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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Kriebel; Kronberg; Kronberger; Kröner; Kropp

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Kriebel - Kropp.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Kretzschmer'

ten. Er hat auch einiges radiert und viele Aquarellen geschaffen, unter denen das Album zur Erinnerung an den Besuch der Königin Victoria am Rhein (1845) hervorzuheben ist. Als ein seiner Zeit viel beschäftigter Porträtmaler zeigte er sich schon in Griechenland und in Ägypten (Königin von Griechenland, Sultan Abd ul Medschid, Vicekönig Mehemed Ali u. a.).

Kriebel, Anton Maria Ludwig, Historien- und Porträtmaler, geb. 24. Juli 1823 zu Dresden, war hier Schüler von Bendemann, den er bei den Wandgemälden im dortigen Schloß unterstützte, nach deren Vollendung er Reisen nach den Niederlanden machte und einige Zeit in München, Antwerpen und Paris lebte. Dann ließ er sich in seiner Vaterstadt nieder, wo er Professor an der Akademie wurde und mehrere Altarbilder und Porträte malte. Eine seiner bedeutendern Arbeiten sind die Wandmalereien in der Kirche zu Gersdorf in Sachsen.

Kronberg, Julius, schwed. Historien- und Genremaler, geb. 11. Dez. 1850 zu Karlskrona, trat schon mit 15 Jahren in die Akademie zu Stockholm und machte so rasche Fortschritte, daß er 1870 für ein Bild aus der schwedischen Geschichte den Preis erhielt. Es kam nebst dem spätern Genrebild: der alte Kirchendiener, in die Privatsammlung des Königs. Dann folgte ein größeres Bild: Ebba v. Brahe (Jugendgeliebte Gustav Adolfs) und eine treffliche Marktscene aus dem 16. Jahrh. (Aquarell). 1873 trat er eine Kunstreise an und hielt sich seitdem in Paris und München auf. Seine neuesten hervorragendsten Werke sind: schlummernde Jagdnymphe, der Frühling und die in der Weise von Makarts Einzug Karls V. in Antwerpen behandelte Königin von Saba.

Kronberger, Karl, Genremaler, geb. 7. März 1841 zu Freystadt (Österreich ob der Enns), wurde für die Dekorationsmalerei bestimmt, lebte dieser Beschäftigung einige Zeit in Linz und widmete sich erst seit 1859 in München der Kunstmalerei, wo er den Vorbereitungsunterricht von Hermann Dyck (gest. 1874) genoß und auf der Akademie Anschütz und ↔ Hiltensperger zu Lehrern hatte. Zu seinen geistreich durchgefühlten, oft sehr humoristischen Bildern gehören namentlich: die Gerichtsverhandlung (1873 in Wien, Preismedaille), der Guckkasten, die Politiker, der letzte Wille (Skizze) und das sehr drollige: in schwerer Not. Viele derselben gingen nach Nordamerika.

Kröner, Joh. Christian, Tier- und Jagdmaler, geb. 3. Febr. 1838 zu Rinteln, trat in das Geschäft seines Bruders, eines Dekorationsmalers, ging aber, um Versuche im Ölmalen zu machen, ins bayrische Gebirge, wo er von dortigen Malern viel lernte. Nachdem er dann in München einige Landschaften mit Wildstaffage gemalt hatte, zog er 1862 nach Düsseldorf, wo er mit der Not des Lebens zu kämpfen hatte, bis ein erster Erfolg ihm die Mittel gab, noch weitere Naturstudien zu machen. Das geschah mehrere Jahre namentlich in den Wäldern des Wesergebirges, aber auch im Salzkammergut, das er als Jäger und als Maler besuchte, ebenso 1870 im Harz, 1872 an der Nordsee, 1873 auf Rügen und außerdem jährlich im Teutoburger Wald. 1875 reiste er auch nach Paris und 1877 wiederum nach Holstein und an die Ostsee. Seine Wald- und Jagdbilder sind von überaus frischer Auffassung und trefflicher Schilderung des Tierlebens, auch landschaftlich von sehr anziehendem Kolorit, z. B.: Hirsche nach dem Kampf (1872), Herbstlandschaft mit Hochwild (Nationalgallerie in Berlin), Winterbild mit einem Rudel von Wildschweinen, Saujagd, der Winter (1878), Rehe im Wald und Scene bei einem eingestellten Jagen im Wildpark zu Springe.

Kropp, Diedrich, Bildhauer, geb. 11. Dez. 1824 zu Bremen, war ursprünglich Schiffszimmermann, dann Tischler und Schiffsbildschnitzer. Als solcher schnitzte er einen Kopf von Heinrich v. Gagern, infolgedessen er in den Stand gesetzt wurde, sich ein Jahr auf der Akademie in München und weitere fünf Jahre in Dresden unter Hähnel auszubilden. 1858-61 war er in Rom, wo er zwei Büsten Raffaels und kleinere Sachen arbeitete. In seine Vaterstadt zurückgekehrt, schuf er für

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 312.