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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Rivalta; Rivière; Rizzōni; Robbe; Robbins

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Rivalta - Robbins.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Ritter'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 2)

malerei über und brachte hierin mehrere ausgezeichnete Bilder, z. B.: das Sakramentshäuschen der St. Lorenzkirche, den Pellerhof und den Schönen Brunnen in Nürnberg, letzterer besonders von meisterhafter Luftperspektive und mit charakteristischer Staffage aus dem Dreißigjährigen Krieg.

Rivalta (spr. riwalta), Augusto, ital. Bildhauer, geb. 1836 zu Genua, bildete sich auf der dortigen Kunstakademie aus, erhielt ein Reisestipendium und ging nach Florenz, wo er seinen Wohnsitz nahm und Professor an der Akademie wurde. Hier schuf er sein erstes bedeutendes Werk, die Statue: Clizia, dann eine Statue Cavours im Vestibül des Palastes der Nationalbank; seine meisten Arbeiten sind aber Grabdenkmäler, namentlich im Campo Santo zu Genua. Zu den besten seiner übrigen, ziemlich realistischen Schöpfungen gehören die Gruppe: eine Kriegsepisode (ein verwundeter Krieger, gepflegt von einem andern Krieger und einer Barmherzigen Schwester), eine Statue des Dichters Niccolini für Florenz und das Modell einer Statue Victor Emanuels für Turin. Besonders gerühmt werden auch seine Basreliefs.

Rivière (spr. rĭwjähr), Briton, engl. Tier- und Genremaler, geb. 14. Aug. 1840 zu London, Sohn und Schüler von William R. (gest. 1876), der Zeichenlehrer am Cheltenham College war. Später studierte er in Oxford klassische Litteratur, wurde dort 1873 Magister, ging dann nach London, wo er Schüler von John Pettie wurde, und bereiste 1875 Italien. Seine Bilder, in denen die Tiere stets in sinnreiche Verbindung mit den Menschen gebracht sind, zeigen je nach dem Inhalt bald einen köstlichen Humor, bald ein tiefes, ergreifendes Pathos. Auf sein erstes durchschlagendes Bild dieser Art: die Pflegerin des Wilddiebs (1866), folgten bald mehrere: verirrt von der Herde und der lange Schlaf (Hauptbild); sodann die verlorne Tochter, die Gefangenen, ein Sommernachtstraum und (1870) die Mildthätigkeit; dann wieder das ergötzliche Bild der von Circe in Schweine verwandelten Gefährten des Odysseus, Daniel in der Löwengrube ↔ (in der Stellung des Propheten verfehlt), Apollon, und aus den letzten Jahren: Argus, die Kriegszeit (1875), der Letzte der Besatzung (eins seiner Meisterwerke), die Legende des heil. Patrick und der arme Lazarus (1877), endlich noch 1880 ein Löwenpaar als Wächter eines ägyptischen Tempels im Mondschein. 1878 wurde er Genosse der Akademie in London.

Rizzōni, Alessandro, ital. Genremaler, geb. 23. Jan. 1836 zu Riga, war Schüler der Akademie in Petersburg, erhielt dort 1860 den großen Preis, bereiste dann Deutschland, Belgien, Spanien und Portugal und ließ sich 1865 in Rom nieder, wo er geistreiche, mit Figuren staffierte Interieurs von sehr sorgfältiger Ausführung malt, z. B. mehrere Bilder aus einer livländischen Synagoge, das Innere einer römischen Osteria, Besuch eines Kardinals in Sant' Onofrio, Gemüseladen in Frascati und ähnliche Bilder.

Robbe, Louis Marie Dominique Romain, belg. Tiermaler, geb. 17. Nov. 1806 zu Courtray, wurde 1830 Doctor juris in Gent und 1840 Syndikus in Brüssel. Dann ging er auf die Akademie seiner Vaterstadt, erlernte die Malerei und erhielt nach wenigen Jahren zahlreiche Medaillen und Auszeichnungen. Unter seinen wegen ihrer trefflichen Modellierung und ihres klaren Tons sehr gerühmten landschaftlichen Tierbildern sind besonders hervorzuheben: die Campine in Brabant, der Hirt und die Schafherde, Stier von Hunden angefallen (Museum in Brüssel), Ruhe auf der Weide, Teich mit Kühen, Hähne nach dem Kampf u. a. Er wurde 1844 Ritter des spanischen Ordens Karls III., 1845 Ritter der Ehrenlegion und 1863 Offizier des belgischen Leopoldsordens. Er lebt in Brüssel. - Sein Bruder Henri R. ist Blumen- und Früchtemaler.

Robbins, Horace, amerikan. Landschaftsmaler, geb. 1842 zu Mobile, wurde mit 21 Jahren Schüler von James Hart in New York, besuchte 1865 mit dem Maler Church die Insel Jamaika, ging von da nach Europa, arbeitete drei Winter in Paris und machte im Sommer Studienreisen in die Alpengegenden. 1867 kehrte

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 443.