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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Thompson; Thomsen; Thon; Thorburn

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Thompson - Thorburn.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Thomas'

Anmerkung: Fortsetzung von Nummer 4)

daillen, 1867 das Kreuz der Ehrenlegion und wurde 1876 Mitglied der Akademie.

Thompson (spr. thómpss'n), 1) Cephas G., amerikan. Porträt- und Historienmaler, geb. 1809 in Middleborough (Massachusetts), empfing den ersten Unterricht von seinem Vater, bildete sich aber nachher als Autodidakt auf seinen Kunstreisen aus. Zuerst arbeitete er als Porträtmaler in verschiedenen Städten Nordamerikas, lebte dann 1837-47 in New York, malte in New Bedford und in Boston, besuchte 1852 London, Paris und Florenz, verweilte sieben Jahre in Rom und nahm 1860 seinen Wohnsitz in New York, wo er Genosse der Akademie wurde. Unter seinen sehr geschätzten Bildnissen sind besonders zu nennen das des Schriftstellers Hawthorne, des Dr. Matthews, Präsidenten der Universität New York, und des Dichters Bryant; unter den übrigen Bildern: der Schutzengel, Prospero und Miranda, Frühling und Herbst und Befreiung des Petrus aus dem Gefängnis. - Sein jüngerer Bruder, Jérôme T., geb. 1814, ist ein in Amerika geschätzter Landschaftsmaler, der aber mit seinen Bildern selten in die Öffentlichkeit tritt.

2) Elizabeth T., verehelichte Butler, engl. Schlachtenmalerin, geb. 1844, zeigte schon früh ein großes Talent für das Zeichnen von Soldaten und Pferden, trat in die Schule von South Kensington, studierte dann viel die Bilder der französischen Schlachtenmaler und debütierte 1873 mit großem Erfolg. Noch mehr Glück machte 1874 ihr Bild: die Truppenmusterung, das die Königin erwarb. Unter ihren spätern, wenn auch technisch mangelhaften, aber ausdrucksvollen und dramatisch reich bewegten Bildern sind zu nennen: das 28. Regiment bei Quatrebras (1875), Balaklawa (1876) und die Rückkehr von Inkjerman. Wohl ihr einziges religiöses Bild ist die Heimsuchung Mariä. Auch malte sie in Wasserfarben mehrere Soldatenbilder.

3) Launt, britisch-amerikan. Bildhauer, geb. 1833 in Irland, zog schon 1847 nach Nordamerika und ließ sich in Albany nieder, wo er anfangs Medizin studierte, sich aber daneben viel mit der Malerei beschäftigte. Dann widmete er ↔ sich der Bildhauerkunst unter Palmer, in dessen Atelier er neun Jahre arbeitete. 1858 ging er nach New York, wurde dort 1862 Mitglied der Akademie, nahm aber 1875 seinen Wohnsitz in Florenz. Er schuf mehrere gute Porträtbüsten, ideale Bildwerke und eine Bronzestatue Napoleons.

4) Wordsworth, amerikan. Landschafts- und Seemaler, geb. 1840 zu Baltimore, ging 1861 nach Paris, wo er Schüler von Gleyre, später von Lambinet und von Pasini wurde. Nachdem er in Paris einige Bilder ausgestellt hatte, ließ er sich 1863 in New York nieder. Unter seinen Bildern sind besonders hervorzuheben: Verwüstung (das zerstörte Schloß in St. Cloud), welche 1873 in New York großes Aufsehen machte, ferner der Weg zur Sägemühle, Menaggio am Comer See, Virginia in alter Zeit, Annapolis im Jahr 1776, Ansicht des Bergs Ätna, Erinnerung an den Potomac, am Strand von Mentone, die Fälle von Mount Island u. a.

Thomsen, August Carl Vilhelm, dän. Historienmaler, geb. 3. Sept. 1813 zu Glücksburg, kam 1833 auf die Akademie in Kopenhagen, debütierte 1837 und brachte anfangs mehrere religiöse Historienbilder, z. B.: Darstellung Christi im Tempel (1841), Jesus zwölf Jahre alt im Tempel (1843), Hans Tausen predigt die evangelische Lehre (Heilige Geistkircke in Kopenhagen). Später malte er auch Genrebilder und Landschaften.

Thon, Sixt, Genremaler und Radierer, geb. 10. Nov. 1817 zu Eisenach, besuchte von 1837 an die Akademie in Leipzig, wurde dann Schüler von Preller in Weimar, machte Studienreisen in Norwegen, Holland und Belgien und bildete sich ein Jahr lang in Antwerpen. Er malt Genrebilder aus dem Volksleben, illustriert Zeitschriften und Albums und brachte mehrere gut radierte Blätter, unter denen das interessanteste ist: die Künstler auf der felsigen Küste (Preller mit seinen Schülern Thon, Bellermann und Hummel).

Thorburn (spr. thórbörn), Robert, schott. Porträtmaler, geb. 1818 zu Dumfries, war Schüler von W. Allen in Edinburg, gewann den ersten Preis auf der dortigen Akademie und trat 1836 in die

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 521.