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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Halswelle; Hamel; Hamerton; Hamman

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Halswelle - Hamman.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Halse'

fassung, z. B. die Marmorstatue: Nora Creina für den genannten Herzog, eine Gruppe am Tarpejischen Felsen, das Erwachen des Gedankens, Britannia entschleiert Australien (Hauptwerk), nach dem Bade, der nahende Sturm (Relief) und mehrere sehr geistvoll charakterisierte Büsten. Als Schriftsteller gab er einige Novellen mit seinen Illustrationen heraus.

Halswelle (spr. hälsuell), Keeley, engl. Genremaler, geb. 1832 zu Richmond (Surrey), lernte unter einem geschickten Zeichner und Stecher, studierte im Britischen Museum und arbeitete viel für die »Illustrated London News«, für die er auch nach Schottland ging, wo er 1854 veranlaßt wurde, sich in Edinburg niederzulassen. Dort machte er noch weitere Studien und stellte Bilder aus, die sich namentlich auf das Leben der Fischer in Newhaven bezogen und großes Glück machten. 1868 ging er nach Rom und malte hier mehrere Scenen aus dem Volksleben, die in England Beifall fanden, darunter namentlich: ein jüdischer Tabulettkrämer auf der Piazza Navona, eine Scene im Theater des Marcellus, Landleute in der Peterskirche, die Erhebung der Hostie (1872) u. a., unter denen wir nur noch das Gregor d. Gr. in den Mund gelegte Wort: »Non Angli, sed angeli« und die Schauspielscene aus Hamlet nennen.

Hamel, Julius, Historien- und Porträtmaler, geb. 1834 zu Dillenburg (Hessen-Nassau), bildete sich im Städelschen Institut unter Jakob Becker, Steinle und Passavant aus, besuchte zu seiner weitern Ausbildung Dresden, München, Belgien und Holland (1866) wie auch Italien (1869) u. ließ sich in Frankfurt nieder. Er malt Bilder aus der biblischen und aus der Profangeschichte von einfacher, klarer Komposition und ansprechendem Kolorit sowie wohlgetroffene, ausdrucksvolle Porträte. Zu jenen gehören: die Fußwaschung des Petrus (1857), Grablegung Christi (1858), Lorelei, der Ablaßkrämer Tezel (1864), Eginhard und Emma (1867), Abschied Wilhelms von Oranien von Egmont (1871), Gefangennehmung Egmonts (1876), die Gräfin Helfenstein bittet für das Leben ihres Gemahls (1879); ferner: Jahreszeiten ↔ und Erntefreuden (1874), Kinderfries u. a.

Hamerton (spr. hämert'n), Philip Gilbert, engl. Radierer, Landschaftsmaler und Kunstschriftsteller, geb. 10. Sept. 1834 zu Laneside (Lancashire), wollte sich anfangs den gelehrten Studien widmen, aber seine Neigung veranlaßte ihn, in London die Landschaftsmalerei zu erlernen. Dort schrieb er auch schon früh Artikel für die »Historic Times«, gab 1851 ein Werk über Heraldik und 1855 einen Band Gedichte: »The isles of Loch Awe« (Schottland), heraus mit 16 von ihm gezeichneten Holzschnitten. Nach einem kurzen Aufenthalt in Paris kehrte er 1857 zu seinem Lieblingsaufenthalt, dem Loch Awe, zurück, malte dort viele Landschaften der Umgegend und schrieb: »A painter's camp in the highlands and thoughts about art« (1862, 2 Bde.). Dann begab er sich 1861 nach Sens und später nach Autun in Frankreich, wo er die Landschaftsmalerei fortsetzte und viel für die »Fine arts Quarterly Review« schrieb, ebenso 1866 bis 1868 für die »Saturday Review«. 1868 verfaßte er ein sehr gutes wissenschaftliches Werk über die Radierer und die Radierkunst (neue Ausgabe 1876), ein Buch über die französischen Maler der Gegenwart und 1869 über die Malerei in Frankreich nach dem Verfall des Klassicismus. Noch größeres Verdienst erwarb er sich durch die Gründung des besonders für die Radierkunst wichtigen Journals »The Portfolio«, in welchem viele seiner besten litterarischen Arbeiten erschienen, z. B. die »Entdeckungsreise eines Radierers« mit 37 Radierungen (1871) und das Leben Turners (1878, auch als Separatausgabe 1879). Unter seinen Ölbildern verdienen erwähnt zu werden: Überfahrt über den Loch Awe, die Wächterhütte, der Fluß Yonne etc.

Hamman, Edouard Jean Conrad, belgisch-franz. Maler des historischen Genres, geb. 24. Sept. 1819 zu Ostende, besuchte in Antwerpen die Akademie und trat in das Atelier de Keysers. Nach seinem Debüt auf der Brüsseler Ausstellung von 1846 ließ er sich in Paris nieder und malte Bilder von interessantem und pikantem

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 235.