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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Lapierre; Lapostolet; Lasch; Lauenstein; Laufberger

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Lapierre - Laufberger.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Lansyer'

(Museum des Luxembourg), der Fluß Pouldahout zur Ebbezeit (1870), die Ligurischen Alpen bei Mentone (1872), die Bucht von Treffentec zur Flutzeit, am Fuß des Pont des Arts in Paris (1873) und andre aus der Bai von Douarnenez (1878 in Paris ausgestellt).

Lapierre (spr. lapjär), Louis Emile, franz. Landschaftsmaler, geb. 1818 zu Paris, war Schüler von Victor Bertin, malt zierliche Landschaften, häufig aus dem Wald von Fontainebleau, aber auch aus Italien, ansprechend komponiert, doch im Kolorit ziemlich willkürlich; z. B.: der Garten Boboli in Florenz, die untergehende Sonne (1848), die Grotte der Egeria, die Jahreszeiten, ein Wald im Frühling, Wald im Winter (1859), Garten in Fontainebleau (1866), Waldessaum bei untergehender Sonne, Waldinneres (1875) u. a. 1869 wurde er Ritter der Ehrenlegion.

Lapostolet (spr. lapŏstŏlä), Charles, franz. Marinemaler, geboren zu Velars (Côte d'Or), Schüler von Cogniet, malt Marinebilder, die von feiner Empfindung und gründlicher Kenntnis des Baues der Schiffe zeugen, aber im Detail nicht immer sorgfältig behandelt sind, z. B.: der Kanal St. Martin in Paris zur Winterszeit (1870, Museum des Luxembourg), die Seine bei St. Denis, Küste von Villerville u. a.

Lasch, Karl Johann, Genre- und Porträtmaler, geb. 1. Juli 1822 zu Leipzig, besuchte die Akademie in Dresden und kam 1838 unter die specielle Leitung Bendemanns, durch den er viele Anregung erhielt. 1844 zog er nach München und schuf unter dem Einfluß von Schnorr und Kaulbach zunächst einige Historienbilder, z. B.: König Enzio im Gefängnis, Graf Eberhard der Rauschebart, und ein Altarbild: Christus zu Emmaus. 1847 begab er sich nach Italien und bald darauf nach Moskau, wo er zehn Jahre lang die Porträtmalerei mit großem Erfolg betrieb. 1857 zog er nach Paris, bildete sich noch unter Couture weiter, malte dort Tintoretto und seine Tochter sowie Venus und Tannhäuser und ließ sich 1860 in Düsseldorf nieder, wo er seitdem neben vielen Porträten eine Reihe von Sittenbildern ↔ entstehen ließ von heiterm und ernstem Inhalt, glücklicher Erfindung und kräftigem Kolorit. Auf seine ersten Bilder: Kinderlust und bei der jungen Witwe (1862), folgten als die hervorragendsten: das Gutachten (1863), Heimkehr von der Kirmes (1864), der Dorfarzt in Verlegenheit, des alten Lehrers Geburtstag (1866, Nationalgallerie in Berlin), schwäbisches Hochzeitsmahl (1868), Pulcinelltheater auf einem schwäbischen Jahrmarkt (1870), Toast am Hochzeitsfest (1871), Erzählung des Verwundeten und das dramatisch sehr lebendige Bild: die Verhaftung (1873). Er erhielt 1872 in Berlin die große goldne Medaille und ist Ehrenmitglied der Akademien zu Dresden, Wien und Petersburg.

Lauenstein, Heinrich, Historienmaler der ältern Düsseldorfer Richtung, geb. 1836 zu Hiddensen, war anfangs Dekorationsmaler in dem benachbarten Hildesheim und in Düsseldorf, trat hier 1860 in die Akademie und bildete sich unter Bendemann und E. Deger zum Historienmaler für religiöse Gegenstände und Altarbilder aus, die von strenger Zeichnung und tiefem Gefühl sind. Dahin gehören: der heil. Vincenz von Paula (1865), Christus am Kreuz, für eine Kirche in Schwerin (1868, Bild von symbolischer Darstellungsweise, aber in der Behandlung realistisch), ein gleiches für die Kirche in Herdt bei Düsseldorf (1870), die heil. Elisabeth stellt die Waisenkinder unter göttlichen Schutz (1874) u. a. Die Kunsthalle in Sigmaringen schmückte er in Gemeinschaft mit Andreas Müller mit Künstlerbildnissen.

Laufberger, Ferdinand, Historien- und Genremaler, geb. 16. Febr. 1829 zu Mariaschein (Böhmen), kam 1845 in die Akademie der Kunstfreunde zu Prag, erhielt aber seine eigentliche Ausbildung an der Akademie in Wien unter Christian Ruben (gest. 1875). Er begann mit dem Historienbild, das er dann (Ende der 50er und Anfangs der 60er Jahre) mit dem Volksgenre und später mit dem Heiligenbild vertauschte. Von einer Reise nach den Donaufürstentümern und Konstantinopel brachte er für den Österreichischen Lloyd zahlreiche Bilder für Kupferstich

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 322.