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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Mathieu-Meusnier; Matout; Maurier; Max

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Mathieu-Meusnier - Max.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Matejko'

tig war (1867), folgten als seine Hauptbilder: der Alchimist Sendziwoi vor Sigismund III., Wladislaw der Weise wird auf den polnischen Thron berufen, die besonders meisterhaften Bilder: Hofnarr des Königs Sigismund und Union der Polen und Litauer in Lublin (die letztern trefflich charakterisiert), Stephan Báthori vom russischen Gesandten um Frieden gebeten, Johann Wilczek während der Verteidigung eines Benediktinerklosters gegen Matthias Corvinus, König Johann Sobieskis Gebet vor Beginn der Türkenschlacht, Einsegnung der Sigismundsglocke, Ermordung des Königs Premysl im 15. Jahrh., Iwan der Grausame am Hinrichtungsplatz in Moskau, die mit großen Vorzügen, aber auch mit großen Mängeln behaftete Schlacht bei Tannenberg auf dem Grünfeld 1410 zwischen den Deutschherren und den Litauern und Polen, das Gegenstück derselben: die Niederlage bei Warna und der 1580 noch im Entstehen begriffene kolossale Johann Sobieski vor Wien zur Zeit der Belagerung durch die Türken. Er ist Inhaber mehrerer Orden, Mitglied der Akademien zu Berlin und Paris, seit 1873 Direktor der Kunstschule zu Krakau.

Mathieu-Meusnier (spr. matjö-mönjéh), eigentlich Mathieu Roland, franz. Bildhauer, geb. 1824 zu Paris, Schüler von Dumont und Nanteuil, debütierte 1843 mit einer Büste und brachte seitdem eine große Zahl von Büsten, Porträtstatuen und allegorischen Bildwerken, die ihm einen bedeutenden Namen machten. Meisterhaft ist z. B. die bereits 1847 entstandene Marmorgruppe: Tod des jungen Viala (Museum in Versailles), Napoleon (1847), der Tod der Laïs (1849, im Tuileriengarten), die Statue Adansons für die Stadt Aix (1856), die Marmorstatue der satirischen Litteratur (1873) und die Büsten Boïeldieus (im Foyer der Komischen Oper), Beaumarchais' (im Théâtre français), Cortots (im Museum des Louvre), Sainte-Beuves und Scribes (im Institut de France) und mehrere andre Bildwerke im neuen Louvre und im reservierten Garten der Tuilerien.

Matout (spr. matúh), Louis, franz. Maler des historischen und mythologischen ↔ Faches, geb. 1813 zu Charleville (Ardennen), ging von der Architektur, der er sich anfangs widmete, zur Historienmalerei über und begab sich 1848 nach Algier, wo er Bilder in der Kathedrale malen sollte, aber nur die Kartons fertig stellte. Später brachte er meistens mythologische, oft etwas sinnliche Darstellungen: Pan und die Nymphen, ein nacktes Weib von Boghari von einer Löwin zerrissen (1855, Museum des Luxembourg), Hochzeit des Bacchus und der Ariadne, eine Venus Pandemos, oder auch Sittenschilderungen aus der Renaissancezeit, oft in zu großem Maßstab für ihren geringfügigen Inhalt. Auch seine Wandmalereien in der École de médecine (1857) und im Hospital la Riboisière sind keine sehr hervorragenden Arbeiten. 1857 wurde er Ritter der Ehrenlegion.

Maurier (spr. morjéh), George, Louis Palmella du, engl. Illustrator französischer Abkunft, geb. 6. März 1834 zu Paris, wo er seine ersten Studien machte. In seinem 17. Jahr kehrte er mit seinen Eltern nach England zurück, studierte Chemie in London, ging dann aber nach Paris, widmete sich unter Gleyre der Kunst und machte sich gar bald durch seine Zeichnungen für englische Journale einen Namen, namentlich für »Once a week«, »Punch«, »Cornhill Magazine« u. a. An Büchern illustrierte er z. B. »Henry Esmond« von Thackeray und die »Geschichte einer Feder«. Auch in Paris ist er durch seine geistreichen Illustrationen bekannt.

Max, 1) Emanuel, Ritter von, Bildhauer, geb. 1810 zu Bürgstein in Böhmen, bildete sich anfangs noch unter Joseph Bergler in Prag aus, besuchte eine Zeitlang die Akademie in Wien, wo er mehrere Preise erhielt, arbeitete von 1839 bis 1849 in Rom und machte auch mehrmalige Reisen in Deutschland, Belgien, England und Frankreich. Seine in edlem, klassischem Stil ausgeführten Werke sind namentlich: die Marmorstatuen der böhmischen Apostel Cyrillus und Methodius in der Teynkirche zu Prag, das Grabmal der von Meuchelmördern getöteten heil. Ludmilla im dortigen Dom zu St. Veit, ein Werk von ausdrucksvoller Haltung und geschickter Gewandung, und vor

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 359.