelle zu Windsor (1863), König Karls II. letzter Sonntag (1867), vor dem Mittagessen in Boswells Wohnung in Bond Street und zahlreiche andre, unter denen wir nur, als in den letzten Jahren entstanden (1878), eine Reihenfolge von fünf Bildern, betitelt: der Weg zum Verderben, nennen. Seine Bilder haben im allgemeinen eine große Wahrheit des Ausdrucks und der Charakteristik, lassen aber in der Komposition des Ganzen, in der Sauberkeit der Ausführung und in der Beleuchtung manches zu wünschen übrig. F. ist Ehrenmitglied der Akademie in Wien (1869), Mitglied der Akademien in Brüssel (1871) und Stockholm (1873).

Fritsch, Melchior, Landschaftsmaler, geb. 1826 zu Wien, besuchte auf der dortigen Akademie nur die Zeichenschule, bildete sich aber im Malen als Autodidakt aus und erhielt dennoch den Kaiserpreis. Später machte er größere Studienreisen nicht nur in Tirol und Steiermark, wo er eine Menge interessanter Studien sammelte, sondern auch nach dem Orient, nach Italien, Paris und den Kunststädten Deutschlands. Seine Gebirgs- und Waldlandschaften haben meistens eine große Naturwahrheit und eine feine Empfindung, so z. B.: Dorfbrand nach einem Gewitter, die treffliche Gewitterlandschaft mit den auf dem Heimweg begriffenen holzbeladenen Landleuten und dem Ehepaar, das unter einem Holzschuppen das Unwetter abwarten will (1874), ebenso die Partie am Langbathsee im Salzkammergut (1875) und Dorfbrand (1877).

Fritz, August, Landschaftsmaler, geb. 1843 zu Oberramstatt bei Darmstadt, widmete sich anfangs dem Forstwesen,

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 188.