Schnellsuche:
Info: Zur Zeit wird der Volltextindex aktualisiert. Sie erhalten daher bei Suchen nicht die volle Anzahl an Treffern. Die Aktualisierung dauert typischerweise wenige Minuten.

Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Porttmann; Poschinger; Pott; Powell; Powers; Poynter; Pradilla

424

Porttmann - Pradilla.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Porter'

Idealbildern nennt man namentlich das ebenfalls dort ausgestellte Stundenglas.

Porttmann, Wilhelm, Landschaftsmaler, geb. 1819 zu Düsseldorf, wollte anfangs Buchdrucker werden, ging aber zur Malerei über und besuchte 1842-1846 die Akademie seiner Vaterstadt unter Schirmer. Sein Hauptfach ist die Darstellung der Schweizer und Tiroler Alpen, die er mit ebenso großem Geschick wie Fleiß, besonders meisterhaft in der Malerei der nackten Felsen und der Gletscher sowie der sturmgepeitschten Bäume darstellt; z. B. aus den letzten 20 Jahren: Sustengletscher, Wasserfall in Tirol (im Besitz des Großherzogs von Oldenburg), Gewitter im Wald, Bergstrom in der Umgegend von Chambéry, am See in Savoyen, Herbststurm auf der Alp, ein stürmischer See, Lawinensturz auf der Alpe Rosetta, Gewittersturm, Morgen im Wald etc. - Sein Sohn Karl P. hat sich in den letzten Jahren durch einige Genrebilder vorteilhaft bekannt gemacht.

Poschinger, Richard von, Landschaftsmaler, geb. 1839 zu München, Schüler von Ad. Lier, machte Studienreisen in Belgien, Holland, England und Frankreich. Er malt sehr anziehende Stimmungslandschaften, z. B.: der Frühling, Mondschein, Regenstimmung, Mondnacht an der Südküste von England, Herbstmorgen bei Dachau, Strand bei Dover und mehrere »Abendlandschaft« betitelte. Er lebt in seiner Vaterstadt.

Pott, L. J. (Anmerkung des Editors: Laslett John), engl. Genre- und Historienmaler, geb. 1837 in Nottinghamshire, zeigte schon in früher Jugend ein entschiedenes Talent für die Kunst, wollte anfangs Architekt werden, gab aber dieses Fach wieder auf, zog die Malerei vor und begann 1860 seine Bilder auszustellen, die eine große technische Fertigkeit verraten und voll Leben und Ausdruck sind. Dahin gehören: alte Erinnerungen (1865), die Verteidigung (1867), der erste Erfolg (1868), Feuer im Theater (1869), Maria Stuart zum Richtplatz geführt (1871), Karl I. verläßt Westminster nach seinem Verhör (1872), auf dem Marsch von Moskau (1873), Don Quichotte auf dem Ball (1875), unter den Dieben (1878). ↔

Powell (spr. paúell), William H., amerikan. Porträt- und Historienmaler, geboren im Staat Ohio, ließ sich in New York nieder, wo er sich den genannten Fächern widmete und Genosse der Akademie wurde. Von ihm ist die Entdeckung des Mississippi durch De Soto in der Rotunde des Kapitols in Washington, sodann die Schlacht am Eriesee und die Landung der Pilger. Bedeutende Porträte von ihm sind die des Generals Mac Clellan, des Majors Anderson (Rathaus in New York) und des Humoristen Washington Irving.

Powers (spr. paú'rs), Preston, amerikan. Bildhauer, geb. 1843 zu Florenz, Sohn und Schüler des Bildhauers Hiram P. (gest. 1873), hielt sich eine Zeitlang in den Vereinigten Staaten auf und bezog später in Florenz das Atelier seines Vaters, wo er ganz in dessen Geist ideale und Porträtgestalten schafft, z. B.: Statue des Senators Jakob Collamer (für Washington), Büste des Staatsmanns Charles Sumner, Büste von Agassiz, von Swedenborg u. a.

Poynter, Edward John, engl. Aquarellmaler im historischen und im Genrefach, geb. 20. März 1836 zu Paris, machte seine ersten Studien in der Westminsterschule und in Ipswich, war 1856-59 Schüler von Gleyre in Paris, ließ sich 1860 in London nieder, wurde 1869 Genosse der dortigen Akademie, 1871 Mitglied der belgischen Gesellschaft der Aquarellisten und 1876 Mitglied der Akademie in London. Unter seinen Aquarellen von origineller Erfindung, sicherer Zeichnung und glänzendem Kolorit sind die bedeutendsten: Israel in Ägypten (1867), die Katapulte (1868, aus der Belagerung Karthagos), treu bis zum Tode, Proserpina, Perseus und Andromeda (1872), die Wahrsagerin, Rhodope, das goldne Zeitalter, die gefangene Königin Zenobia (1878), der Besuch bei Äskulap (1880, Ölbild) u. a. In der Kirche St. Stephan zu Dulwich führte er 1872 und 1873 Fresken aus. Er schrieb: »Ten lectures on art« (Lond. 1879).

Pradilla, Francisco, span. Historienmaler, geboren zu Madrid, lebt als

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 425.