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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Jonghe; Jongkind; Jordan

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Jonghe - Jordan.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Jones'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 1)

stürmer, nach Leutze; die Gefangennehmung des Majors André, nach Durand, und andre nach Edmonds.

2) Burne, engl. Aquarellmaler, ein extremer Manierist, der in seinen Bildern mit gänzlicher Ausschließung des Modernen eine Vermischung des Klassischen mit dem Mittelalterlichen erstrebt, durch die Glut seiner Phantasie und durch die leuchtende Tiefe seiner Farben in Erstaunen setzt. Sowohl in seinen Landschaften wie in seinen Figuren zeigt er ein lebendiges Gefühl, aber Zeichnung und Modellierung sind ziemlich mangelhaft. Zu den hervorragendsten und charakteristischen seiner Bilder (mehrere derselben in der Grosvenor-Gallerie in London) gehören: le chant d'amour, Pan und Psyche, laus Veneris, der Wein der Circe, der Abend, der Reiter am Kalvarienberg, Liebe unter Ruinen, die Hesperiden, die Schöpfungstage, die Verkündigung und vier Bilder von Pygmalion und Galatea (1879).

Jonghe (spr. jonge), Gustave de, belg. Genremaler in Paris, geb. 1828 zu Courtray, Sohn des Landschaftsmalers Joh. Baptist de J. (gest. 1844), erlernte trotz seines entschiedenen musikalischen Talents die Malerei unter Navez in Brüssel, erfreute sich der besondern Unterstützung Gallaits und erhielt von seiner Vaterstadt ein Stipendium zu seiner weitern Ausbildung. Er versuchte sich im Bildnis und in der religiösen Historie, blieb aber nachher beim Genre, dem er seinen Ruf verdankt. Nachdem schon eins seiner ersten Bilder, die Notre Dame de bon secours, gute Aufnahme gefunden hatte, malte er die durch Empfindung und Ausdruck hervorragenden Waisenkinder und ihre Großmutter, wofür er 1863 in Paris die goldne Medaille erhielt. Zu den besten seiner spätern Bilder gehören: die Frömmigkeit (1864), das Versteckenspiel, die Genesende, die Geburtstagswünsche und die Dame vor dem Spiegel.

Jongkind, Johann Barthold, holländ. Marine- und Landschaftsmaler, geb. 1822 zu Latrop (Holland), kam schon in jungen Jahren nach Paris, wo er Schüler von Isabey wurde und 1845-72 zahlreiche Marinen ausstellte, z. B.: Ansicht ↔ des Hafens von Harfleur (1850), Tréport (1852), der Lauf der Seine, Erinnerung an Havre (1853), Notre Dame vom Pont de la Tournelle, der Quai d'Orsay, Mondaufgang bei Paris (1855), holländische Landschaft, holländischer Kanal bei Rotterdam im Mondschein, Schlittschuhläufer auf einem holländischen Kanal, die Maas bei Dordrecht im Mondschein u. a. Neuerdings lieferte er auch mehrere sehr geschätzte Radierungen. Er wohnt in Brüssel.

Jordan, 1) Feodor Iwanowitsch, russ. Kupferstecher, geb. 1800 zu Pawlowsk, besuchte in dem benachbarten Petersburg die Akademie, wo er sich unter Utkin seinem Fach widmete und die goldne Medaille erhielt. Dann ging er zu seiner weitern Ausbildung nach Paris, wo er Schüler von Richomme war, nach London, wo er unter Abraham Raimbach lernte, und nach Rom, wo er 15 Jahre blieb und 1850 den Stich der Transfiguration nach Raffael vollendete. Unter seinen übrigen bedeutenden Stichen nennen wir: eine heil. Familie, nach Raffael; eine Pietà, nach Cigoli; andre nach russischen Malern und mehrere Porträte. Er ist Inhaber des Annenordens erster Klasse, lebt als Staatsrat und Mitglied der Akademie in Petersburg.

2) Rudolf, Genremaler in Düsseldorf, geb. 4. Mai 1810 zu Berlin als Sohn des aus einer französischen Emigrantenfamilie stammenden Justizrats J., wollte anfangs die Stallmeisterkarriere ergreifen, widmete sich aber auf Wachs Veranlassung der Malerei, trat jedoch nicht in dessen Atelier, da ihm Wachs Richtung bei seiner realistischern Sinnesweise nicht zusagte. Unter den Strandbewohnern der Insel Rügen machte er 1829 seine ersten Studien, die das Bild einer Fischerfamilie zur Folge hatten, das in Besitz des Königs kam und ihn ermutigte, auf die Akademie nach Düsseldorf zu gehen, der er von 1833 bis 1840 als Schüler von Schadow und Sohn, dann bis 1848 als Mitglied der Meisterklasse angehörte. Gleich anfangs machte er das Fischer- und Lotsenleben zu seinem Hauptstudium, in das er sich auf seinen wiederholten Reisen an die Küsten

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 287.