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Biographisches Künstler-Lexikon

Dr. Hermann Alex. Müller, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig, 1882

Die bekanntesten Zeitgenossen auf dem Gesamtgebiet der bildenden Künste aller Länder mit Angabe ihrer Werke.

Schlagworte auf dieser Seite: Wood; Woodington; Woolner; Wopfner

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Wood - Wopfner.

Anmerkung: Fortsetzung des Artikels 'Woltze'

Preis für Rom. Dort verweilte er 1855 und 1856 und machte dann eine Studienreise nach Paris und den Niederlanden. Unter seinen gut charakterisierten, sehr anziehenden Genrebildern verdienen genannt zu werden: der Schwur (1873), ins feindliche Leben (1874), Unglücksstätte im Gebirge (1874), die gefährliche Operation, Hurrah, Napoleon gefangen! u. a.

Wood (spr. wudd), 1) Marshall, engl. Bildhauer in London, stellt seit mehreren Jahren in der dortigen Akademie seine Bildwerke aus, unter denen zu nennen sind: eine weibliche Büste (betitelt The song of the shirt) und unter den Werken idealen Charakters eine Sirene, Hebe, Musidora und eine badende Nymphe sowie mehrere Büsten des Prinzen von Wales. Von ihm eine Statue der Königin Victoria in Montreal und die Erzstatue Cobdens auf dem Börsenplatz in Manchester.

2) Thomas W., amerikan. Porträt- und Genremaler, geboren zu Montpelier (Vermont), malte dort Bildnisse bis 1857, wo er nach Boston ging und kurze Zeit Schüler von Chester Harding war. Dann ging er nach Paris, machte Reisen nach Italien und der Schweiz, kehrte 1860 nach Amerika zurück, malte Bildnisse in mehreren Städten und ließ sich 1867 in New York nieder, wo er 1871 Mitglied der Akademie wurde. Zu seinen besten, sehr realistischen Bildern, die häufig Soldatenscenen aus dem amerikanischen Bürgerkrieg behandeln, gehören: der Scharfschütze, der Rekrut, der Veteran, Politiker in der Werkstatt, der Landarzt (1869), Nachdenken, der Holzsäger (1874), Sonntagsmorgen, die Mütze der Großmama u. a. Er malt auch in Aquarell.

Woodington (spr. wúddingt'n), William F., engl. Bildhauer, geb. 1806 bei Birmingham, erhielt schon mit zwölf Jahren den Kupferstecher Robert Livier zum Lehrer, unter dem er das Zeichnen lernte. Als dieser nachher Bildhauer wurde, ging W. ebenfalls zur Plastik über, erhielt schon mit 14 Jahren eine silberne Medaille und bald nachher den ersten Preis bei der Konkurrenz für ein Denkmal Wellingtons. Seine Hauptwerke sind: das Bronzerelief der Schlacht am Nil an der ↔ Nelson-Säule, die Marmorreliefs in der Kapelle der St. Pauls-Kathedrale, die Statue James Steeles in Carlisle, an der Börse zu Liverpool die Statuen von Columbus, Drake, Mercator, Raleigh, Cook und Galilei und andre Skulpturen, zwei Statuen im Haus der Lords, eine Kolossalbüste Paxtons im Krystallpalast u. a.

Woolner (spr. wúhln'r), Thomas, engl. Bildhauer, geb. 17. Dez. 1825 zu Hadleigh (Suffolk), zeigte schon früh ein großes plastisches Talent, trat in das Atelier von Behnes, unter dessen Leitung er sich sechs Jahre ausbildete. Seine Erstlingsarbeiten poetischen und idealen Inhalts waren: Eleanor das Gift aus Prinz Eduards Wunde saugend (1843) und die lebensgroße Gruppe: Tod der Boadicea (Westminsterhalle), die großes Aufsehen erregte. Nach einigen andern ähnlichen Werken ging er 1854 nach Australien, wo er zwei Jahre mit Porträtbüsten und Medaillons beschäftigt war. Nach seiner Rückkehr widmete er sich vorzugsweise der Porträtstatue, die er in großer Menge ausführte. Sie sind von durchaus realistischer Auffassung, oft auch allzu energisch in Ausdruck und Haltung, in den Details aber fast allzu naturgetreu, so daß man ihn den »Denner in der Skulptur« genannt hat. Zu seinen besten gehören: eine Büste von Richard Cobden in der Westminsterabtei, die Statue Macaulays im Trinity College zu Cambridge, des Prinzen Albert in Oxford, des Königs Wilhelm III. im Parlamentshaus, des Sir Bartle-Frere in Bombay, des Dr. Whewell in Cambridge, des Lords Lawrence in Kalkutta u. a.; als verfehlt werden dagegen genannt: die Statue Gladstones und namentlich die des Lords Palmerston im Palace Yard. Dazu kommen noch zahlreiche Büsten und ideale Bildwerke sowie im Gerichtshof zu Manchester eine Statue des Moses und andrer Gesetzgeber. Seine neueste Arbeit ist eine kolossale Erzstatue des Kapitäns Cook für Sydney. 1871 wurde er Genosse, 1874 Mitglied der Akademie und 1877 Professor der Skulptur an der Akademie in London.

Wopfner, Joseph, Genre- und Landschaftsmaler, geb. 19. März 1843 zu Schwaz (Tirol), lernte das Bäckerhandwerk, erhielt

Anmerkung: Fortgesetzt auf Seite 566.