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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Mazerolle; Mc Cord; Mc Entee; Meade; Mecklenburg

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Mazerolle - Mecklenburg.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Mayer'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 6)

Dom zu Magdeburg, die Brautthür der Sebalduskirche in Nürnberg, die St. Euchariuskapelle daselbst und viele andre Partien aus kirchlichen und profanen Gebäuden. Als Architekt leitete er die Restauration der Heiligkreuzkirche zu St. Johannes bei Nürnberg (1854), den Umbau des Roten Turms bei Oberwesel am Rhein, die Ausstattung des Schlosses »Fröhliche Wiederkunft« in Thüringen etc. Er erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde 1875 auch Konservator der königl. Gemäldesammlungen in Nürnberg.

7) Ludwig, Historienmaler, geb. 1834 zu Kaniow in Galizien, war 1849-57 Schüler von Kupelwieser in Wien, ging dann nach Venedig und malte die Bilder des heil. Martin für die Kirche in Aspern und Christus im Haus des Lazarus. Nachdem er 1862 Deutschland, Belgien und Paris besucht hatte, führte er während eines zweijährigen Aufenthalts in Rom einen großen preisgekrönten Karton: Jerusalem nach dem Tod Christi, aus, dem dann noch andre sehr gerühmte biblische Bilder und 1880 ein trefflicher Christus folgten.

Mazerolle (spr. mas'róll), Alexis Joseph, franz. Historienmaler, geb. 1826 zu Paris, war Schüler von Gleyre und Dupuis, machte Studienreisen in Italien und den Niederlanden. Er malt historische Bilder von idealer, geläuterter Form und edler Empfindung, z. B.: Anakreon, Geburt der Minerva und sein 1878 in Paris ausgestelltes Hauptbild: die Liebesmahle der ersten Christen (1877), aber auch dekorative Bilder nach pompejanischer Art, z. B.: Amor als Sieger, Triumph der Galatea, Allegorie des Weins. Dahin gehören auch seine Zeichnungen für die Manufacture des gobelins (z. B. die Patin der Feen, 1876), für das Büffett der Neuen Oper in Paris und andre Theater. 1870 wurde er Ritter der Ehrenlegion.

Mc Cord (spr. mäk kórd), Herbert, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1849 zu New York, war Schüler von Fairman, machte später Studienreisen durch Neuengland, Kanada, Florida und an den Ufern des Mississippi. Unter seinen seit 1870 in der Nationalakademie zu New York ausgestellten Bildern, zum Teil von trefflicher ↔ Beleuchtung, sind die bedeutendern: die Heimat Washington Irvings, die Höhle der Winde (Niagara) und Zwielichtsgedanken.

Mc Entee (spr. mäk énntih), Jervis, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1828 zu Roundout (New York), begann dort 1850 seine Studien unter Fred. Edwin Church, arbeitete schon nach zwei Jahren selbständig und wurde 1861 Mitglied der Nationalakademie. 1869 bereiste er die bedeutendsten Kunststädte Europas und besuchte die Schweiz und Italien. Unter seinen frühern Bildern sind die bedeutendsten: Herbstblätter, indianischer Sommer, Oktober in den Catskillbergen, der melancholische Tag (Nationalakademie in New York), Novembernachmittag, Dämmerung im Herbst; unter denen der letzten zehn Jahre: Oktoberschnee, Weg durchs Gehölz, Ansicht von Pästum, Sonnabendsnachmittag, der Jahresschluß, Herbstidylle, Winter in den Bergen u. a. Die meisten dieser Bilder sind von ernstem, melancholischem Charakter und frei von aller kleinlichen Nachahmung der Natur.

Meade (spr. mihd), Larkin, amerikan. Bildhauer, geb. 1835 in Neuengland, wurde durch die Freigebigkeit eines Kunstfreunds in Cincinnati in den Stand gesetzt, sich der Kunst zu widmen. 1853-55 war er Schüler des Bildhauers Henry Kirke Brown, ging 1862 nach Italien, lebte drei Jahre in Florenz und begann nach seiner Rückkehr seine Bildwerke auszustellen. Die bedeutendsten unter denen der letzten Jahre sind: die Infanterie, die Kavallerie, die Artillerie, der Seeoffizier, die sehr ähnliche Statue Lincolns die Emancipation proklamierend (für das Denkmal in Springfield, Illinois), die Statue Ethan Allens, Beförderers des Unionswerks (Kapitol in Washington), die Statue Vermonts in Montpellier (Vermont) und Columbus vor Isabella.

Mecklenburg, Louis, Architekturmaler, geb. 1820 zu Hamburg, zeichnet sich durch sehr sorgfältig und malerisch durchgeführte, trefflich beleuchtete Architekturbilder aus, großenteils aus Oberitalien entnommen, z. B.: aus dem Kreuzgang von San Bernardino in Verona (1860),

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 362.